SG Eintracht Mendig/Bell entschied das dritte offene Fußball-Verbandsgemeindeturnier für sich
Der Gastgeber verteilte keine Geschenke
Mendig. Als schlechter Gastgeber erwies sich die SG Eintracht Mendig/Bell beim dritten offenen Fußball-Verbandsgemeindeturnier um den Intersport-Krumholz-Cup in der Kreissporthalle an der Fallerstraße in Mendig. Im Finale behielt der Rheinlandligist gegen die Reserve des SC Fortuna Köln nach einmal zwölf Minuten klar mit 5:1 die Oberhand und strich die 500 Euro Siegprämie ein. Die Domstädter mussten sich mit 200 Euro begnügen. Auch im kleinen Finale verteilte der Gastgeber keine Geschenke: Die zweite Mannschaft der SG Eintracht Mendig/Bell setzte sich gegen die SG Wehr/Rieden/Volkesfeld, neben der SG der letzte noch bestehende Fußballverein in der Verbandsgemeinde Mendig, knapp mit 3:2 durch und durfte die Prämie von 100 Euro gleich behalten.
Organisatorisch gab es wenig auszusetzen. „Der Termin hat absolut gepasst, mit 280 Zuschauern war auch die Resonanz in der Bevölkerung da. Mit Blick auf das attraktive Teilnehmerfeld haben der Sportliche Leiter Frank Schmitz, Jugendkoordinator Piet Ahrens und Trainer Wolfgang Müller ganze Arbeit geleistet. Und auch beim restlichen Team möchte ich mich bedanken: Wir können stolz sein, dass wir ein solches Turnier auf die Beine gestellt haben“, freute sich Harald Heinemann, Vorsitzender der SG Eintracht Mendig/Bell. Beim nächsten Turnier, das voraussichtlich am ersten Januar-Wochenende 2016 über die Bühne geht, müsse allerdings die Vorberichterstattung und das Sponsoring verbessert werden, räumte Heinemann ein: „Die Zusage der Verbandsgemeinde, dass wir das Turnier ausrichten dürfen, kam erst vor wenigen Wochen. Das hat uns leichte Probleme bereitet. Ich bin mir aber sicher, dass wir den Intersport-Krumholz-Cup als zweites großes Turnier nach dem Sesterhenn-Cup in Mülheim-Kärlich etablieren können, vor allem nach der Absage des DEKA-Cups in Mayen.“
Dass auch Trainer Müller bei acht Siegen in acht Spielen zufrieden war, versteht sich von selbst. In der Intersport-Krumholz-Gruppe ließ der Gastgeber gegen die SG 99 Andernach (2:1), gegen den TuS Mayen (7:0), gegen die SG Mülheim-Kärlich (3:2), gegen Ata Sport Urmitz (2:1) und gegen Oberligist SpVgg Burgbrohl (3:0) ebenso wenig anbrennen wie in der Zwischenrunde (Viertelfinale) gegen die SG Elztal (5:1), im Halbfinale gegen die SG Wehr/Rieden/Volkesfeld (3:2) und im Finale gegen die Reserve des SC Fortuna Köln (5:1).
In der Volksbank-RheinAhrEifel-Gruppe hatten zuvor der SC Fortuna Köln II, die SG Eintracht Mendig/Bell II, der SC Niederzissen, die SG Elztal, die SG Wehr/Rieden/Volkesfeld und die SG Ettringen/St. Johann die Viertelfinalteilnehmer unter sich ausgemacht. „Wir haben sehr gut harmoniert“, verdeutlichte Müller. „Fünf Jahre lang habe ich eine Cage-Soccer-Halle selbstständig betrieben, da bin ich natürlich ein Verfechter des Bandenfußballs. Ich wollte meinen Spielern die Gelegenheit geben, ihren Spaß am Hallenfußball zu nutzen. Das Reaktionsvermögen und die Spielauffassung werden in der Halle geschult. Was will ich mehr?“
Müller hatte in der Kreissporthalle acht Feldspieler und zwei Torhüter aufgeboten und lediglich auf John Rausch, „meinen besten Hallenspieler“, wegen einer kleineren Verletzung verzichtet. Besonders erfreut zeigte sich der SG-Trainer darüber, dass seine Mannschaft mit Lukas Groß (zehn Treffer) auch den besten Torjäger des Turniers stellte; „Lukas hat draußen viel Pech gehabt. Hier in der Halle hat er bewiesen, was für ein kaltschnäuziger Spieler er sein kann.“ Auf dem Feld kann Groß das wieder ab Mittwoch, 14. Januar, zeigen, wenn Müller um 19 Uhr mit der Vorbereitung auf die restlichen Spiele der Rückrunde startet. Nach der Winterpause geht es am Sonntag, 22. Februar, um 14.30 Uhr an der Brauerstraße gleich mit dem prestigeträchtigen Derby gegen den TuS Mayen weiter. „Bei momentan 27 Punkten brauchen wir noch 15 Zähler, um auf der sicheren Seite zu sein. 42 Punkte sollten wir am Ende schon haben“, blickte Müller ein wenig voraus. „Wir müssen lernen, auch auswärts mal etwas mitzuholen, wenn wir schlechter spielen. Die Defensive hat noch Luft nach oben, das müssen wir peu á peu in den Griff bekommen. Das ist unser persönlicher Lernprozess.“
Die siegreichen Mannschaften stellten sich zum Erinnerungsfoto.
Lukas Groß von der SG Eintracht Mendig/Bell (links) wurde als bester Torschütze des Turniers (zehn Treffer) von Erich Schlich (Zweiter von links), dem Zweiten Beigeordneten der Verbandsgemeinde Mendig, und vom SG-Vorsitzenden Harald Heinemann (Zweiter von rechts) ausgezeichnet. Rechts im Bild der beste Torhüter des Turniers, Talat Begen von Ata Sport Urmitz. Fotos: SK/VG Mendig
