Karnevalisten stürmten am Freitag die VG Mendig
Dreigestirn hatte große Hilfe an seiner Seite
Zunächst gab es ein „Handgemenge“, dann folgte aber friedliches Beisammensein
Mendig. Einer der Höhepunkte innerhalb der Regentenzeit des Mendiger Dreigestirns, Prinz Peter II., seiner Deftigkeit Bauer Florian, und ihrer Lieblichkeit Jungfrau Buddy, war wohl die Erstürmung der VG Vordereifel am Freitag der vergangenen Woche, genau um 11.11 Uhr. Deren Bürgermeister, Jörg Lempertz hatte sich mit seinen Mannen gut verbarrikadiert, ja man hatte den altehrwürdigen Eingang des Gebäudes sogar mit einer Trutzburg ähnelnden Mauern verkleidet, und die Beller Garde achtete mit „Gewehr bei Fuß“ gemeinsam mit der Riedener Garde akribisch genau darauf, das keiner der Eindringlinge Erfolg vermelden konnte. Eine ganze Armada der Getreuen, der Hochwohlgeborenen, versuchte allerdings an allen Ecken und Enden den Weg in das Gebäude für das Dreigestirn freizumachen. Eine wahre Gaudi, für die anwesenden Gäste ob nun närrische Abordnungen aus den einzelnen Gemeinden der VG Mendig mit ihren Ortschefs oder aber Beigeordnete, VG-Ratsmitglieder, Sponsoren sowie viele Mendiger Bürger. Klar, dass dabei, ob von oben aus des Gebäudes Höhen, oder von unten viele Male, wie als närrische Bekräftigung das „Mendig Ahoi“ erklang. Unter dem Oberbefehl des Dreigestirns standen die Husaren, die Stadtsoldaten Mendig und die Prinzengarde mit Kanonenbewaffnung bereit, um jederzeit „angreifen“ zu können. Und die „Verteidiger“ standen „wohlbehütet“ mit dem VG Chef Jörg Lempertz an den Fenstern seines Dienstzimmers. Von oben konnte man bestens das närrische Prozedere einsehen.
Alsbald ließ das Dreigestirn „Warnschüsse“ abfeuern. Lempertz mahnte seine Gardisten, standfest zu bleiben. Er und seine Crew feuerten Salven von Fußbällen vom Fenster herab. Dann der Befehl von unten: „Feuer aus beiden Rohren“. Doch die Mauern des Bollwerks hielten stand. Gleich lobte Lempertz die Riedener und Beller Erbauer der undurchdringlichen Mauern. Spottrufe für die „Angreifer“ wurden bereits laut: „Die finden wohl nie ein Mittel, um einzudringen“. Aber dann überschlugen sich die Ereignisse. Unzählige Salven, ein wahrer Konfettiregen beruhigte die Zuschauer, zumindest bis Jungfrau Buddy hinter dem Rathaus mit seiner „Geheimwaffe“, einem Bagger auftauchte. Dann steckte die Mannschaft um Prinz Bauer und Jungfrau nochmals, zwecks weiterer Strategien die Köpfe zusammen. Und Jörg Lempertz befürchtete um Schadensanrichtung an seinem 100-jährigen Rathaus. Also einigte sich die Parteien mit der Regelung, dass das Dreigestirn drei Aufgaben erfüllen sollte: Prinz Peter hatte mit viel „Schmackes“, möglichst viele kleine Fußbälle in des Bürgermeisters Fenster zu werfen, Bauer Florian sägte mit ganzer Kraft einen dicken Balken durch, und das, was Jungfrau Buddy zu bewältigen hatte, war der „Hammer“. Das war ZDF „Wetten, dass“ reif. Dieser „Tausendsassa“ schaffte es nämlich, mit seiner Baggerschaufel die Verschlüsse von zehn Mendiger Bierflaschen zu öffnen. Jedenfalls wurden alle gestellten Aufgaben mit Bravour gelöst.
Da stand dem Einzug in das VG Gebäude nichts mehr im Wege. Das Dreigestirn zog mit den Karnevalisten zum Zimmer des Bürgermeisters, der bereits die weiße Fahne gehisst hatte, und kostete mit vielen „Mendig Ahoi Rufen“ dessen Hochprozentiges aus dem Geheimschrank. Ja und da nun Friede, Freude, Eierkuchen herrschte, gab es noch die von allen ersehnte „Siegesfeier“ im „Deutschen Haus“.
Dort hielt Jörg Lempertz für die hohen Regenten eine Überraschung bereit. Er übergab ihnen nämlich die Ehrenmütze, von Künstlerhand aus heimischer Basaltlava geschaffen.

„Hallo ihr da oben - macht uns die Tür auf.“


Prinz Peter hat es geschafft - Er sitzt auf dem Chefsessel.

