Politik | 21.11.2012, 07:38 Uhr

Geschäftsleute wehren sich:

Sperrung der Bahnhofstraße zunächst bis Freitag

Sanierung des 600 Millimeter Wasserrohres soll bis zum 21. Dezember abgeschlossen sein

Meckenheim. Die Bahnhofstraße war am Montag einseitig gesperrt. Daran ließ sich trotz zahlreicher Proteste der Geschäftsleute nichts mehr rütteln. Grund für die Sperrung war die Sanierung der Wasserleitung, die bei Sanierungsarbeiten einige Wochen zuvor als schadhaft deklariert wurde. Bauherr an dieser Stelle in Meckenheim seien die Stadtwerke Bonn, erläutert Pressesprecherin Marion Lübbehüsen für die Stadt Meckenheim. Sie seien auch für das gesamte Baumanagement zuständig. Angesichts der drohenden Umsatzeinbußen für die Geschäftsleute in der Bahnhofstraße habe man aktuell mit den Stadtwerken eine Vereinbarung getroffen, dass während des Aushubs die Straße zwar gesperrt bleibe, die eigentlichen Arbeiten jedoch auch ohne eine Sperrung durchgeführt werden können. Das defekte Wasserrohr liegt sechs Meter tief und hat einen Durchmesser von 600 Millimetern. Sowohl bei den derzeit laufenden Ausgrabungsarbeiten als auch bei der späteren Verfüllung müsse die Straße einseitig komplett gesperrt bleiben, so Lübbehüsen, weil die beauftragte Firma mit schwerem Geräte arbeite. Nach derzeitigen Plänen sollen die Grabungen bis Ende der Woche abgeschlossen sein, so dass die Bahnhofstraße in der nächsten Woche wieder von beiden Seiten befahrbar sein müsste, wenn nicht unerwartete Defekte hinzukommen. Insgesamt soll die Sanierungsmaßnahme an dem Wasserrohr bis zum 21. Dezember 2012 andauern und genau da lag der Knackpunkt, denn die benachbarten Geschäftsinhaber fürchten, dass ihnen damit das Weihnachtsgeschäft kaputtgemacht wird. Betroffen wären das Architekturbüro Architekt Stefan Knortz, Blumen Spilles, Wein Willen, Bad-Studio Schweiss, sowie Aldi, Vögle, Siemes und Kaysers ebenso wie die Stadtverwaltung selbst. „Wir müssen sehen, dass wir die Kuh so schnell wie möglich vom Eis bekommen“, sagt der Vorsitzende des Gewerbevereins „Meckenheimer Verbund“ Willi Wittges-Stoelben. Nach einer Begehung mit allen Beteiligten war er zuversichtlich, dass es eine akzeptable Lösung für die Geschäftsleute geben wird. „Unser Hauptproblem bei der gesamten Maßnahme war ohnehin die mangelnde Kommunikation“, stellte er klar. Das habe sich jetzt verbessert. Wenn das Rohr nicht saniert werde, so Lübbehüsen, drohe eine bis zu 30 Meter hohe Wasserfontäne. „Dann steht nicht nur die gesamte Straße mit den angrenzenden Häusern unter Wasser, sondern die Anwohner haben auch kein frisches Wasser mehr“, beschreibt Lübbehüsen die drohenden Konsequenzen, die nicht genau abzuschätzen seien.

AT

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