Allgemeine Berichte | 02.02.2015

KG Blaue Funken Bell und MG Beller Jäße präsentierten eine närrische Sitzung der Extraklasse

Bell wie es singt und lacht!

Bell wie es singt und lacht!

Bell. Etwa fünf Stunden lang hielten die KG Blaue Funken Bell und die Möhnen-Gesellschaft Beller Jäße am vergangenen Samstagabend wieder einmal eine restlos begeisterte Narrenschar mit einem Programm in Atem, dass sich sehen lassen konnte! Umso weniger ist zu verstehen, dass der Kartenvorverkauf für die geplante 1. Sitzung so schleppend war, dass diese abgesagt werden musste.

Durch den kurzweiligen Abend führten Annika Endres (Obermöhn der Beller Jäße), die ihre anfängliche Nervosität durch ihren Charme schnell vergessen ließ, und Bernhard Wölwer (Sitzungspräsident der KG Blaue Funken), dem in Sachen Moderation und Karneval so schnell keiner etwas vormachen kann!

Nachdem alle Beller Korporationen sich auf der Bühne vor dem herrlichen Bühnenbild eingefunden hatten, das bereits im vergangenen Jahr in einer Gemeinschaftsarbeit von KG und MG geschaffen worden war, wurden die im Beller Karneval nicht wegzudenkenden „DJ´s“ Carsten Liersch und Claus Heuft mit großem Applaus willkommen geheißen. Sodann hieß es „Bühne frei!“ für die als Papageien auftretenden Stoppelhopser, die unter der fachkundigen Leitung von Eva Gyrowath und Melanie Genn einen zauberhaften Tanz darboten.

So dann verwandelten die „Föttchesföhler“ unter der Leitung von Manfred Meid die Beller Narhalla in Nullkommanix mit heißen Rhythmen in einem wahren Hexenkessel. Das engagierte Ensemble wurde vor über zehn Jahren von Martin Röser gegründet und hat sich seitdem einen hervorragenden Ruf, weit über Bell hinaus, erarbeitet.

Das ebenso wie die Stoppelhopser und die Möhnengarde zu den Tanzgruppen der Beller Jäße zählende „Junge Gemüse“ brillierte mit einer Cheerleader-Choreographie, die sie gemeinsam mit ihren Trainerinnen Katharina Schwab und Julia Klein einstudiert hatten.

Nach einem herzerfrischenden Schlagabtausch zwischen Katja und Karsten Daub, die ihr Debüt in der Bütt als altes Ehepaar Kai-Uwe und Wilma gaben, die an der Beller Haltestelle auf den Bus nach Mayen warteten, wo sie mitunter recht abenteuerliche Erledigungen planten, bewies Solomariechen Jasmin Daub mit seinem temperamentvollen Auftritt, dass es seit der vergangenen Session unter der Anleitung ihrer Trainerinnen Maike Daub und Anna Wölwer hart trainiert hatte. Mit einer feucht-fröhlichen Bühnenschau präsentierten die zur Höchstform aufgelaufenen Stadtsoldaten sich zwar offiziell als Wasserballett, welches jedoch zu einer herrlichen Wasserschlacht mit einem vermeintlichen Haifisch ausartete. Seit dem Beginn der neuen Session im November vergangenen Jahres stehen die Beller Stadtsoldaten unter der Leitung von Kommandant Dustin Diensberg und dem Adjutanten Sebastian Luxem. Zum Abschluss waltete Kadettenzugführer Sven Schulze seines Amtes und beförderte Christian Börder, Eric Meurer sowie Michael Schneider, der an diesem Tag seinen 18. Geburtstag feierte, zu Stadtsoldaten.

