Politik | 26.02.2013

Kampf um eine attraktive Altstadt

Rege kommunalpolitische Diskussionen beim „Stadtgespräch“ in Meckenheim

Meckenheim. Kommunalpolitisch interessierte Bürger trafen sich zu einer Informations- und Diskussionsrunde im Restaurant La Campana in der Hauptstraße. Die Wählervereinigung Bürger für Meckenheim (BfM) hatte zum „Stadtgespräch“ eingeladen. In dieser Veranstaltungsreihe lädt die BfM reihum in den Stadtteilen die Bürger ein, mit den Ratsmitgliedern Informationen auszutauschen und aktuelle Themen zu diskutieren. Der BfM-Vorsitzende Dieter Ohm begrüßte eine Reihe von Gästen, unter ihnen den Vorsitzenden des Meckenheimer Verbundes Willi M. Wittges-Stoelben und Vertreter der Interessengemeinschaft Altstadt. Ohm forderte die Gäste auf, den anwesenden Repräsentanten der BfM, unter ihnen der Fraktionsvorsitzende Johannes Steger und zahlreiche Ratsmitglieder, ihre Meinung zu sagen, ihre Sorgen zu äußern und sich einzumischen. Nur so könnten die Ratsmitglieder nah beim Bürger Kommunalpolitik gestalten. Dieser Aufforderung folgten die anwesenden Bürger gerne. Im Mittelpunkt des Interesses stand erwartungsgemäß die Neugestaltung der Altstadt. Viele Äußerungen zielten auf die Finanzierung und Kostenaufteilung bei der Erneuerung der Hauptstraße zwischen Stadt, dem für die Kanalisation zuständigen Erftverband und Anliegern ab. Kostenschätzungen wurden gefordert. Nach einem umfassenden, aber noch nicht vorhandenen Verkehrskonzept wurde gefragt. Beklagt wurden die derzeitigen Staus, die zu Lärm- und Abgasbelästigung führten. Dazu müsse unter anderem die Einbahnstraßenregelung in der Merler Straße aufgehoben werden, da sie das Abfließen von der Hauptstraße behindere. Die Parkplätze in der Hauptstraße dürften in Zukunft nur den Kunden vorbehalten sein und nicht Langzeitparkern zur Verfügung stehen. Die Kostenfreiheit der Parkplätze als wichtiges Alleinstellungsmerkmal der Stadt müsse erhalten bleiben. Wesentliche Sorgen für die künftige Umgestaltung bezogen sich auf die ausstehenden Fördermittel des Landes, aber vor allem auch die Länge der Bauzeit des Vorhabens durch das beabsichtigte abschnittsweise Bauen, da die Geschäftsleute in dieser Zeit mit erheblichen Umsatzeinbußen rechnen müssten. Hier müsse über eine sinnvolle Planung nachgedacht werden. Sorgen wurden auch geäußert über die allgemeine Attraktivität der Hauptstraße: teilweise zu kleine unansehnliche Geschäfte, ungünstige Öffnungszeiten, unattraktive Fassaden und insgesamt geringe Aufenthaltsqualität wurden in diesem Zusammenhang moniert. Auch über die richtige Bepflanzung mit Bäumen - nicht nur in der Hauptstraße - wurde diskutiert. Mit einem verbesserten Angebot an Kultur könne Meckenheim an Attraktivität gewinnen. Das sei auch ein Beitrag, den sinkenden Bevölkerungszahlen entgegenzuwirken. Das Thema Sicherheit und Kriminalität wurde immer wieder zur Sprache gebracht. Die bei anderen Gelegenheiten geäußerte Kritik an der Polizeipräsenz und -verfügbarkeit wurde bekräftigt. Über beständige nächtliche Ruhestörungen und Unsicherheit in der Hauptstraße wurde berichtet und nach dem Einsatz des Ordnungsaußendienstes gefragt. Ein weiterer Punkt betraf die Planung für das neue Rathaus in der Neuen Mitte. Es sei zu befürchten, dass ohne neu zu schaffende Parkplätze die Parksituation im Umfeld noch ungünstiger werde, als sie es jetzt schon sei. Am Schluss der Veranstaltung dankte Dieter Ohm den Anwesenden für die konstruktive sachliche Aussprache. Diese bedankten sich mit freundlichem Beifall.

Pressemitteilung der

Wählervereinigung Bürger

für Meckenheim

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