Politik | 25.03.2015

Wählervereinigung Bürger für Meckenheim (BfM)

Kampf um die Fertigstellung des Sportplatzes

BfM: Stadt ist als Eigentümerin in der Pflicht

Am 13. September 2013 wurde der Kunstrasenplatz eröffnet. Das Bild zeigt Bürgermeister Bert Spilles und den Vereinsvorsitzenden Juppi Schoenenberg mit jungen Sportlern; ganz links die beiden Ortsvorsteher. SC-Altendorf-Ersdorf

Meckenheim. Zwei Jahre lang hatte der Verein SC Altendorf-Ersdorf e.V. um die Modernisierung des Sportplatzes in Altendorf gekämpft. Langwierige Verhandlungen mit der Stadtverwaltung, den Fraktionen im Rat und bauausführenden Firmen waren erforderlich. Rund 60.000 Euro aus eigenen Mitteln brachte der Verein auf, dazu 3360 Arbeitsstunden als Eigenleistung, um einen modernen Kunstrasenplatz zu schaffen. Schließlich wurde ein Übertragungsvertrag des Vereins mit der Stadt geschlossen, der Eigentumsverhältnisse, Miete, Pflege, Nutzung usw. festlegte. Als eigentlich alles geregelt war, stellte sich beim Bau heraus, dass die in den 70er Jahren gelegte untere Schicht aus Lava nicht mehr heutigen Normen genügte. 730 Tonnen Lava mehr als geplant wurden gebraucht, eine Kostenvermehrung von etwa 19.000 Euro. Damit konnte der Verein die restlichen Baumaßnahmen nicht wie vorher gesehen zu Ende führen und bat die Stadt um Hilfe. Die Verwaltungsspitze der Stadt lehnte die Restfinanzierung ab. Daher suchte der Verein Hilfe beim Rat. Im Sportausschuss entschied man dann, der Verein könne nicht auf den Restkosten sitzen bleiben. Das Geld sollte im Haushalt 2015 eingestellt werden. Der Verein schlug zudem Kostenteilung vor und bat die Stadt um den Restbetrag von nur noch 9.555,70 Euro. In den Sitzungen am 4. und 11. März beriet der Haupt- und Finanzausschuss den Haushaltsentwurf für das laufende Jahr.

Eine Möglichkeit, Haushaltsmittel für die Rest-Finanzierung zu finden, wurde schnell gefunden. Nachdem der BfM-Fraktionsvorsitzende die an anderer Stelle des Haushalts mit 46.500 Euro angesetzten Kosten für die Erneuerung des Ballfangzaunes am Tennenplatz im Freizeit- und Sportpark der Neuen Mitte als „utopisch hoch“ empfand und eine Überprüfung empfahl, erklärte sich die Verwaltung zu einer Teilinstandsetzung des Zaunes für etwa 2.500 Euro bereit und machte damit 44.000 Euro für andere Maßnahmen frei. Das sollte doch eigentlich den Rest-Bedarf für den Sportplatz in Altendorf-Ersdorf decken können. In den Haushaltsberatungen lehnten die Vertreter der Stadt jedoch weiterhin die Rest-Finanzierung ab. Der Verein sei Bauherr und habe alle Risiken vollumfänglich zu übernehmen, die mit der Baumaßnahme zusammenhängen.

Die BfM vertrat die Auffassung, das könne nicht das letzte Wort sein. Sie verwies darauf, dass die Stadt Eigentümerin des Platzes ist, eine Mithaftungsverpflichtung besitzt und dass der Sportplatz durch die umfangreichen Eigenleistungen des Vereins eine enorme Wertsteigerung für die Stadt erfahren hat. Hätte die Stadt die Instandhaltungen selbst durchgeführt, müsste Sie selbst das Mehrkostenrisiko tragen. Die CDU, die ursprünglich das Anliegen des Vereins unterstützt hatte, stimmte jetzt für den Vorschlag der Stadtverwaltung und lehnte ab. Wie werden die beiden Ortsvorsteher von Altendorf und Ersdorf - beide CDU - das ablehnende Stimmverhalten ihrer Partei den Sportlern und deren Eltern erläutern?

Pressemitteilung der Wählervereinigung Bürger für Meckenheim (BfM)

Am 13. September 2013 wurde der Kunstrasenplatz eröffnet. Das Bild zeigt Bürgermeister Bert Spilles und den Vereinsvorsitzenden Juppi Schoenenberg mit jungen Sportlern; ganz links die beiden Ortsvorsteher. Foto: SC-Altendorf-Ersdorf

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