Selbstbestimmt sterben
Sehr geehrtes Team der Blick aktuell-Meckenheim, das Thema beschäftigt mich schon seit Jahren und ich hoffe, dass Ihr Artikel oder auch die Leserbriefe hierzu die Politik einlenken lassen in Bezug auf selbstbestimmtes Sterben.
Gerade als Single ohne Kinder, noch dazu aus einem Pflegeberuf stammend, beunruhigt mich der Gedanke, dass ich irgendwann auf fremde Hilfe angewiesen sein müsste, die heutzutage leider mehr schlecht als recht gewährt wird.
Für mich steht schon seit Jahren fest, dass ich nicht bis zum Letzten dahinsiechen möchte, dazu noch Fremden ausgeliefert - erst recht da ich die andere Seite kenne. Ich habe mir schon Kontakte herausgeschrieben, die, sollte es in Deutschland nicht möglich sein, meine Anlaufstelle sein könnten.
Es muss endlich gesetzlich erlaubt und geregelt werden, dass Menschen bestimmen dürfen, ob sie ein Sterben ohne Qualen und Leiden in Würde wählen dürfen. Schließlich lässt man sogar Haustiere nicht unnötig bis zum bitteren Ende leiden, aber einem mündigen Bürger wird es verwehrt, das geht nicht. Ich denke, die Kirche hat hier leider bisher einen noch zu großen Einfluss. Dies müsste aber zumindest den Menschen ohne kirchlichen Glauben zugestanden werden. Weiterhin ist es doch traurig, wenn das eigene Heimatland einen Todgeweihten oder Leidenden zwingt, für sein Ableben die Strapazen eines Auslandsbesuchs zu vollziehen. Ich hoffe, dass ich zu diesem Zeitpunkt dafür noch genug Kraft und finanzielle Mittel aufbringen kann.
Sabine Kreuz, Meckenheim
