Basketball 2. Regionalliga - Erste Herrenmannschaft BG-Bonn-MTUS
Heimers spielen sich den Frust von der Seele
Opladen. Die 1. Herren der SG BG Bonn Meckenheimer TuS gewann beim Abstiegskandidaten TuS Opladen auch in der Höhe verdient mit 82:62. Ausschlaggebend für den deutlichen Sieg war eine hervorragende zweiten Halbzeit (47:23), in der die Gastgeber nicht den Hauch einer Chance hatten. Für die Gastgeber war es ein „do or die“ Spiel, sahen sie in den Vorberichten die Heimers als nicht so starkes Team und mehr als machbar an. Die Niederlage ließ ihre Chancen auf den Klassenerhalt jedoch deutlich sinken.
Das Spiel begann jedoch sehr wechselhaft, die Heimers erwischten zwar mit 12:2 einen Traumstart, in der Folge merkte man immer noch die Verunsicherung der letzten Woche. Die turbulenten letzten Tage, die durch den sehr überraschenden Wechsel des US-Amerikaners und Topscorers David Golembiowski zu den Telekom Baskets Bonn 2 entstanden sind, sah man der Mannschaft deutlich an. Golembiowski trat einen Tag vor Wechselfrist an den Verein heran und äußerte seinen Wechselwunsch. Die Verantwortlichen gaben dem Wunsch trotz laufenden Vertrages nach. Die Mannschaft reagierte sehr enttäuscht, es fehlte auf einmal ein sehr wichtiger Spieler. Bei der kürzlichen Niederlage erlebte man ein völlig verunsichertes Team, das nie ins Spiel fand. Das schien sich auch in Opladen fortzusetzen, der TuS übernahm die Führung (14:15) und entwickelte sich eine hart umkämpfte Partie. In der Verteidigung war die SG häufig einen Schritt zu langsam, in der Offensive leistete man sich viel zu viele Ballverluste. Der 35:39-Rückstand zur Halbzeit war die logische Konsequenz.
Auf eigene Stärken besinnen
In der Halbzeitansprache ermutigte Trainer Torsten Schierenbeck sein Team, sich auf die eigenen Stärken zu besinnen. In der zweiten Halbzeit spielte die Mannschaft völlig entfesselt mit sehr hoher Intensität. Die wechselnden Verteidigungen stellten Opladen vor unüberwindbare Probleme. Wie aus einem Guss agierten die Heimers nun und zeigten neben taktischer Disziplin auch teilweise sehr guten Teambasketball. Egal, wer auf das Feld kam, jeder gab der Mannschaft einen Schub und frische Energie. Die Opladener kämpften zwar fast bis zum Schluss sehr intensiv, waren aber nicht in der Lage, die SG zu stoppen. Die schlechte Freiwurfquote verhinderte sogar noch einen höheren Sieg und so gewannen die Bonn-Meckenheimer „nur“ mit derselben Punktedifferenz wie im Hinspiel (85:65). In den letzten 90 Sekunden behielten sie an der Linie allerdings die Nerven und trafen sechs von sieben Versuchen (insgesamt 18 von 31). „Die Mannschaft hat viel Charakter gezeigt und in der zweiten Halbzeit ihr Potenzial abgerufen. Sollten wir auch in den folgenden Spielen so auftreten, können wir jeden Gegner schlagen“ zeigt sich Schierenbeck optimistisch. Aus einer sehr guten Teamleistung ist neben Tomas Valasek (20 Jahre), der in der zweiten Halbzeit mit exzellenter Verteidigung sein Team mitriss, Matthias Kube zu nennen. Der Youngster (19 Jahre) machte sein bestes Spiel im SG-Dress. Die Heimers werden die Saison ohne Importspieler zu Ende spielen und haben sich mit dem Sieg einige Luft nach unten verschafft. Sie haben alle direkten Vergleiche gegen die drei letzten Teams und nur einen Sieg Rückstand auf den Tabellendritten.
Viertel: 19:16, 16:23, 19:13, 28:10;
Zimmermann (22 P.), Kube (18), Bauz (10), Sävert und Walter (je 8), Klär (6), Terlecki (5), Gloeckner (4), Marquez Valasek (2), Sattarov
Ausblick
Das nächste Heimspiel der Heimers findet am 21. Februar um 18.30 Uhr in der Wettkampfhalle am Schulzentrum in Meckenheim statt. Gegner ist die Mannschaft aus Köln Deutz.
