Meckenheimer Bürgerverein besucht die Papierstadt Düren
Vom Papyrus bis zum Papier
Meckenheim. 40 Mitglieder des Bürgervereins Meckenheim besuchten im Rahmen der Reihe „Stationen deutscher Industriekultur“ die Papierstadt Düren.
Geschichtliches
Bereits im Jahre 1710 wurde die erste Papiermühle in Düren gebaut. Damit wurde der Grundstein für eine industrielle Entwicklung gelegt, die Düren zur Stadt mit den meisten Papierfabriken deutschlandweit und bis zum Zweiten Weltkrieg zu einer der reichsten Städte werden ließ.
An vierter Stelle in der Welt
Am Vormittag wurde das heutige Werk Neumühl der KANZAN Spezialpapiere GmbH besichtigt, ein japanisches Unternehmen der Oji Group, das sich weltweit führend auf die Produktion von Thermopapier etabliert hat. Mit 300 Mitarbeitern und einer Jahresproduktion von 60.000 Tonnen Papier wird ein Umsatz von 100 Millionen Euro erzielt. Nach China, USA und Japan liegt die deutsche Papierindustrie an vierter Stelle in der Welt und an erster in Europa.
Sachkundige Führung
Nach einer informativen Einweisung in die Papierherstellung und die Thermotechnologie folgte eine sachkundige Führung durch die Werksanlagen, wo neben dem Einblick in die Papierherstellung und Beschichtung insbesondere die Papiermaschine mit einer Arbeitsbreite von 3,20 Meter die Besuchergruppe beeindruckte.
Besuch im Museum
Am Nachmittag stand der Besuch des Leopold-Hoesch Museums und des Papiermuseums Düren auf dem Programm. Während die Ausstellung „Klassische Moderne“ nicht bei jedem der Teilnehmer das ungeteilte Interesse fand, begeisterte die Führung durch das Papiermuseum mit dem anschaulichen Weg über das Papyrus und Pergament bis zum Material Papier, wobei besonders die Darstellung der Papiermühle und deren Arbeitsgänge beeindruckte.
Pressemitteilung
Bürgerverein Meckenheim e.V.
