SPD Meckenheim
Litauen-Abend begeisterte viele Meckenheimer
Meckenheim. Mit so einem großen Andrang hatte die SPD Meckenheim am vergangenen Freitagabend wahrlich nicht gerechnet. Auch nach Beginn der Veranstaltung mussten noch nachträglich Stühle in der Aula der Gemeinschaftsgrundschule Merl aufgestellt werden. Mehr als 60 Teilnehmer wollten am Litauen-Abend der SPD Meckenheim teilnehmen und sich über das südlichste Land des Baltikums informieren. Kreistagsabgeordneter Werner Albrecht, Initiator und Organisator dieser Veranstaltung, hatte mit den vorgeschlagenen Programmpunkten Information über das Land, Lesung einer deutsch-litauischen Schriftstellerin und kulinarische Spezialitäten offenbar das Interesse der vielen Teilnehmer getroffen. SPD-Ortsvereinsvorsitzende Erdmute Rebhan freute sich über den großen Zuspruch und verwies in ihrer Begrüßung auf die dramatischen Parallelen zwischen Litauen im Jahre 1991, als das Land die Unabhängigkeit von der damaligen Sowjetunion erlangte und der Ukraine in diesen Tagen. In ihrem Grußwort zu Beginn der Veranstaltung warb die in Köln wohnende Deutsch-Dänin Tine Hørdum, SPD-Kandidatin der Region Mittelrhein für das Europäische Parlament, für eine hohe Wahlbeteiligung bei den bevorstehenden Europawahlen. Die europäische Idee, in Vielfalt vereint für Frieden, Freiheit und wirtschaftlichen Wohlstand einzutreten, sei aktueller denn je. Europa müsse aber nicht jede Kleinigkeit regeln. Sie wies darauf hin, dass der Spitzenkandidat der europäischen sozialdemokratischen Parteien, Martin Schulz als künftiger Präsident der Europäischen Kommission das richtige Augenmaß für notwendige europäische Regelungen haben werde. Es gelte, die Jugendarbeitslosigkeit in vielen EU-Mitgliedstaaten gemeinsam zu bekämpfen. Werner Albrecht stellte in seiner Präsentation die Sehenswürdigkeiten Litauens wie z.B. die barocke Altstadt der Hauptstadt Vilnius, die Städte Kaunas und Vilnius sowie die Kurische Nehrung vor. Mit großer Spannung wurde schließlich die Lesung der deutsch-litauischen Schriftstellerin Jutta Noak-Vaitkiene, die seit 1996 in Hamburg lebt, erwartet. Jutta Noak wurde 1942 in Litauen geboren und verbrachte ihre Jugend in der litauischen Stadt Kaunas. Sie studierte Medizin und arbeitete als Ärztin. Nebenbei schrieb sie einige Werke, die lange in einer Geheimschublade lagen und auf die richtige Zeit ihrer Veröffentlichung warteten. Die Befreiung Litauens 1991 öffnete Jutta Noak das Tor zur Welt. Sie verstand es, die Zuhörer mit der Lektüre aus ihren Werken in Prosa und Gedichten in ihren Bann zu ziehen. Schwerpunkt ihrer Lesung waren Gedichte aus ihrem zweisprachigen Werk „Duell der Gedanken“. Ausdrücklich wünschte das Publikum eine Lesung in litauischer Sprache, um diese sehr alte und eigenständige Sprache zu hören. Umrahmt wurde der Litauen-Abend mit kulinarischen Köstlichkeiten. Geboten wurden in Litauen hergestellte Speisen und Getränke, darunter litauisches Bier, Wodka (lit. Degtine), litauische Buttermilch, Käse und Schokolade. Besonderen Anklang fand die von der Fraktionsvorsitzenden Dr. Brigitte Kuchta nach einem litauischen Rezept zubereitete Rote-Beete-Suppe.
Pressemitteilung
SPD-Ortsverein Meckenheim
