Solidarität mit Ukraine stärken
Stefan Pohl unterstützt Ukraine beim 4. Summit in Kyjiw mit kommunaler Hilfe
aus Meckenheim
Meckenheim/Kyjiw. Stefan Pohl ist auch in diesem Jahr einer Einladung in die Ukraine gefolgt und hat am 25. und 26. Mai am 4. Summit of Cities and Regions in Kyjiw teilgenommen. Die internationale Konferenz wurde vom ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj eröffnet und stand im Zeichen von Partnerschaft, Resilienz und der Stärkung von Städten und Regionen in Zeiten des Krieges.
Bereits der erste Konferenztag führte die Teilnehmenden an einen Ort von historischer und zugleich aktueller Bedeutung: das beschädigte Atomkraftwerk Tschernobyl. Die Besichtigung machte eindrücklich deutlich, welche besonderen sicherheitspolitischen, ökologischen und zivilgesellschaftlichen Herausforderungen die Ukraine auch Jahrzehnte nach der Reaktorkatastrophe und heute zusätzlich unter den Bedingungen des russischen Angriffskrieges bewältigen muss.
Am zweiten Tag des Summits standen die Widerstandsfähigkeit der Gesellschaft, der Kommunen und der regionalen Strukturen im Mittelpunkt. In den Panels wurde deutlich, dass die Verteidigung der Ukraine nicht allein an der Front geschieht, sondern auch in den Städten, Gemeinden, Feuerwehren, Verwaltungen, Krankenhäusern, Schulen und zivilgesellschaftlichen Netzwerken. Im ersten Panel sprach unter anderem die nordrhein-westfälische Wirtschaftsministerin Mona Neubaur. In ihrem Redebeitrag würdigte sie auch das umfangreiche Engagement von „Meckenheim hilft e. V.“ und die besondere Bedeutung kommunaler Solidarität mit der Ukraine.
<span class=“\“ImTitle\““>Die Konferenz unter schwierigen Bedingungen<span class=“\“ImTitle\““>. Die Konferenz fand unter dramatischen Sicherheitsbedingungen statt. Im Vorfeld hatte Russland die Ukraine erneut massiv angegriffen. In Kyjiw wurden zivile Ziele getroffen; Wohngebiete, öffentliche Einrichtungen, Märkte und kulturelle Orte wurden beschädigt oder zerstört. Zivilistinnen und Zivilisten kamen ums Leben. Stefan Pohl machte sich vor Ort selbst ein Bild von den Zerstörungen.
Während der Konferenz verbreitete sich zudem die Nachricht, dass Russland ausländische Staatsangehörige und Diplomaten auffordere, die Ukraine umgehend zu verlassen. Für Stefan Pohl war dies jedoch kein Grund, die Unterstützung infrage zu stellen.
„Solche Drohungen sollen einschüchtern. Sie sollen erreichen, dass sich die internationale Gemeinschaft zurückzieht und die Ukraine allein gelassen wird. Genau das darf nicht passieren. Meine Position ist klar: Ich helfe weiter. Die Ukraine verteidigt jeden Tag nicht nur ihre eigene Freiheit, sondern auch unsere Freiheit in Europa“, erklärt Stefan Pohl.
Im Rahmen des Summits führte Stefan Pohl zahlreiche Gespräche mit ukrainischen Bürgermeistern, kommunalen Vertreterinnen und Vertretern sowie Gouverneuren verschiedener Regionen. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf Gesprächen mit dem Gouverneur der Region Sumy. Dabei wurden umfangreiche weitere Unterstützungsmaßnahmen vereinbart.
„Meckenheim hilft e. V.“ wird in der Region Sumy insbesondere kleine Gemeinden beim Aufbau, bei der Ausbildung und bei der Ausstattung im Bereich des kommunalen Brandschutzes unterstützen. Geplant ist, lokale Strukturen mit dringend benötigter Technik für die Feuerwehr auszustatten und ehrenamtliche Kräfte vor Ort in grundlegenden Feuerwehr- und Einsatzaufgaben zu schulen. Ziel ist es, Gemeinden, die durch russische Angriffe besonders gefährdet sind, widerstandsfähiger zu machen und die zivile Bevölkerung besser zu schützen.
Der Verein kann dabei bereits auf konkrete Erfahrungen und sichtbare Ergebnisse verweisen. „Meckenheim hilft e. V.“ hat bereits fünf ukrainische Gemeinden mit Löschfahrzeugen ausgestattet und damit einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Zivilbevölkerung geleistet. Weitere Fahrzeuge und Ausrüstungen sollen noch in diesem Sommer folgen.
„Jedes Löschfahrzeug, jede Ausrüstung und jede Ausbildungseinheit bedeutet im Ernstfall konkrete Hilfe für Menschen, deren Häuser, Schulen, Krankenhäuser oder Infrastruktur angegriffen werden. Wir reden nicht abstrakt über Solidarität – wir organisieren sie ganz praktisch“, erklärt Stefan Pohl.
Gerade kleinere Gemeinden stünden unter enormem Druck. Sie seien häufig von Angriffen betroffen, verfügten aber nur über begrenzte technische Ausstattung und oft über wenig ausgebildetes Personal. Wenn dort beim Aufbau freiwilliger Feuerwehrstrukturen geholfen werde, könne dies im Ernstfall Leben retten, so Pohl.
Das Engagement von „Meckenheim hilft e. V.“ knüpft an eine seit Jahren gewachsene Partnerschaft mit der Ukraine an. Seit Beginn des russischen Angriffskrieges organisiert der Verein Hilfstransporte, unterstützt den ukrainischen Zivilschutz, liefert Ausrüstung und Fahrzeuge und arbeitet eng mit kommunalen und regionalen Partnern in der Ukraine zusammen.
Für Stefan Pohl ist diese Hilfe Ausdruck konkreter europäischer Verantwortung: „Solidarität darf nicht nur aus Worten bestehen. Sie muss dort ankommen, wo Menschen Schutz, Ausrüstung und Unterstützung brauchen. Die Ukraine kämpft für Freiheit, Demokratie und Selbstbestimmung. Deshalb werden wir weiter an ihrer Seite stehen – auch dann, wenn Russland versucht, mit Terror und Drohungen Angst zu verbreiten.“
Mit seiner Teilnahme am Summit und den dort vereinbarten Maßnahmen will Stefan Pohl zugleich ein Zeichen aus Meckenheim senden: Kommunale Partnerschaften, zivilgesellschaftliches Engagement und praktische Hilfe können auch in schwierigsten Zeiten einen konkreten Unterschied machen.
Kontakt:
Meckenheim hilft e. V.
E-Mail: sp@meckenheim-hilft.org</span></span>
Stefan Pohl, Thomas Beyer (OB Wismar) Foto: Stefan Pohl
