Bonner Jäger werfen NRW-Umweltminister Ideologie“ im Wald vor
Remmel bringt Revier-Jäger in Rage
Mehr Bürokratie und staatliche Eingriffe torpedieren bewährte Jagdausübung
Bonn/Meckenheim. NRWs grüner Umweltminister Johannes Remmel bringt die hiesige Jägerschaft in Rage. Sie werfen dem Politiker „grüne Ideologie“ und Regelungswut in Wald und Flur vor. Bei einer Protestaktion zum Bodenaktions-Tag in der Bonner Waldau erklärte der Vorsitzende der mehr als tausend Mitglieder zählenden Jägerschaft Bonn, Reinhard Wolf, dazu in Bonn: „Mittlerweile muss man den deutschen Wald und deutsches Wild vor der nicht mehr nachvollziehbaren Regelungswut der Grünen in NRW schützen. Ausufernde Bürokratie und zunehmende staatliche Eingriffe torpedieren die bewährte Jagdausübung in unserer Region in bisher nicht bekannten Ausmaßen. Landesminister Remmels Pläne gefährden 20 Prozent der heutigen Jagdfläche in Nordrhein-Westfalen. Das beabsichtigte Fütterungsverbot von Schwarzwild in Notzeiten lässt diese Wildart in der Not verhungern und ist damit absolut tierschutzwidrig.“
Die Bonner Jägerschaft legte dazu eine Art „Regelwutliste“ vor und forderte von Umweltminister Johannes Remmel die Rücknahme der nach ihrer Auffassung völlig überzogenen geplanten Jagd- und Hegeeingriffe. Die Jäger bezeichneten unter anderem den beabsichtigten Eingriff in den Katalog der bejagbaren Arten und eine Reduzierung der Jagdzeiten als maßlosen und verfassungswidrigen Angriff auf ihre Eigentums- und Handlungsfreiheit. Dieses Vorgehen torpediere die Hegeleistungen der Jäger für mehr Artenvielfalt. Reinhard Wolf fügte hinzu: „Remmels „grüne Ideologie“ beschert unserem Wild in Wald und Flur weniger statt mehr Schutz. Remmels geplante weitergehende Aushöhlung des flächendeckenden Reviersystems wird zu Wildschäden und zur Verbreitung von Tierseuchen führen.“
Als weitere Beispiele zu Remmels Regelwut nannte die Bonner Jägerschaft die beabsichtigte Wiedereinführung der antiquierten Jagdsteuer. Die Landesregierung ignoriere damit die bisherige absolute Vertragstreue der Jägerschaft seit deren Abschaffung und missachte die Leistungen der Jäger für die Allgemeinheit. Remmels Aktionismus in Wald und Flur, so Reinhard Wolf weiter, passe nicht ins aktuelle Meinungsbild der Bevölkerung. Bei einer aktuellen Befragung des Meinungsforschungsinstituts Emnid in Nordrhein-Westfalen gaben zum Beispiel 93 Prozent der Befragten an, dass Jäger durch die Pflege ihrer Reviere zum Natur- und Artenschutz beitragen. 77 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass die Jägerinnen und Jäger in Zukunft mehr Wildtiere erlegen sollten, wenn dies notwendig sei, um den Wald zu schützen und Wildschäden zu vermeiden. 86 Prozent der Befragten sprechen sich für eine Versorgung von Tieren in Notzeiten aus. Der Umfrage zufolge halten lediglich neun Prozent der Bevölkerung die Jagd für nicht gut. Die Umfrage erfolgte vom 12. bis 14. März unter 1.000 Befragten im Auftrag des Grundbesitzerverbandes Nordrhein-Westfalen.
Der Vorsitzende der Jägerschaft Bonn sprach sich für ein sinnvolles Miteinander von Politik und Jägerschaft aus. Davon sei Remmel aber weit entfernt. Deswegen würden die Jäger auch weiter gegen die Regelwut des Grünen-Landesministers protestieren.
Pressemitteilung
Jägerschaft Bonn e.V.
