Politik | 15.12.2014

CDU Meckenheim

„Nur wer sich sicher fühlt, ist tolerant“

Ehemaliger Bundespräsident Professor Dr. Karl Carstens wäre 100 Jahre alt geworden

Meckenheim. „Karl Carstens: für Meckenheim mehr als nur ein wanderbegeisterter Bundespräsident“, so die Meckenheimer kommissarische CDU-Vorsitzende Katja Kroeger. Der ehemalige Bundespräsident hatte mit seiner Ehefrau Dr. Veronica Carstens lange Zeit bis zu seinem Tode in Meckenheim gelebt und Spuren hinterlassen.

Kurz nach Beginn des 1. Weltkrieges wird Carstens am 14. Dezember 1914 in der Hansestadt Bremen als Kind eines Oberlehrers geboren, der kurz zuvor an der Westfront gefallen war. Nach Abitur und Studium der Rechtswissenschaft in Deutschland und Frankreich tritt er 1939 als Soldat in einer Flakabwehreinheit in den Kriegsdienst ein. Nach dem 2. Weltkrieg ist er als Rechtsanwalt in Bremen tätig. In dieser Zeit arbeitet er eng mit der Bremer Senatsregierung zusammen und wird schließlich zum Bevollmächtigten Bremens beim Bund berufen. Es schließen sich Tätigkeiten als höherer Beamter im Auswärtigen Amt an. „Bei manchen Diplomaten-Essen wird die Anzahl der Gerichte von der Anzahl der Gerüchte weit übertroffen“, so Carstens einmal. 1960 wird er Staatssekretär im Auswärtigen Amt, 1966 Staatssekretär im Verteidigungsministerium und 1968 Chef im Kanzleramt unter Bundeskanzler Kurt Kiesinger. 1973 wird er CDU/CSU-Fraktionsvorsitzender im Deutschen Bundestag und 1976 Präsident des Parlaments. Im Jahr 1979 wird er zum fünften Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland gewählt. Er veranstaltete große Jugendtreffs in seinem Dienstsitz. Unter großer Beteiligung der Bevölkerung durchwanderte er die Bundesrepublik Deutschland. „Der bodenständige und objektive politische Stil von Karl Carstens machte ihn zu einem beliebten Bundespräsidenten mit ausgeprägtem Kontakt zur Jugend. Beherzte und schnelle Hilfe in wichtigen Politik- und Gesellschaftsbereichen gehörten zu seinen herausragenden Tugenden“, so der ehemalige Bremer Bürgermeister Hartmut Perschau in einer Laudatio: „Er hat entscheidend dazu beigetragen, den europäischen Einigungsprozess der Nachkriegszeit auf ein sicheres Fundament zu stellen und über Jahrzehnte weitsichtig und zielstrebig zu verfolgen.“ 1984 erhält er hierfür den Karlspreis der Stadt Aachen. Nicht nur in dem europäischen Einigungsprozess und der Deutschen Wiedervereinigung war Carstens vorausschauend, auch im Integrationsprozess wusste er, dass „nur wer sich sicher fühlt, tolerant ist.“ 1992 stirbt er in Meckenheim.

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