Besucherrekord beim neunten Bratapfelsonntag der Werbegemeinschaft VG Mendig -Anzeige
Ein Einkaufsfest für die ganze Familie
Mendig. Zum neunten Mal stand der Bratapfelsonntag in Mendig auf dem Programm, das begehrte Obst bekam Eva Geisen-Schlich noch nie zu essen. Die Gesellschafterin der Firma Mintgen konnte es verschmerzen: „So viel los wie heute war noch nie. Das ist der Hammer. Ich kann das Urteil zwar nur über mein Geschäft abgeben, aber ich glaube, meine Kollegen sehen es ähnlich. Wir kommen immer mehr an unseren früheren Nikolausmarkt heran.“ Nicht nur bei ihr standen die Kunden Schlange, wahre Menschenmassen strömten in die Mendiger Innenstadt und bevölkerten die Geschäfte. Das trockene Herbstwetter mit Temperaturen um die 10 Grad spielte natürlich gerade für die Modegeschäfte mit, speziell auf Winterjacken hatten es die Kunden abgesehen.
Buntes Angebot
Ob Bimmelbahn, Kinderkarussell, die Auto- und Traktorenausstellung sowie Handwerksbetriebe auf dem Marktplatz, Ausstellungen in der Laacher-See-Halle, Angebote der hiesigen Vereine und des Kindergartens oder Live-Musik der Gruppe „Stille & Schmitz feat. Hoppe“ - die Mendiger Geschäftsleute hatten für jeden Geschmack etwas im Angebot. „Gerade Männer nutzen diesen verkaufsoffenen Sonntag, sie müssen nicht in den Garten und sind mit ihrer Familie unterwegs“, verdeutlichte Eva Geisen-Schlich. „Von Montag bis Samstag sind die Frauen allein zum Einkaufen, an solchen Tagen haben sie ihre bessere Hälfte dabei. Von der Resonanz her ist das der beste unserer drei bis vier verkaufsoffenen Sonntage im Jahr.“
Überwältigende Resonanz
Diesem Urteil schloss sich Uli Rawert vom gleichnamigen Geschäft „Optik-Uhren-Schmuck“, der Vorsitzende der im Juni 2013 gegründeten Werbegemeinschaft VG Mendig, an: „Wenn ich das von meinem Geschäft aus betrachte, ist die Resonanz überwältigend. Die Leute lieben es halt, sich für kleines Geld ausreichend verköstigen zu lassen. Sei es durch Crepes, Kuchen oder Fettiges.“ Rawert fand dennoch „ein Haar in der Suppe“ und sucht hier für das nächste Jahr nach Verbesserungsmöglichkeiten: „Wir bedauern, dass von den Firmen, die für die Ausstellungen in der Laacher-See-Halle fest zugesagt hatten, mehr als die Hälfte kurzfristig abgesagt haben. Es waren nur drei von zehn: Da hätten wir die Halle nicht mieten müssen. 2015 sollten sich da einige besinnen.“
Ruck zuck ausverkauft
Für ein kleineres Problem war niemand direkt verantwortlich: Gegen 15 Uhr waren alle 900 Bratäpfel vor dem REWE-Markt in Niedermendig verteilt, die restlichen 100 wurden in „Kütscher’s Backstube“ in Obermendig an den Mann beziehungsweise an die Frau gebracht. Zu dieser Uhrzeit waren beim aus Andernach stammenden Bäckermeister Walter Annasenz (50) noch etwa 40 Bratäpfel, gefüllt mit Marzipan, Rum-Rosinen, Kirschwasser und Mandelstiften, zu haben. Nicht wenige machten sich mit dem Auto auf den Weg Richtung Obermendig. Seit zwei Jahren ist dieser Stadtteil in den Bratapfelsonntag einbezogen, die Veranstaltung muss dort aber noch wachsen. „Wir hatten mit nichts gerechnet, bisher sind aber fast 20 Kunden gekommen, da konnten wir das Geschäft beim besten Willen nicht zulassen“, erklärte Pia Mintgen von der Mintgen Textil GmbH. „Wir müssen im nächsten Jahr noch mehr Werbung machen. Wer verirrt sich schon nach Obermendig, wenn in der Innenstadt s richtig was gebacken ist.“
Eine andere Verteilung oder eine höhere Anzahl an Bratäpfeln könnte als Anziehungsobjekt dienen. „Es bleibt bei 1000, basta“, entgegnete Rawert und schob diesen Plänen einen Riegel vor. Eva Geisen-Schlich kann das egal sein: Sie wird auch 2015 nicht in diesen Genuss kommen.
Der REWE-Markt entpuppte sich als besonderer Anziehungspunkt: Hier wurden 900 der begehrten Bratäpfel verteilt.
Im Spielwarengeschäft Waldecker waren die Kunden auf der Suche nach ersten Weihnachtsgeschenken.
In der Laacher-See-Halle wurde schon die erste Adventsdekoration angeboten.
Der Vorsitzende der Werbegemeinschaft VG Mendig, Uli Rawert (Mitte), hat unter dem Motto „RawertRockt Mendig“ eine spezielle Brillen-Kollektion entwerfen lassen. Verbandsbürgermeister Jörg Lempertz (links) und Stadtbürgermeister Hans-Peter Ammel bekamen ein erstes Exemplar. Fotos: SK
