Allgemeine Berichte | 30.10.2013

Neubau an der Klosterstraße eingesegnet

Zuhause-Gefühl in Meckenheim

Regionalleiterin Doris Henke-Happ, Generalpriorin Sr. Sara Böhmer, Bewohnerin Enny Kall, Seniorenhausleiterin Ingrid Gierich und Pfarrer i. R. Albrecht Tewes.  Privat

Meckenheim. Die neuen Hausgemeinschaften St. Elisabeth in Meckenheim wurde eingesegnet. Im Rahmen des Eröffnungsgottesdienstes mit Pfarrer Albrecht Tewes erfolgte die sehr persönlich gestaltete Segnung der neuen Räumlichkeiten. „Mit Dank und Anerkennung denken wir an das 50-jährige Engagement der „Mitarbeiter Gottes“ hier in Meckenheim“, sagte Pfarrer Tewes mit Blick auf das Jubiläum des „Klösterchens“ vor 50 Jahren. In der anschließenden Feierstunde zeichnete Regionalleiterin Doris Henke-Happ den erfolgreichen Bauverlauf nach, nannte die Investitionskosten in Höhe von 3,5 Mio. Euro und erläuterte das Besondere der Hausgemeinschaften: „Hierzu gehört vor allem das Zuhause-Gefühl, welches durch die persönliche Zuwendung in dem überschaubaren Umfeld von 27 Senioren erlebbar wird.“ Für Bürgermeister Bernd Spilles schließt sich mit dem Neubau der Hausgemeinschaften ein Kreis, denn er wurde vor 55 Jahren am Standort geboren, besuchte den katholischen Kindergarten und die Grundschule. Spilles lobte die zukunftsorientierte Sozialpolitik, zu der die Seniorenhaus GmbH der Cellitinnen z. hl. Maria mit den Hausgemeinschaften beigetragen habe. Als Geschenk brachte er einen Teller der Stadt sowie ein Puzzle von Meckenheim mit.

„Bei Ihnen ist drin, was draufsteht.“

Bewegende Worte fand Generalpriorin Sara Böhmer von der Kongregation der Dominikanerinnen von Bethanien. Neun Ordensschwestern der Gemeinschaft finden im obersten Stock der Hausgemeinschaften ein neues Zuhause. Auf dieser Ebene befindet sich auch der Andachtsraum. Sr. Sara erklärte, dass sie den neuen Standort für die Mitschwestern gut geprüft habe und sogar eine Schwester, zivil gekleidet, „under cover“ in einem Seniorenhaus der Cellitinnen unterwegs gewesen sei, um sich von Qualität und Ambiente zu überzeugen. Fazit: „Bei Ihnen ist drin, was draufsteht.“ Als Beispiel nannte die Ordensoberin die Kapelle der Seniorenhäuser, die kein angehängter Mehrzweckraum sei, in dem auch mal eine hl. Messe gefeiert würde, sondern ein „bebeter Raum“. Sr. Sara überreichte Ingrid Gierich, der Leiterin der Hausgemeinschaften, zum Einzug einen Strauß rot-weißer Rosen. Sie sind Gutschein für zwei Rosensträuche, die mit Fertigstellung des Gartens gepflanzt werden sollen. Gierich erläuterte das Konzept der Einrichtung als Platz für Senioren ohne und mit Demenz. „Unsere Betreuung und Pflege wendet sich an Menschen, die sich noch aktiv am gemeinschaftlichen Leben beteiligen möchten“, so die Seniorenhausleiterin. Insgesamt entstanden hier drei Hausgemeinschaften für jeweils neun Bewohner. Jede Gemeinschaft verfügt über eine großzügige Wohnküche mit Terrasse oder geräumigem Balkon. Sie ist Dreh- und Angelpunkt des täglichen Lebens. Hier können sich die Bewohner entsprechend ihrer Fähigkeiten in alle Abläufe einbringen und die Aktivitäten verfolgen, die sie möchten. Unterstützt werden sie dabei von Alltagsbegleitern, die den Tagesablauf strukturieren. Wie positiv die Hausgemeinschaften bereits angenommen werden, erklärte Gierich an zwei Beispielen. Eine Bewohnerin habe sich ausdrücklich bei ihr für die Aufnahme in die tolle Gemeinschaft bedankt. Eine andere, die 90-jährige Enny Kall, habe über die gute und heitere Stimmung gesagt: „So wie hier habe ich lange nicht mehr gelacht: Sieben Eimer voll und den Rest in Tüten!“ „In unserem Konzept nimmt die Begleitung mit tagesstrukturierenden Maßnahmen eine zentrale Rolle ein. Dabei ist jede Hausgemeinschaft sehr eigenständig, kocht das, was die Bewohner sich wünschen, und macht das, was die Bewohner möchten“, erzählte Gierich. Aufgrund der kleinen Gruppengröße hat eine Gemeinschaft eine enorme Flexibilität. So ermöglicht sie eine ideale Balance zwischen sozialer Interaktion und Privatsphäre, zwischen gemeinsamer Aktion und individuellem Rückzug.

„Ich schenk Dir einen Regenbogen“

Mit den Hausgemeinschaften St. Elisabeth sind an der Klosterstraße neue Lebensräume entstanden, die eine sinnvolle Ergänzung zum Seniorenwohnen und Pflegeangebot des Seniorenhauses St. Josef sind. Die Hausgemeinschaften bilden baulich eine Einheit mit der katholischen Kindertagesstätte „Zur Glocke“. Eine gute Nachbarschaft bereichert das Zusammenleben von alt und jung. Sie hat schon eine lange Tradition: „Bereits seit 25 Jahren besteht eine Zusammenarbeit zwischen St. Josef und dem Kindergarten“, sagte KiTa-Leiterin Petra Schneider, die die Einsegnungsfeier mit Kindern begleitete. Diese brachten dem neuen Haus mit dem Lied „Ich schenk Dir einen Regenbogen“ ein Ständchen. Außerdem hatten sie einen Kuchen, bunte Luftballons und Seifenblasen als Nachbarschaftsgeschenk im Gepäck. Nach dem Mittagessen bestand die Möglichkeit, den Neubau zu besichtigen. Dabei fiel vor allem die künstlerische Gestaltung auf. Das Treppenhaus wurde mit großen Bildern des Kölner Künstlers Werner Weber gestaltet. Der Andachtsraum von Egbert Verbeek. „Im Garten ist noch nicht alles an seinem Platz, weil er erst winterfest gemacht werden muss“, erklärte Ingrid Gierich. So wird der Brunnen von Thomas Nauroth erst im Frühling sprudeln. Zu sehen ist aber bereits ein kleiner Bachlauf sowie ein großformatiges Mosaik an der Rückseite der KiTA von Künstlerin Tanja Corbach.

Regionalleiterin Doris Henke-Happ, Generalpriorin Sr. Sara Böhmer, Bewohnerin Enny Kall, Seniorenhausleiterin Ingrid Gierich und Pfarrer i. R. Albrecht Tewes. Foto: Privat

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