VfL Meckenheim - BSV Roleber 1:2 (0:1)
VfL bleibt in der Abstiegszone stecken
Meckenheim. Der VfL Meckenheim verlor am siebten Spieltag mit 1:2 gegen den BSV Roleber auf dem heimischen Rasenplatz. Der Anschlusstreffer von Sebastian Wachter kurz vor Ende war zu wenig, um in die Punkte zu kommen. Somit verharrt Meckenheim immer noch auf einem Abstiegsplatz.
Aufgrund großer Personalnot, welche auf Verletzungen, Krankheit und Urlaub zurückzuführen ist, musste die Anfangsformation zur Vorwoche durch Trainer Dirk Paffrath wieder geändert werden. Mit Felix Retterath aus der zweiten Mannschaft, Janko Ivanovic und Sharif Sellab fanden sich drei neue Spieler in der Anfangself wieder. Zu Beginn kam das Spiel nur langsam in Fahrt und beide Mannschaften egalisierten sich. Richtige Chancen waren auf beiden Seiten zunächst nicht zu erkennen. Nun kam es leider wie so oft: In der 29. Minute bekam die Meckenheimer Hintermannschaft einen Ball nicht aus der Gefahrenzone. In Nähe des Fünfmeter-Raumes fiel der Ball einem gegnerischen Stürmer vor die Füße. Der direkte Torschuss bedeutete das 0:1 aus Meckenheimer Sicht. Kurze Zeit später lief ein guter Meckenheimer Angriff über die linke Seite. Harry Kinas flankte hinein, Bruno Mendes konnte den steil gespielten Ball aber nicht richtig erreichen und verfehlte das Tor. Roleber wurde aktiver und kam zu einer gefährlichen Kopfballchance, welche jedoch durch den aufmerksamen Schlussmann Sebastian Schmidt pariert wurde. Meckenheim hielt phasenweise zu lange den Ball und kam nicht mehr geordnet aus der eigenen Hälfte heraus. Zudem schlichen sich einige Abspielfehler im Aufbau ein, sodass kein vernünftiges Kombinationsspiel zu erkennen war. Gegen Ende der ersten Halbzeit wurde noch ein Kopfballtreffer der Gäste wegen Abseitsstellung nicht anerkannt. Mit dem 0:1 Rückstand ging es in die Pause.
Zur zweiten Hälfte hatte man sich einiges vorgenommen. Die Gewissheit, durchaus das Spiel zu drehen, bekam in der 60. Minute einen herben Dämpfer. Nach einer Roleber-Ecke wurde der Ball von Meckenheim nur unzureichend geklärt und der Schuss aus sechzehn Metern ging ungehindert ins Tor zum 0:2. In der vorigen Szene wurde Schmidt noch im Torwartraum angegangen und die Sicht durch zwei Roleber Spieler verdeckt. Die Torentscheidung war zumindest fragwürdig. Später hatte Meckenheim aber Glück, als der Schiedsrichter einen regulären Treffer des Gegners nicht anerkannte und auf Abseits entschied, was nicht eindeutig zu sehen war.
In der Folge kamen Christian Schlender für Retterath und Seyyithan Ördek für Sellab aufs Feld. Meckenheim kämpfte und stemmte sich gegen die Niederlage, trotzdem mangelte es an gelungenen Kombinationen. Viele lange Bälle fanden keinen Abnehmer. Die aussichtsreichste Chance hatte noch Mendes, als er freistehend vor dem gegnerischen Tor knapp vorbei schoss. Ricardo Ribeiro wurde für Ivanovic eingewechselt und der VfL stellte auf Dreierkette um. In der Schlussphase wurde es noch einmal spannend und man warf nun alles nach vorne. Nachdem Jan-Hendrik Scholz auf der rechten schön freigespielt wurde, flankte er maßgenau in den Strafraum, infolgedessen Wachter mit einem Kopfball den Anschluss zum 1:2 herstellte. Der VfL erzeugte in der Schlussphase Druck und war weitaus bissiger als zuvor, der „Lucky Punch“ blieb jedoch aus.
Kurz vor Schluss bekam ein gegnerischer Spieler noch die gelb-rote Karte, was aber am Spielausgang nichts mehr ändern sollte.
So blieb es am Ende bei einer komplett unnötigen und verdienten Niederlage, welche sich der VfL Meckenheim wieder einmal selbst zuzuschreiben hat.
Vorne zunächst zu harmlos, später nicht effektiv genug und hinten mit Nachlässigkeiten, die man sich gegen einen solide spielenden Gegner nicht leisten darf. Nun muss man schnellstmöglich wieder in die Spur finden und sich besinnen, um die Niederlagenserie zu stoppen.
Vorschau
Das nächste Spiel findet auswärts bei VTA Bonn statt. Anstoß ist Sonntag, 13. Oktober um 15 Uhr in Bonn.
Es spielten:
Schmidt, Sellab (74. Ördek), Feyen, Ivanovic (84. R. Ribeiro), Haller, Hartmann, Wachter, Retterath (55. Schlender), Kinas, Scholz, Mendes.
