Allgemeine Berichte | 10.01.2016, 16:30 Uhr

Adventskonzert des Musikverein 1981 Bell e.V.

Besinnlicher Ausflug in die Welt der Musik

314,90 Euro für die Anschaffung eines Altarmikrofons gesammelt

Die Mitwirkenden boten besinnliche und weihnachtliche Melodien. privat
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Bell. Es ist schon erstaunlich, was das doch relativ kleine Backofenbauerdorf Bell auch musikalisch zu leisten vermag. Das Konzert in der Kirche begann traditionsgemäß mit dem hauseigenen Instrument der Orgel. Organist Claus Heuft hatte sich zwei Choralvorspiele „Wachet auf, ruft uns die Stimme“ von Johann Gottfried Walter ausgesucht, die er mit Bravour und gelungener Registrierung darbot. Danach begrüßte German Heuft, der stellvertretende Vorsitzende des Musikvereins, der dieses Jahr die Organisation übernommen hatte, Zuhörer und die mitwirkenden Chöre. Zur Liedfassung des Gesangbuches lud der Musikverein Bell Chöre und Gemeinde zum Mitsingen des Liedes „Wachet auf, ruft uns die Stimme“ ein. Jetzt wurde es etwas intimer. Albert Justen (Sopranblockflöte) und Claus Heuft (Keyboard) spielten „Sarabande und Gigue“ von J. Krieger, einem der vielen Kleinmeister des Barock. Das Adventskonzert bietet auch die Gelegenheit, junge Musiker vorzustellen. Cora Möthrath (Altsaxophon) spielte mit Claus Heuft das Adventslied „Es kommt ein Schiff geladen“, woran sich zum Duett „Morgen kommt der Weihnachtsmann“ Danielle Radermacher anschloss. Beim folgenden Auftritt des Musikvereins (Leitung Albert Justen) ging es noch adventlich zu: „Wir sagen euch an den lieben Advent“ (H. Rohr, bearb. P. Züll), „Transeamus usque Bethlehem“ ( J. Schnabel, bearb. P. Züll) und „Vivaldis Winter“, einem Thema aus den „Vier Jahreszeiten“ von Antonio Vivaldi. Nun kam der GV Concordia unter der Leitung von Bernd Heilig an die Reihe. „Dona nobis pacem“, „Wir freuen uns, es ist Advent“ (Klaus Heizmann) und „Brecht auf, macht euch bereit“ (Text: D. Eisert, Melodie: A. Link und bearbeitet von Thomas Stapf) zogen die Zuhörer in ihren Bann. Auch der Kirchenchor Cäcilia unter der Leitung von Claus Heuft blieb bei seinem ersten Auftritt noch adventlich. „Ave Maria zart“ im Satz von Franz Philipp, „Übers Gebirg Maria geht“ von Johann Eccard sowie „Ich steh an deiner Krippen hier“ von J. S. Bach. Die beiden Debütantinnen Cora Möthrath und Danielle Radermacher eröffneten den eher weihnachtlichen zweiten Teil mit „Was soll es bedeuten“ und „Fröhliche Weihnacht überall“. Der GV Concordia folgte mit „Lichterzeit-Freudenzeit von Klaus Heizmann und „Tebja Pajom“, einem altrussischen Kirchengesang von D. Bortnianski, dem auch das berühmte „Ich bete an die Macht der Liebe“ zu verdanken ist, in einem Satz von H.-J. Rolf. Der Cäcilienchor hatte sich für den weihnachtlichen Teil eine Weihnachtsmotette von Friedrich Silcher und „Freut euch all“ nach dem in Großbritannien und den USA berühmten „Joy To The World“ von Georg Friedrich Händel, Satz: Jacob Bürthel ausgesucht, bevor die Sänger mit „Weihnacht, frohe Weihnacht“ aus "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ (Musik: Karel Svoboda, Text: Marc Hiller und Satz: Pasquale Thibaut) die Zuhörer begeisterten. Den Abschluss des 90 Minuten dauernden Konzertes übernahm der Musikverein Bell mit drei Medleys, in denen auch populäre weltliche Weihnachtsmelodien Platz fanden. Zum Schluss bedankte sich German Heuft bei Mitwirkenden und Zuhörern und überreichte den Dirigenten ein Präsent. Mit „Tochter Zion“ (G.F. Händel) für alle Konzertteilnehmer endete ein schönes Adventskonzert. Mittlerweile wurde auch die „Kollekte“ gezählt, denn statt eines Eintritts konnten die Zuhörer für die Anschaffung eines neuen Altarmikrofons spenden. Satte 314,90 Euro konnten die Musiker der Pfarrei überreichen.

Die Mitwirkenden boten besinnliche und weihnachtliche Melodien. Foto: privat

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