Politik | 06.06.2015

Innenminister Roger Lewentz kam nach Unwetterschäden auf dem Festivalgelände von Rock am Ring zur Pressekonferenz nach Mendig

 " Das Konzept hinsichtlich der Sicherheit der Veranstaltung ist aufgegangen!"

 " Das Konzept hinsichtlich der Sicherheit der Veranstaltung ist aufgegangen!"

 

Mendig. Da das schwere Unwetter in der Nacht vom 05. auf 06. Juni auch auf dem Festivalgelände von Rock am Ring in Mendig seine Spuren hinterlassen hatte, wurde von den Verantwortlichen am Samstagvormittag eine Pressekonferenz einberufen,  bei der Polizeipräsident Wolfgang Fromm, Polizeidirektor  Gerd Bertram, Innenminister Roger Lewentz, Veranstalter Marek Lieberberg, VG-Bürgermeister Jörg Lempertz, Marten Pauls und die  leitende Notärztin Dr. Kuhn Rede und Antwort standen.

Zunächst konstatierte der Veranstalter Marek Lieberberg, der Tag und Nacht auf dem Festivalgelände weilt: "Nachdem wir in der vergangenen Nacht gleich von drei schweren Gewittern überrascht wurden, war zunächst nicht klar, in wie weit das Gelände in Mitleidenschaft gezogen wurde. Das erstes Gewitter begann um 1.00 Uhr, gefolgt von einem zweiten Gewitter nach 2.00 Uhr. Zu diesem Zeitpunkt habe ich gemeinsam mit Polizeidirektor Gerd Bertram die Fans gebeten, sich in die Zelte zu begeben. Alles ging ruhig und gesittet vonstatten. Derzeit helfen alle mit, dass das Programm wie geplant weiterlaufen kann. Wie bereits berichtet, hat es Verletzte gegeben, wobei die Meldungen über Schwerverletzte und/oder Tote absolut falsch sind", so Marek Lieberberg, der im Hinblick auf die Falschmeldungen um eine sachliche Berichterstattung bat. Wörtlich sagte er: "Meldungen über Horrorunwetter sind völlig falsch und nicht zielführend. Für Katastrophenmeldungen ist hier kein Platz!"

VG-Bürgermeister Jörg Lempertz fasste die Gesamtsituation des vergangenen Abends und der Nacht noch einmal zusammen und teilte mit, dass es allen Verletzten gut gehe und dass sie schnellstmöglich aus dem Krankenhaus entlassen würden. Es werde eine Hotline eingerichtet, unter der die Angehörigen sich nach dem Befinden der Verletzten erkundigen könnten. 

Die leitende Notärztin der DRK-Leitstelle, Dr. Kuhn berichtete: "Es gab 33 Verletzte, die auf die umliegenden Krankenhäuser verteilt wurden und dort überwacht werden." Acht Personen, die beim ersten Blitzeinschlag auf dem Festivalgelände verletzt wurden, können nach den Worten von Frau Dr. Kuhn evtl. noch heute, spätestens jedoch morgen entlassen werden. "Bei den restlichen 25 Verletzten kann auch gesagt werden, dass es allen den Umständen entsprechend gut geht und sie schon bald entlassen werden können", so die leitende Notärztin wörtlich.

Polizeidirektor Bernd Bertram unterstrich in seinem Statement die enge Zusammenarbeit mit den Behörden, der Security und dem Veranstalter. Alle Blitzeinschläge hätten außerhalb der Spielzeiten stattgefunden, sagte er und fuhr fort: "Nach dem ersten Einschlag bei der Vulcano-Stage beruhigte sich die Wetterlage wieder, sodass die Crater-Stage weiter bespielt werden konnte. Es bestand ein sehr enger Kontakt zu allen Verantwortlichen. Um 2.15 Uhr stand fest, dass eine zweite Zelle über dem Gelände zu erwarten war."  Marek Lieberberg und  Bertram beendeten das auf der Crater-Stage stattfindende Konzert und boten allen Besuchern an, die blitzgeschützten Großzelte aufzusuchen. Das angekündigte Gewitter zog jedoch vorbei, allerdings traf um 3.40 Uhr eine erneute Gewitterzelle das Gelände und führte zu weiteren Einschlägen in den Campingbereichen. Dabei wurden 25 Personen verletzt. 

Innenminister Roger Lewentz, der am Samstagmorgen informiert worden war und sofort Kontakt mit der Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, Malu Dreyer aufnahm, sagte: "Alles deutet darauf hin, dass höchst professionell gehandelt und reagiert wurde. Wetter kann man nicht beeinflussen, aber die Verantwortlichen hatten jederzeit die Lage im Griff. Das Konzept hinsichtlich der Sicherheit der Veranstaltung ist aufgegangen, alles hat erstklassig funktioniert!" Der Innenminister hob in diesem Zusammenhang ganz besonders die reibungslose Zusammenarbeit aller Verantwortlichen hervor.  Auch Marek Lieberberg dankte den Ordnungskräften und der Einsatzleitung für deren besonnenes Verhalten bei dem Einsatz in einer Grenzsituation. 

Zum aktuellen Stand am Samstagvormittag berichtete der Geschäftsführer von Campo Event Engeneering, Marten Pauls: "Der Boden hat die Regenmassen gut aufgesaugt. Der Fahrverkehr wurde zunächst eingestellt, um den Boden zu schonen, ist aber inzwischen wieder aufgenommen worden, um die Reinigung, die Stromversorgung und sanitäre Situation sicherzustellen." Auf die Frage, ob die Bühnen aus produktionstechnischer Sicht in Mitleidenschaft gezogen worden seien, sagte er, einige Planen seien gerissen, jedoch schon wieder repariert. "Die Bühnenverkleidungen sind betroffen und beschädigt, aber es gab keinen Stromausfall oder größere Beschädigungen. Im Backstage-Bereich hat es die Küche getroffen, aber auch das wird schnellstens repariert."

Da die Vorhersage am Samstagvormittag eine stabile Wetterlage prophezeite, wurde für den weiteren Verlauf des Festivals grünes Licht gegeben. FRE

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