Rat stimmt für Holger Jung
Dezernent aus Königswinter wird als Erster Beigeordneter nach Meckenheim wechseln
Meckenheim. Die Verwaltung in Meckenheim hat einen neuen Ersten Beigeordneten gefunden. Der Rat der Stadt wählte Holger Jung (41) mehrheitlich in geheimer Abstimmung in dieses Amt. Ganz so glatt, wie es zunächst den Anschein hatte, verlief die Wahl allerdings nicht. Während das Votum im Hauptausschuss für den Kandidaten noch einstimmig war, allerdings bei einigen Enthaltungen, gab es in der geheimen Abstimmung des Rates auch Gegenstimmen. Bei 38 stimmberechtigten Ratsmitgliedern wurden 33 gültige Stimmen abgegeben. Darunter wiederum waren 28 Ja- und fünf Nein-Stimmen. „Ein Ergebnis, mit dem wir durchaus gerechnet hatten“ kommentierte die Pressesprecherin der Stadt Marion Lübbehüsen den Mehrheitsbeschluss auf Anfrage von Blick aktuell. Schon im Hauptausschuss habe es auch Enthaltungen gegeben und einige Ratsmitglieder hätten lieber eine Bewerberin in diesem Amt gesehen. „Wir wollten jedoch ihre Bewerbung nicht öffentlich machen, wenn sie ohnehin keine Chance hat, gewählt zu werden“, so Lübbehüsen weiter. Das schade dann vor allem der Bewerberin selbst. Die ungültigen Stimmen seien die Enthaltungen, da im Rat mit Ja oder Nein abgestimmt wurde. Für den frisch gekürten Ersten Beigeordneten geht dieses Ergebnis in Ordnung. Er freue sich auf seine Arbeit in Meckenheim, wo er sich persönlich und beruflich weiterentwickeln könne, erklärte Jung Blick aktuell gleich nach der Wahl. In Meckenheim gebe es sehr viele Projekte und das reize ihn besonders. Langweilig sei es zwar in Königswinter, wo er derzeit noch als Dezernent arbeitet, auch nicht, aber er finde es gut, wenn viel zu tun sei. März oder April wird es wohl werden, schätzt Jung, bis er seinen Dienst in Meckenheim antreten kann. Vorher möchte er jedoch sowohl in der Verwaltung als auch mit den Fraktionen Gespräche führen. Bis dahin gebe es allerdings auch noch einige Projekte in Königswinter, die er zu Ende bringen wolle.
AT
