E1-Junioren des SV Rot-Weiß Merl
Überragende zweite Hälfte
VFL Rheinbach - SV Rot-Weiß Merl 6:4 (4:0)
Merl. Als Gastmannschaft trafen die Merler E1-Junioren im Freizeitpark auf den VFL Rheinbach. Mit einem Sieg im Rücken wollte man sich an diesem Tag so teuer wie möglich verkaufen. Das Spiel begann sehr temporeich hier wie dort. Es war schön anzusehen, beide Mannschaften neutralisierten sich. Doch leider landete dann in der 7. Minute ein schneller Vorstoß der Rheinbacher bei den Gästen im Netz. Mit den Amselstädtern ging es nun immer langsamer weiter. Irgendwie wurden die Beine schwerer, es wurde nicht mehr nach hinten gearbeitet, der Gegner viel zu spät angegriffen. So folgte kurze Zeit später das 0:2. Teilweise sah es so aus, als säßen die Merler E-Jungs wie ein „Kaninchen“ in der Ecke und warteten darauf von der „Schlange“, dem VFL, gefressen zu werden. Bis zum Ende der 2. Halbzeit fiel dann noch das 0:3 und 0:4. Nun war endlich Halbzeitpause. War es letzte Woche noch eine kleine Gardinenpredigt, die die Jungs wachrütteln musste, so waren jetzt deutlichere Worte notwendig, um in der 2. Halbzeit nicht mit Haut und Haaren verschlungen zu werden.
„Kaninchen vor der Schlange?“
In der 2. Halbzeit machte der VFL dort weiter, wo er aufgehört hatte: mit einem Tor zum 0:5. Es war dann aber auf einmal so, als fiele eine Klappe um. Plötzlich waren die Merler nicht mehr wiederzuerkennen. Angetrieben vom nimmer müden linken Außenstürmer rannten, kämpften, eroberten sich die Gäste den Ball und setzten den VFL mächtig unter Druck. Endlich wurden auch die Zweikämpfe gewonnen. Ein abgewehrter Ball des VFL landete auf der rechten Seite auf dem Fuß von Max. Dieser zögerte nicht lange und schoss aufs Tor. Der Ball war so scharf geschossen, dass ein Abwehrspieler den Ball nur noch ins eigene Netz lenkte: 1:5 (aber auch ohne Mithilfe wäre die Kugel rein gegangen).
Nun war richtig Dampf im Kessel: Das „Kaninchen“ befreite sich aus dem Zwängen der „Schlange“. Der VFL versuchte, sich mit Kontern zu befreien. Die Gäste belagerten das Rheinbacher Tor. Ein klasse Angriff über links beendete Ole mit dem 2:5. Der VFL war geschockt, Merl hatte die zweite Luft. Ein Bilderbuchangriff über rechts beendete Yannik mit dem 3:5. Eine Sensation lag in der Luft. Als Ole dann noch über links auf 4:5 verkürzte, konnte man die knisternde Spannung spüren. Nur noch 2 Minuten, das Tor musste irgendwie fallen. Ein Punkt wäre verdient. Dann kam die letzte Minute: Der VFL schlug einen Ball weit raus aus der eigenen Abwehr nach vorne. Ein Schuss, eine Hand, ein Pfiff, Freistoß. Leider ließen sich die Rheinbacher diese Chance nicht nehmen und netzten durch einen tollen Schuss zum 4:6-Endstand ein. Die erste Halbzeit wurde von Merl leider total verschlafen, in der zweiten Halbzeit haben sie hingegen total überzeugt. Hier wäre deutlich mehr drin gewesen. Rheinbach war ein starker Gegner.
