Renaturierung des Laachgrabens hat begonnen
Die Natur dankt es dem Bürger
Mendig. Vor Kurzem war es endlich soweit. Die Renaturierung eines Teilstücks des Laachgrabens konnte in Angriff genommen werden. Nachdem die Behörden (VG, Stadt, KVW, SGD Nord) und Umweltschutzverbände (BUND, Nabu) bereits letztes Jahr Grünes Licht signalisiert hatten, wurde nun mit den Arbeiten begonnen. Beim ersten Abschnitt handelt es sich um eine Strecke von circa 30 Metern parallel zum Parkplatz des Freibades Mendig. Die heimischen Firmen Andres und Barthelmeh stellten neben dem schweren Gerät auch ihr Know-how für die gute Sache zur Verfügung. Ohne Schäden in der umliegenden Vegetation zu verursachen, wurden die Betonschalen von Buddy Barthelmeh persönlich mit chirurgischer Präzision entfernt und in den seitens der Firma Andres bereitgestellten Container verfrachtet. Auch die untere Wasserbehörde der Kreisverwaltung vor Ort vertreten durch Herrn Reiner Oster zeigte sich begeistert von der unbürokratischen, kostenneutralen, Durchführung der Aktion und wünschte allen Beteiligten auch weiterhin viel Freude und Schaffenskraft in dieser Angelegenheit.
Nach Auffassung der Grünen hat ein Bach, aus dem in diesem Teilstück bisher noch nicht einmal Vögel trinken konnten, seinen Namen nicht verdient. Mit dieser Aktion verringert sich die Fließgeschwindigkeit rapide. Die Qualität des Wassers wird verbessert, da nun die aufkommende Ufervegetation ihre natürliche Reinigungsfunktion übernehmen kann. Auch der Fauna werden damit zukünftig neue Lebensräume geschaffen. In Anbetracht der fortgeschrittenen Jahreszeit werden die weiteren Maßnahmen (die nächsten 50 Meter Bachlauf) in den Herbst verlegt. Allen Unkenrufen zum Trotz sei im Übrigen darauf hingewiesen, dass es sich bei dem nun renaturierten Bereich um das ehemalige Bachbett (in dem bereits 1.000 Jahre Wasser geflossen ist) handelt. Somit ist es eher unwahrscheinlich , dass es zu einer dramatischen Versickerung des Wassers kommt. Hier besteht bereits eine alte Bachsohle, sodass sich der Grund in kurzer Zeit wieder verfestigt haben wird. In diesem Zusammenhang muss jedoch auch bemerkt werden, dass es im Bereich des Grabens immer noch zu starken Schwankungen des Wasserspiegels/Zuflusses kommt, und dies Witterungs- bzw. Jahreszeiten unabhängig. Wie es nun zu den immensen Wasserverlusten kommt, bleibt bisher im Dunkeln. Den Sachverhalt endgültig zu klären erscheint den Mendiger Grünen in Zukunft ein wichtiges Anliegen, das nun mit allem Nachdruck verfolgt werden soll.
Pressemitteilung
Bündnis 960/DIE GRÜNEN
Mendig
