Allgemeine Berichte | 13.09.2015, 13:30 Uhr

VOBA-Mitgliederforum zum Thema „Sicherheit“ zog viele Besucher nach Ettringen

Den „Nerv der Zeit“ getroffen

Volles Haus: Über 120 VOBA-Kunden interessierten sich für die Sicherheit. BS
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Ettringen. Da hatten die Macher der Volksbank RheinAhrEifel im wahrsten Sinne des Wortes „ins Schwarze“ getroffen. Bei der in Ettringen stattfindenden Veranstaltung im Rahmen des VOBA-Mitgliederforums platzte der altehrwürdige Kaisersaal fast aus allen Nähten. Über 120 interessierte Gäste hatten den Weg zur Info-Veranstaltung gefunden, um dann an den von Wirtin „Luzi“ toll eingedeckten Tischen Platz zu nehmen. Man merkte sofort: Das Thema des Abends, bei dem es um die „Sicherheit des Eigentums“ ging, ist „in“ und steht hoch im Kurs. Darum konnte VOBA-Markt-Direktor, Oliver Engels in seiner Begrüßung auch mit Recht feststellen: „Wir haben in unserem heutigen Forum den Zahn der Zeit getroffen“.

Für die informativen Themenbereiche begrüßte er zwei hochrangige Referenten: Zum einen Kriminalhauptkommissar Wolfgang Schmitz vom Polizeipräsidium Koblenz, der eine Reihe von Anregungen und Tipps im Gepäck hatte, wie man seine Wohnung einbruchsicher machen und damit sein Eigentum besser schützen kann. Zum anderen den Bezirksdirektor der R+V Versicherung, Dominik Sannwaldt, der wertvolle Hinweise zum Versicherungsschutz abgab, damit man bei einem eventuell doch stattfindenden Einbruch oder einem Einbruchversuch wenigstens vor materiellen Verlusten verschont bleibt.

„Wir haben zur Zeit über 84.000 Mitglieder. Und die versuchen wir in vielen Sparten zu informieren. Ob nun in der ‚Unternehmer-Akademie‘, im ‚eTresor‘, beim ‚Pflegeleitfaden und der Notfallmappe‘, beim ‚VR-Haushaltsservice‘ oder wie jetzt beim aktuellen Thema ‚Sicherheit‘“, informierte der Bankfachmann Oliver Engels.

Dann kam der Auftritt des Profis in Sachen Einbruchvermeidung. Wolfgang Schmitz konnte wahrlich aus dem polizeilichen „Nähkästchen“ informieren, denn er sieht sich berufsbedingt täglich mit diesen Problemen konfrontiert.

Zahl der Wohnungseinbrüche steigt kontinuierlich

Eines steht jedenfalls fest: Die Zahl der Wohnungseinbrüche in Deutschland steigt kontinuierlich an. Im vergangenen Jahr hat es so viele Wohnungseinbrüche gegeben wie zuletzt vor 16 Jahren. 152.000 Fälle wurden laut Kriminalstatistiken der einzelnen Bundesländer im Jahre 2014 polizeilich erfasst, das entspricht einem Zuwachs von fast zwei Prozent zum Vorjahr. Die Aufklärungsquote beträgt aufgrund teils spezifischer Tätergruppen nur 15,9 Prozent. Vorbeugen ist also wichtiger denn je. Und es gibt zahlreiche Möglichkeiten, sich wirksam vor einem Einbruch zu schützen. Schmitz zeigte die Historie auf, beantwortete Fragen wie „Was passiert in Deutschland?“, „Wie passiert ein Einbruch?“, „Wie sind die statistischen Zahlen?“, oder er räumte Vorurteile aus wie „Mir passiert schon nichts“ oder „Ich hab doch nichts“. Zur Sicherung an eigenen Objekten zeigte der Kriminalprofi auf Großbildwand technische und mechanische Sicherungsmaßnahmen, dazu Filme mit Beispielen „wie man es machen soll, und wie man es nicht machen sollte“.

Schmitz bot den Besuchern an, eine kostenfreie Beratung durchführen zu lassen. Die Beamten suchen dann die Personen, die dies möchten, zu Hause auf, beobachten und prüfen „vor Ort“ an deren Eigentum, um eventuelle Schwachstellen erkennen zu können. Beraten wird über eine Nachrüstung, über diverse Sicherheitssysteme, den Schutz innerhalb der Fensterscheiben, Zusatzschlösser, Mehrfachverriegelung, Türspaltsperren, Querriegelschlösser, Türspion, Beleuchtung und vieles mehr.

Dabei ist besonders zu beachten, wenn man das Haus verlässt: 1. Haustüre unbedingt abschließen; 2. Fenster, Balkon- und Terrassentüren immer verschließen; 3. Schlüssel niemals draußen verstecken; 4. bei Schlüsselverlust den Schließzylinder auswechseln; 5. auf Fremde in der Wohnanlage oder beim Nachbarn achten; 6. keine Hinweise auf Abwesenheit geben. „Jede kriminalpolizeiliche Beratungsstelle wird Sie kostenlos beraten“, so Wolfgang Schmitz zum Abschluss, ehe er viele Fragen der Gäste innerhalb einer regen Diskussion fachmännisch beantwortete.

„Vorsorge ist besser als Nachsorge“

Was alles versicherungstechnisch passieren kann, darüber informierte der R+V Bezirksdirektor Dominik Sannwaldt ausführlich und frei nach seiner Prämisse: „Vorsorge ist besser als Nachsorge“. Sein Tipp in puncto Hausratversicherung: den „Hausrat“ dokumentieren durch Bilder oder Anschaffungsbelege, Inventarliste sowie Rechnungen. Und natürlich ist das Einschalten der Polizei sehr wichtig. Dann heißt es oft von den Geschädigten: „Was soll’s, ich bin ja versichert“. Aber was ist mit den ideellen Werten? Oder wie reagiert die Versicherung bei grober Fahrlässigkeit des Versicherungsnehmers? Denn es gibt es die Möglichkeit, die große Gruppe der Fahrlässigkeit auszuschließen. Auch in diesem Fall hatte der R+V Fachmann die richtigen Antworten parat.

Jedenfalls saßen viele Besucher noch lange bei von der VOBA bereitgestellten kühlen Getränken und lukullischen Köstlichkeiten zusammen, um zu diskutieren - natürlich über die eigene Sicherheit und den optimalen Schutz des Eigentums.

Kriminalhauptkommissar Wolfgang Schmitz war einer der Referenten.

Kriminalhauptkommissar Wolfgang Schmitz war einer der Referenten.

Volles Haus: Über 120 VOBA-Kunden interessierten sich für die Sicherheit. BS

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