Politik | 05.04.2013

Verbandsgemeinde Mendig

„Die schöne Regina, bald ist sie wieder da …“

Die „trinkende“ Kunstfigur kommt wieder nach Mendig zurück

Dank naturgetreuer Nachbildung der Figur kehrt die „Trinkende“ bald wieder an ihren alten Standort zurück. Privat

Mendig. Es heißt: „Frauen und Kunst unterliegen beide der Schönheit.“ Wenn dann noch aus Beidem ein Ganzes wird, quasi Frau als Kunstobjekt, dann ist sie außergewöhnlich schön. So auch eine Kunstfigur, die mit Mendig und Thür in sehr enger Verbindung steht. Sie ist die Namensgeberin der einstigen Quelle Reginaris: Die Rede ist von keiner Geringeren, als von der trinkenden Regina. Kniend nach vorne gebeugt aus einer hohlen Hand trinkend, erinnert sich die Menschen der Region an diese Figur. So stand sie, auch ein halbes Jahrhundert, als eine ganz besondere Figur am Reginarisbrunnen, zwischen Thür und Fraukirch. „Die Trinkende“, eine Figur, erschaffen durch den berühmten Bildhauer Prof. Wenck. Die Plastik, die aus Bronce und Kupfer bestand, hatte durch die Oxidation eine grün-bläuliche Farbe und besaß ein Gesamtgewicht von circa 200 kg. Die „Trinkende“ war nicht nur einige Jahrzehnte lang die Werbefigur der Mineralwasserfirma Reginaris, sondern auch so etwas wie die Schutzpatronin des Mendiger Mineralwassers. Als sie im letzten Jahr entwendet wurde, war die Enttäuschung und die Betroffenheit, in der Bevölkerung groß.

Der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Mendig, Jörg Lempertz, ergriff sodann die Initiative, dieses Wahrzeichen der Region wiederzubeschaffen. Unterstützer aus der Wirtschaft wurden mit der Volksband Rhein-Ahr-Eifel, der Kreissparkasse Mayen und der Firma Peter Frings gefunden, der Kontakt zu einer leistungsfähigen Gießerei aufgenommen, mit dem Grundstückseigentümer eine Vereinbarung geschlossen und der Verbandsgemeinderat erteilte jüngst seine einstimmige Zustimmung zur Auftragsvergabe, die vollständig durch Spenden finanziert wird.

Bürgermeister Lempertz begründete den Beschluss wie folgt: „Die Trinkende steht für eine lange Thürer und Mendiger Tradition und hat zur Zeitgeschichte beigetragen. Sie entwickelte sich im Laufe der Zeit zu einem bekannten Wahrzeichen unserer Heimat. Sie ist einzigartig und als solche wieder in das Geschichtsbild unserer Kommune hineinzunehmen.“ Die Firma Kai Pelikan Metall-Guss GmbH aus Bendorf-Mühlhofen hat den Auftrag zum Guss einer naturgetreuen Nachbildung der Figur „Die Trinkende“ erhalten. Bereits im August dieses Jahres soll die „Trinkende“ mit einem großen Brunnenfest wieder an ihrem alten Standort zurückkehren und dieses Stück Geschichte lebendig forterzählen.

Pressemitteilung

Verbandsgemeinde Mendig

Dank naturgetreuer Nachbildung der Figur kehrt die „Trinkende“ bald wieder an ihren alten Standort zurück. Foto: Privat

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