Mit dem Bütten-As Werner Blasweiler startete die 2. Hälfte

Nach der Pause gab es dann die erste und absolut verdiente Rakete für das karnevalistische Urgestein und Bütten-As Werner Blasweiler, der als Garant für eine Bombenstimmung gilt. Mit zwerchfellerschütternden Geschichten animierte er auch das Beller Narrenvolk bereits nach wenigen Minuten zu lautstarken Beifallkundgebungen, die sich mit nicht enden wollenden Lachsalven abwechselten. Der ebenso bekannte wie beliebte Karnevalist erntete jedoch nicht nur für seine Pointen, sondern auch für sein soziales Engagement frenetischen Beifall. So spendet er in dieser Session die Gagen für alle seine Auftritte dem dreijährigen Joshua aus Nickenich, um dem Kind eine Delphintherapie zu ermöglichen.

Nach einem feschen Gardetanz (Trainerinnen: Sophie Klein und Daniela Schneider) gab sich das Bütten-Duo Tina und Anni ( Martina Endres und Tochter Annika) die Ehre. Auch sie überzeugten mit einem bemerkenswerten Debüt, in dem sie in die Rollen zweier Putzfrauen geschlüpft waren, die sich nach erfolgloser Suche eines Ehemannes für Tochter Anni mit wenigen Handgriffen in heiße Showgirls verwandelten und mit der Unterstützung einiger feschen Möhnen u.a. den bekannten Hit der Gruppe „Brings“: „Ich bin nur ´ne kölsche Jung“ kurzerhand in „Ich bin nur en Beller Jäß“ verwandelten und gemeinsam mit der begeisterten Narrenschar im Saal lautstark intonierten. Sodann bewies der Beller „Dorfsherriff“ Tim Mintgen nicht nur, dass er über das Geschehen in dem Backofenbauerdorf bestens informiert war , sondern auch mit einer atemberaubenden Scharfzüngigkeit hart aber herzlich in alle Richtungen austeilen konnte. Ob es sich dabei um eine in Bell wohnende Familie handelte, die ihr Fernglas offensichtlich dem Fernseh-Programm vorzieht oder, um die Obermöhn, die sich in ihrer Eigenschaft als Eventmanagerin beim Kartenverkauf für die erste Sitzung eher nicht bewährte - unterstützt von den beiden Feuerwehrkameraden Sebastian Luxem und Lars Perzewski verteilte Tim Mintgen seine Seitenhiebe jedoch so sympathisch, dass ihm einfach niemand böse sein konnte.

Das Hasebuur-Quintett verstand es wieder einmal hervorragend, die Stimmung im Saal auch zur späten Stunde mit karnevalistischen Ohrwürmern und eigenen Texten zum Explodieren zu bringen. Was den Mendigern ihr Kellbach-Trio ist, ist halt für die Beller das Hasebuur-Quintett! Trotz der ausgelassenen Stimmung im Saal gelang es dem „Kölner Landmetzger“ alias Mac Kalenberg (manchen noch als Bassist der Band „De Räuber“ bekannt), sich mit einem von pfiffigen Pointen gewürzten Vortrag Gehör zu verschaffen.

Hervorragende Leistung der Showtanzgruppe

Mit einem absoluten Highlight begeisterte die Showtanzgruppe TG KG Beller Jäße, die unter dem Motto: Theater und die wunderbare Welt des Theaters und der Burlesque“ mit einer anspruchsvollen Darbietung glänzte. Für die schillernde Choreographie, die von den professionell anmutenden zwölf Tänzerinnen und zwei Tänzern (Till Daub und Christian Börder) gekonnt dargeboten wurde, zeichnete Martina Endres verantwortlich.

Der sowohl für das närrische Publikum als auch für die fantastischen Akteure unvergessliche Abend endete mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Lachend, weil die Stimmung einfach grandios war und weinend, weil Claus Heuft und Carsten Liersch, die seit Jahrzehnten die Beller Sitzungen mit toller Musik bereicherten, sich vom Beller Sitzungskarneval verabschiedeten. Schade eigentlich!

Kadettenzugführer Sven Schulze (v.li.) beförderte Christian Börder, Michael Schneider und Eric Meurer zu Stadtsoldaten.

