13. Merler Bürgerfest in der Herold-Passage
Zielstrebigkeit und langer Atem lohnen sich
Bürgerprojektgruppe Merl-Steinbüchel ist froh über die baldige Eröffnung der beiden angesiedelten Nahversorger
Merl. Unabhängig von parteilichen Interessen, bürgernah und zielstrebig kämpft die Bürgerprojektgruppe Merl-Steinbüchel für die Belange der Bevölkerung in Merl. Egal, ob Nahversorgung, Ampelanlage oder Spielplatz, überall bringt sich die von der damaligen Bürgermeisterin Dr. Yvonne Kempen eingesetzte Gruppe mit Vorschlägen und Alternativen zur Verbesserung der Lebensbedingungen im Stadtviertel ein. In mehreren Arbeitskreisen arbeiten rund 30 engagierte Leute in einem losen themenzentrierten Zusammenschluss seit vielen Jahren erfolgreich zusammen. Am vergangenen Samstag veranstaltete die Bürgerprojektgruppe ihr traditionelles Bürgerfest in der Heroldpassage, zu dem wieder alle Meckenheimer Bürger eingeladen waren, zusammen mit vielen Gästen gemeinsam zu feiern. Nach nunmehr 13 Jahren gab es, nicht nur für die Bürgerprojektgruppe Merl-Steinbüchel, gleich mehrere Anlässe zum Feiern. Die Ansiedlung der Nahversorger Aldi und Edeka steht kurz vor der dem Abschluss.
Gemeinsam für mehr Lebensqualität
Edeka wird noch im September eröffnet und voraussichtlich im November öffnet die Aldifiliale ihre Pforten und mit der Erschließung für die Wohnbebauung in Merl-Steinbüchel wurde bereits begonnen. Damit zeigen die jahrelangen Bemühungen um eine Verbesserung der Versorgungslage und der damit verbundenen Steigerung der Lebensqualität der Bewohner in diesem Gebiet greifbare Ergebnisse.
Gegen 12 Uhr hießen die Sprecher der Bürgerprojektgruppe Merl-Steinbüchel, Peter Stumph und Karl-Peter Hölzel, die Gäste und Besucher in der Heroldpassage herzlich willkommen. Peter Stumph ließ keinen Zweifel daran, dass die bevorstehende Eröffnung der beiden Nahversorgungseinrichtungen ihn froh stimmt. Doch er verdeutlichte auch, dass sich die Bürgerprojektgruppe nicht nur für die Verbesserung der Nahversorgung im Stadtgebiet einsetzt, und erneuerte seine Forderung nach der Wiederherrichtung der Ampelanlage Mittelstraße-Heroldpassage.
Viel erreicht und doch noch viel zu tun
Eine entsprechende Unterschriftenliste für eine Petition an den Rat der Stadt war am Stand der Bürgerprojektgruppe ausgelegt. Bürgermeister Bert Spilles hielt selbst sein Geburtstag nicht davon ab, das Bürgerfest persönlich mit seinem Grußwort zu eröffnen und lobte hierbei alle Engagierten, die zum Gelingen des Festes beigetragen hatten. Ortsvorsteher Reinhard Diefenbach begrüßte die Gäste im schönen Merl. Seine besondere Wertschätzung ging an die Sprecher der Bürgerprojektgruppe Merl-Steinbüchel für ihre jahrzehntelange unermüdliche Arbeit zum Wohle des Stadtviertels. Nach einem gemeinsamen „Happy Birthday lieber Berti“, bat Reinhard Diefenbach Vertreter der „Ruhrfeld City Bastelgruppe“, der Städtischen integrativen Kita und der MS-Gruppe Meckenheim nach vorn. Sie waren die dankbaren Empfänger des aus der Veranstaltung „Dorfkultur“ erwirtschafteten Überschusses. Je 150 Euro gingen an die Kita und an die Bastelgruppe, 1.000 Euro an die MS Gruppe Meckenheim. Auch der Investor Udo R. Helling von der Werratal Urbanisations GmbH begrüßte die anwesenden Besucher und Gäste des Bürgerfestes. Als „Geburtstagsgeschenk“ für den Bürgermeister ließ er die Summe des gespendeten Überschussbetrages um den gleichen Betrag verdoppeln. Grußworte folgten dann vom MdB Dr. Norbert Röttgen, CDU, der Bundestagskandidatin der SPD, Bettina Bähr-Losse und von der Landtagsabgeordneten Ilka von Boeselager (CDU). Durch das anschließende Programm führte, wie bereits in den Vorjahren, Klaus-Jürgen Pusch, der auch die Organisation des diesjährigen Bürgerfestes wieder übernommen hatte. Neben intensiven Gesprächen mit den Politikern und Mitgliedern der Bürgerprojektgruppe gab es ein buntes Rahmenprogramm mit Tanz- und Musikeinlagen, eine Übung der Jugendfeuerwehr Merl und eine Kick-Box-Vorstellung. Die Bürgerprojektgruppe mit ihren beiden Sprechern war sich mit den Bürgern und Gästen einig, dass sich in Merl etwas bewegt. Aber sie wissen auch: „Es gibt noch viel zu tun“.
