Politik | 27.02.2014

Geldspende für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge

Bürger der Verbandsgemeinde Mendig sammelten 4.290,16 Euro

Die Geschäftsführerin des Volksbund-Bezirksverbands Koblenz, Bettina Hörter, Verwaltungsfachwirt Sachgebiet Volksbund im Rathaus, Thorsten Mintgen, Ingeborg Frank sowie der Volksbund-Beauftragte für Mendig Gerald Frank und Bürgermeister Jörg Lempertz bei der symbolischen Scheckübergabe im Rathaus Mendig (v. l.). privat

Mendig. Den stolzen Betrag von 4.290,16 Euro konnte Bürgermeister Jörg Lempertz dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. und dessen Helfern im Rathaus übergeben. Der ehrenamtliche Volksbund-Beauftragte in Mendig, Gerald Frank, nahm stellvertretend den Scheck aus den Händen des Bürgermeisters dankend entgegen. Lempertz dankte den Helfern mit den Worten: „Ohne das Engagement vieler Bürgerinnen und Bürger in der gesamten Verbandsgemeinde Mendig ist so eine Sammelaktion nicht möglich, dafür sage ich herzlichen Dank an Sie alle.“ Die Haus- und Straßensammlung wurde im Bereich der VG Mendig federführend vom Volksbund-Beauftragten Gerald Frank organisiert und koordiniert sowie von engagierten Bürgern der Verbandsgemeinde durchgeführt.

Die Geschäftsführerin des Volksbund-Bezirksverbandes Koblenz, Bettina Hörter, fand lobende Worte für den Volksbund-Beauftragten Frank. „Wir sind froh darüber, dass es Menschen gibt, die sich vor Ort um die Belange der Kriegsgräber und deren hinterbliebene Opfer und Opferfamilien kümmern. Mein Dank gilt auch allen Helfern, die hier den Erlös gesammelt haben. Auch geschichtlich sind wir verpflichtet, die Aufarbeitung der beiden schrecklichen Weltkriege mit der heranwachsenden Generation zu erörtern.“

Seit über neunzig Jahren widmet sich der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. der Aufgabe, die Gräber der deutschen Kriegstoten im Ausland zu erfassen, zu erhalten und zu pflegen. Der Volksbund betreut Angehörige in Fragen der Kriegsgräberfürsorge, er berät öffentliche und private Stellen, er unterstützt die internationale Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Kriegsgräberfürsorge und fördert die Begegnung junger Menschen an den Ruhestätten der Toten.

Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs beschlossen am 10. September 1919 acht Männer in Berlin die Gründung einer deutschen Kriegsgräberorganisation. Unter ihnen waren der Architekt Heinrich Straumer, der bereits gegen Ende des Kriegs in der Gräberbetreuung tätig gewesen war, und Siegfried Emmo Eulen, der während des Kriegs in Polen und in der Türkei die Errichtung und Betreuung von Kriegsgräberstätten organisiert hatte. Am 16. Dezember wurde der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. unter Berufung auf Artikel 224 des Vertrags von Versailles gegründet. Erster Präsident war Oberst a.D. Joseph Koeth (bis 1923). Am 23. August hatte Eulen den Entwurf für die Statuten einer „Internationalen Kriegsgräberfürsorge“ verfasst.

Als ihr Sitz war Genf vorgesehen, um eine enge Zusammenarbeit mit dem Völkerbund zu ermöglichen. Diese Pläne wurden jedoch nicht verwirklicht. Die damalige Reichsregierung war weder politisch noch wirtschaftlich in der Lage, sich um die Gräber der Gefallenen im Ausland zu kümmern. Heimkehrende Soldaten, Hinterbliebene der Opfer und andere Bürger suchten nach Wegen, um diesen von vielen als unerträglich empfundenen Zustand zu ändern. In Sorge um die Kriegsgräber im Ausland hatten sich in Deutschland bereits einige Organisationen gebildet, die sich um Grabpflege und Erteilung von Auskünften an Angehörige bemühten. So gab es in Bayern seit dem 14. September den „Deutschen Kriegsgräber-Schutzbund“, in Braunschweig den „Verein zur Erforschung und Erhaltung Deutscher Kriegsgräber e. V.“, in Salzwedel die „Deutsche Kriegsgräber-Interessenten-Vereinigung“ und in Hagen (Westfalen) den „Bund Heimatdank“.

Der Sitz des Volksbunds befindet sich in Kassel. Schirmherr ist der jeweils amtierende Bundespräsident.

Der Präsident des Volksbunds, der die Beschlüsse umsetzt und die Geschäfte des Bundesvorstands leitet, ist seit dem 12. Oktober 2013 Markus Meckel. Der Bundesvorstand führt die Geschäfte des Volksbunds. Die Mitgliederversammlung im Sinne des Vereinsrechts heißt Bundesvertretertag.

In jedem Bundesland der Bundesrepublik Deutschland gibt es einen Landesverband, weitere Untergliederungen sind 24 Bezirks-, 295 Kreis- und 4.903 Ortsverbände. Innerhalb der Landesverbände gibt es Jugendarbeitskreise (JAK) von Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die von den hauptamtlichen Jugendreferenten betreut werden. Die 14 Jugendarbeitskreise engagieren sich in der Gräberpflege, Leitung der internationalen Workcamps und in der Öffentlichkeitsarbeit.

Pressemitteilung der

Verbandsgemeinde Mendig

Die Geschäftsführerin des Volksbund-Bezirksverbands Koblenz, Bettina Hörter, Verwaltungsfachwirt Sachgebiet Volksbund im Rathaus, Thorsten Mintgen, Ingeborg Frank sowie der Volksbund-Beauftragte für Mendig Gerald Frank und Bürgermeister Jörg Lempertz bei der symbolischen Scheckübergabe im Rathaus Mendig (v. l.). Foto: privat

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