Gutes aus dem Sinnesgarten im Marienstift Mendig
Bewohner ernten die Früchte ihrer Arbeit
Mendig. Der Sinnesgarten des Marienstiftes hält ein breit gefächertes Angebot für alle Bewohner und Gäste des Hauses bereit. So können die Senioren über unterschiedlichen Bodenbelag den Garten gehen, sie können aber auch die unterschiedlichsten Naturmaterialien - Sand, Steine, Holz oder Wasser - ertasten oder an den Küchenkräutern riechen, um damit ihre Sinne zu stimulieren. Windspiele können beobachtet und über die auf Stein geschriebenen Sinnsprüche nachgedacht werden. Es ist aber auch möglich, dass die Senioren auf Bänken eine Rast einlegen und die Seele baumeln lassen. Die Sitze sind so positioniert, dass sie in Sichtweite sind und der Bewohner einschätzen kann, ob er sich die Distanz zumuten kann.
Sinnesgärten sind Gartenanlagen, die mit therapeutischem Anspruch für spezielle Personengruppen angelegt werden, sie stellen auch zunehmend einen notwendigen Bestandteil für die Außengestaltung von Altenheimen dar.
Viele Bewohner hatten früher einen eigenen Garten, der ganz einfach zu ihrem Alltag gehörte. Der Sinnesgarten schafft so eine vertraute Umgebung in unserer Einrichtung. Unter dem Thema: Sinfonie der Sinne fanden in den vergangenen Jahren immer wieder kleinere Konzerte statt. Ein Krippenweg, der die Bewohner einlud, die verschiedensten Krippen bei einem Rundgang zu bestaunen, war auch eine Besonderheit. Seit dem Sommer beleben neue Glaskugeln den Garten.
Und nun galt es, in diesem Jahr die selbst gepflanzten und gut gehegten Kräuter und Tomaten zu ernten und zu verkosten. Stolz präsentierten die beiden für die Tomatenpflanzen verantwortlichen Bewohner allen anderen ihre Ernte. Deren Gießen und Pflegen hatte sich gelohnt, die Tomaten waren aromatisch und herrlich im Geschmack, so die einhellige Meinung der Mitbewohner des Marienstiftes.
