Marienstift Mendig hatte ein „kleines“ Jubiläum
Bewohner feierten 105 Jahre „Klösterchen“
Mendig. Mit einem „Hoch soll es leben“ begann die kleine Jubiläumsfeier am Dienstag in der Altenhilfeeinrichtung im oberen Stadtteil.
Die Bewohner brachten gemeinsam mit dem Sozialen Dienst, der Pflegedienstleitung und der stellvertretenden Heimleitung dem Marienstift ein Ständchen. Mit einem Glas Sekt prosteten sich dann alle herzlich zu und verweilten den Vormittag in der Aula, der untermalt wurde durch Violinenklängen von Juliane Rülke.
Nach einem kurzen Rückblick in die Geschichte des Altenheimes durch Jutta Syré-Gross, erfuhren manche neue Bewohner und manche Nichtmendiger viel über die Stiftung der Familie Deuster und die segensreiche Arbeit der Ordensschwestern und der damaligen und jetzigen Träger. Die Obermendiger Bewohner bereicherten den Bericht über die vergangene Zeit mit eigenen Erlebnissen und Anekdötchen. Denn sie alle sind hier zur Kinderbewahranstalt gegangen, hatten später die Nähschule besucht oder die Krankenstation bei Knochenbrüchen und leichten Verletzungen in Anspruch nehmen müssen. Ein Bewohner, ein ehemaliger Messdiener, der in der in seiner Jugendzeit im „Klösterchen“ Dienst tat, kannte noch die Namen und auch die ein oder andere Eigenart von einigen Ordensschwestern.
Vor 105 Jahren
Genau am 4. Juni 1908 kamen die ersten Schwestern der Ordensgemeinschaft der Armen Dienstmägde Jesu Christi aus Dernbach und eröffneten eine Krankenpflegestation und das Pflegeheim in dem von Frau Maria Deuster gestiftetem Haus in der Fallerstraße. 14 Tage später öffneten die Nähschule und die Kinderbewahranstalt ihre Türen. Viele Ordensschwestern und Hausgeistliche, Altenpflegerinnen und Mitarbeiter /innen aus den Bereichen Küche, Technik, Wäscherei, Verwaltung und Sozialen Dienst erfüllten und erfüllen seitdem ihren Dienst am alten, pflegebedürftigen und kranken Menschen. Die Bewohner wissen sich zu Dank verpflichtet für den aufopfernden Einsatz des Personals und sangen ihnen zu Ehren und auch zu Ehren der Namensgeberin der Einrichtung ein Marienlied. Und mit diesem Loblied: Wunderschön prächtige endete die kleine Jubiläumsfeier in der Aula.
