Meckenheimer Verbund lud zur fünften Nacht unter der Kastanie
Very british und mit besonderem Flair
Auf dem Stephansberg wurde englische Picknickkultur zelebriert - Kleines, aber feines Unterhaltungsprogramm
Meckenheim. Bereits zum fünften Mal organisierte der Meckenheimer Verbund die inzwischen sehr beliebte Veranstaltung „Nacht unter der Kastanie“ auf dem Stephansberg. Ganz im Stil der britischen Picknickkultur erschienen wieder Hunderte Besucher und breiteten ihre Tischtücher und Decken aus. Die Picknickkörbe waren prall gefüllt mit den verschiedensten Köstlichkeiten. Von Fleischbällchen über Schnitzel, Salate, Schampus und rot leuchtende Erdbeeren war alles vorhanden. Jede Picknickgruppe gab ihr Bestes, denn schließlich wollte man an der Prämierung der stilvollsten Gruppe und der originellsten Verkleidung teilnehmen.
Wer keinen Picknickkorb zusammenstellen konnte, für den gab es bei Elisabeth Manner Erdbeeren mit Schlagsahne in der Waffeltüte. Bianca Reichwein bot Herzhaftes und Brezeln an, und Wein Präsente Willen war wieder mit von der Partie mit erlesenen Weinen. Wie Mitorganisator Wilhelm Ley im Vorfeld verkündet hatte, bietet der Meckenheimer Verbund nur den Rahmen des Festes. „Zelebrieren müssen sie ihr Picknick schon selbst“, so Ley. Das ließen sich die Gäste nicht zweimal sagen und waren zum größten Teil auch in entsprechender Kleidung erschienen. Die Herren trugen Hut, und viele Damen erschienen im klassischen englischen Outfit. Frei nach dem Motto: Picknick, aber bitte mit Stil. Ganz wie sich kürzlich eine Berliner Tageszeitung äußerte:
„Das englische Picknick ist zufällig, elegant und hat britisches Understatement“.
Mit Moderator Gerhard Donie hatte der Meckenheimer Verbund eine gute Wahl getroffen. Humorvoll führte er durch die Veranstaltung und hatte stets die Lacher auf seiner Seite. Die musikalische Unterhaltung übernahmen Fabian Radermacher (Gitarre) und das hochkarätige Melanie-Wooßmann-Quartett. Unter dem Motto „Chanson goes Jazz“ begeisterte die Euskirchener Sängerin ihr Publikum mit einer ausdrucksstarken Stimme. Ihre ebenso bekannten Begleiter waren Rolf von Ameln (Piano), Ralph Kleine-Tebbe (Kontrabass) und Volker Venohr (Drums).
Bereits vor dem offiziellen Beginn der Veranstaltung stellte Gerhard Donie die Märchenerzählerin Karin Weiss vor. Während der Musikpausen wanderte Weiss von Gruppe zu Gruppe und entführte ihre Zuhörer in die magische Welt der Märchen und Mythen.
Zum ersten Mal dabei war die Jugendfeuerwehr der Stadt Meckenheim. „Der Meckenheimer Verbund hat uns gebeten, die Nacht unter der Kastanie zu bereichern, und so haben wir selbstverständlich zugesagt“, erläuterte Oberbrandmeister Alexander Krauss. Neben der Besichtigung eines Löschfahrzeugs gab es für die Kinder Stockbrotbacken am Lagerfeuer. Auch die Naturpädagogin Jasmin Keil mischte sich unter die Stockbrotbäcker.
Der lauschige Abend mit einer besonderen Illumination der alten Kastanie durch die Firma Wotec ging viel zu schnell vorüber, und nun müssen die Meckenheimer zwei Jahre warten bis zur nächsten Nacht unter der Kastanie.
Ein besonderer Dank ging von den Organisatoren an die katholische Kirchengemeinde. Sie ist Eigentümerin des Areals und stellte zum wiederholten Mal das Gelände kostenlos zur Verfügung. Einzige Bitte: Die Besucher mögen den Platz sauber verlassen.
Neben vielen Meckenheimer Bürgern waren auch Vertreter des Rats und der Stadt zum Stephansberg gekommen. Natürlich ließen sich die Ehrenbürger Erika Meyer zu Drewer und Albert Graen das Fest nicht entgehen. Last, but not least „reiste“ Bürgermeister Bert Spilles an mit Frau und legendärem Bollerwagen. Trotz Namensänderung der Veranstaltung von „Night of the Proms“ in „Nacht unter der Kastanie“ ist die „prominente“ Veranstaltung nicht mehr aus dem Meckenheimer Kulturleben wegzudenken.
Stilvoll ging es bei dieser Picknickgruppe zu mit blütenweißer Tischwäsche, Tafelsilber und Kandelaber.