Mit ihrem beeindruckenden Bütten-Debüt überzeugten die Geschwister Katja und Karsten Daub als altes Ehepaar „Kai-Uwe und Wilma“.

In ihren zauberhaften Papageienkostümen eroberten die Stoppelhopser die Herzen der Jecken im Sturm

Bell wie es singt und lacht!
Bell wie es singt und lacht!

Bell wie es singt und lacht!

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Neueste Artikel-Kommentare
  • Julia Doll : Lieber Roman, ja absolut, sehe ich ganz genauso
  • Roman Bermel: Hallo Julia. Du hast vollkommen recht. Ich habe lange bei euch gearbeitet und bin auch heute noch in der Grundschule unterstützend tätig. Ich kann nicht feststellen, dass weniger Unterstützung notwendig ist, eher das Gegenteil ist der Fall.
  • Ignaz Wrobel: Bedauerlich und fragwürdig finde ich, dass offenbar nicht die konstruktive Mitarbeit (!!!) in kommunalen Gremien zur grundlegenden Mitwirkung bei solchen Entscheidungen gesucht wird. Ich würde mich...
  • W. Harkort: Danke für diesen Kommentar. Gab es auch Einwendungen wegen seltener Ameisen? Irgendwann in naher Zukunft werden diese Leute ihre Entscheidung bereuen. Dann ist es aber zu spät.
  • Walter Knieps: Warum erst jetzt ?!?!
Dauerauftrag 2026
Dauerauftrag 2025
Kreishandwerkerschaft
Rund ums Haus
Rund ums Hause Mayen/Mendig
Dachdecker (m/w/d)
Grünpflegedienst
Innovatives rund um Andernach
Stellenanzeige Servicekräfte
Empfohlene Artikel
Symbolbild.
115

Rhein-Lahn-Kreis. Kurz vor dem langen Maiwochenende warnt der Brand- und Katastrophenschutz des Rhein-Lahn-Kreises eindringlich vor der gesteigerten Gefahr von Vegetations- und Waldbränden. Die aktuelle Witterung, geprägt von Wind und anhaltender Trockenheit, hat dazu geführt, dass das alte Laub vom Vorjahr sowie der Boden in Wäldern und auf Wiesen besonders trocken und entzündlich sind.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Von links: ehemalige Tolitäten Josephine Müller und Julia Richter, neue Tolitäten Ann-Kathrin Bretz, Carolin Stieffenhofer und Lilli Karbach, erster Vorsitzender der Heimatfreunde Güls Christoph Müller und Ortsvorsteher Hans-Peter Ackermann. Foto: SCH
11

Carolin Stieffenhofer und ihren Prinzessinnen Ann-Kathrin Bretz und Lilli Karbach übernahmen das Zepter

Feierliche Eröffnung des Blütenfestes Güls mit Proklamation der neuen Blüten- und Weinkönigin

Koblenz-Güls. Wenn die Weinberge an der Mosel nach und nach wieder grün werden und im ganzen Umland auf den Höhen die Kirschbäume die Landschaft in ein weiß blühendes Meer verwandeln, ist es wieder so weit: Im Koblenzer Stadtteil Güls, dem Tor zur Mosel, beginnt endlich wieder das Blütenfest, welches rund um den ersten Mai gefeiert wird!

Weiterlesen

Rund um´s Haus
Daueranzeige
Kreishandwerkerschaft
Kreishandwerkerschaft
Imageanzeige
Shopping Genuss Abend Ahrweiler / o.B. Sponsoring
Innovatives rund um Andernach
10 Jahre NoWi Bau
10 Jahre NoWi
Azubispots Bad Neuenahr 2026
Azubispots Bad Neuenahr 2026
Vorabrechnung, Nr. AF2025.000354.0, April 2026
AZ_Gelenk 2026
Zukunft trifft Tradition KW 18
10 Jahre NOWI
Biergarteneröffnung
Imageanzeige Löhr Meckenheim