Bai „Ustesch“ en de Kösch, wurde der Verein 1948 aus der Taufe gehoben
6 mal 11 Jahre eine schöne „Jecke Zeit“ für die „Beller Jäße“
Die ewig jungen Beller Möhnen feierten am Wochenende ihr närrisches Jubiläum
Bell. „Bai „Ustesch“ en de Stuff“ - (bei Osters in der Stube), wurde der Beller Möhnenverein im Jahre 1948 aus der Taufe gehoben“, so das „Beller Mädchen“, Gerlinde Scheuren geb. Oster, bereits Prinzessin und Obermöhn im Ort, deren Mutter, die legendäre Katarina Oster, (Hummes Katrin) mit viel Freude und Enthusiasmus als erste Obermöhn der lustigen Damen fungierte. Mit bei der Gründung waren „Metzgesch Mi“, „Schomesches Christel“, „Nohlschmitz Anna“, „Stautesch Kätt“, un „Dietze Häd“. Die liefen bei „Hummes Jakob“ die Treppe rauf und runter und riefen „Dreimal Bell Alaaf“, so steht´s schwarz auf weiß in den Analen. Also ein guter Grund für die Damen, um ihre Obermöhn, Beate Perzewski, am vergangenen Sonntag ab 11.11 Uhr, mit einem von Nicole Meurer exzellent moderierten „Karnevalistischen Brunch“ ihr Jubiläum 6 mal 11 Jahre zu feiern. Und außer dem Ortschef kamen viele weitere Gäste, die gleich mit einem Glas Sekt empfangen wurden, zum gratulieren. Landrat Dr. Alexander Saftig, Volkesfelds Ortsbürgermeister Rudolf Wingender, die Ex Obermöhnen Gerlinde Scheuren, Roswitha Schneider, Monika Schlich-Lange, Alexandra Eitelbach-Sabel, Ehrenmöhnen und die Vorzeigekarnevalistin, Allroundtalent und Kreiswackesträgerin Martina Endres. Darüber hinaus viele närrische Beller Bürgerinnen und Bürger, Vertreterinnen und Vertreter der Beller Ortsvereine, der „Bruderverein“ die KG „Blaue Funken“, der Hausener CV, die Möhnen aus Ettringen, Lonnig, Hausen, Nitztal, und natürlich auch Mayens Tollität „Prinz Michael II.“ mit seinem Hofstaat, die es sich nicht nehmen ließen, beim Jubiläum dabei zu sein. Fantastisch, das von den Damen mit viel Liebe gestaltete Buffet. Da war für jeden das Richtige dabei, und die Gäste ließen sich nicht lange bitten, nach Herzenslust die lukullischen Köstlichkeiten zu genießen.
Vorträge und Tänze sorgten für gute Unterhaltung
Auf großen Bildtafeln konnte man die Historie der Beller Möhnen verfolgen. Die Stimmung in der „Guten Stube“ im Beller Gemeindehaus war gleich auf dem Höhepunkt. Auf und nieder immer wieder, schunkeln, sich des Lebens freuen, und von Herzen den Morgen genießen. Dafür sorgten auch die weiteren Akteure innerhalb des Programms, das sozusagen „Fürchterlich“ begann.
Da kamen nämlich zwei Damen, Angelika Peiker und Gabi Braun aus St. Johann, die sich in den Kopf gesetzt hatten, unbedingt schöner zu werden. Doch das war nicht so leicht, weil der Doktor der Schönheitsfarm sie als zu „dick“ befand. Sehr graziös auch die gewagten Balletteinlagen der „Geschwister Fürchterlich“. Die Tanzgruppe der „Gülser Seemöven“ begeisterte mit ihrem phänomenalen Auftritt, genau so wie die Beller Kultformation, das „Hassebur-Quintett“. Ein herrlicher Beitrag der Erzkarnevalisten. Ja, und die Möhnen dokumentierten ihr 66-jähriges Jubel-Bestehen mit einer äußerst kreativen Modenschau „Im Wandel der Zeit“. Und dabei war auch das von Bärbel Klein präsentierte Outfit der ersten Obermöhn, Katharina Oster, zu sehen. Ein „Hammer-Beitrag“. Eine große Gratulationscour aller Freunde der Möhnen, mit guten Wünschen für die nächsten 66 Jahre rundete das Programm ab, das mit den fantastischen Musikern von „Cat´n ú“ einen weiteren Höhepunkt erfuhr. Und die Möhnen, sie freuen sich schon auf den Möhnentag, wenn sie Bell zu einer der Hochburgen des Schwerdonnerstags verwandeln. Man könnte auch sagen: „Wehe, wenn sie losgelassen“. Dann nämlich, wenn die ewig jungen Damen ausziehen, bestimmte prominente ortsbekannte Persönlichkeiten zu „verhaften“, und natürlich vor des närrischen Gerichtes Schranken zu beordern. „Das ist Beller Tradition, das ist urwüchsiger Karneval“, so Kreiswackesträgerin Martina Endres. Sie und die weiteren Damen, um die Obermöhn, Beate Perzewski erleben dann auf ihren mit viel Zeitaufwand von den Möhnen und ihren Guten Geistern prächtig heraus geputzten Prunkwagen im großen Karnevalszug, die ganze Freude der närrischen Zeit. Da gibt’s nur ein Fazit: Ach, wie war´s schon ehedem - bei den Beller Jäße doch so schön - Es wurd immer gefeiert mit närrische Leut - und so ist es auch noch heut - Allen wohl und niemand weh - mit charmanten Möhnen in Bell am See - Macht weiter so, gar keine Frage - als toller Glanzpunkt der närrischen Tage.
Viele Ehrungen standen an: v.l. für Ortschef Bernd Merkler, die Ex-Obermöhnen Alexandra Eitelbach-Sabel, Monika Schlich-Lange, Roswitha Schneider und Gerlinde Scheuren, sowie Landrat Dr. Alexander Saftig. Fotos: -BS-
Gerlinde Scheuren mit einem Porträt ihrer Mutter, der ersten Beller Obermöhn Katharina Oster (Hummes Katrin).
Schon die Begrüßung der Gäste mit einem Glas Sekt war sehr herzlich.
