In Mendig wurde das Fest der Vielfalt ins Leben gerufen
Ein deutliches Zeichen für mehr Toleranz
aus Kottenheim
Wie aus einem Nebeneinander ein echtes Miteinander werden kann
Mendig. Mittlerweile 9000 Menschen leben in Mendig im Landkreis Mayen-Koblenz. Mendig ist eine lebenswerte und offene Stadt, in der Menschen unterschiedlicher Herkunft, unterschiedlicher Kulturen, unterschiedlicher Religionen und unterschiedlicher Lebensweisen miteinander leben. Diese Vielfalt bereichert die Gemeinschaft und macht das Zusammenleben stark. Damit aus einem Nebeneinander ein echtes Miteinander wird, braucht es jedoch Begegnungen, Gespräche und gemeinsame Erlebnisse. Aus diesem Grund wurde am Sonntag von 11 bis 18 Uhr rund um die evangelische Kirche in der Heidenstockstraße das „Fest der Vielfalt“ ins Leben gerufen.
„Mit dieser Aktion wollen wir in Zusammenarbeit mit der Stadt Mendig ein Zeichen für Toleranz setzen. Wir wollen nicht gegen etwas sein, sondern stehen für ein buntes Mendig“, erklärte Ivette Mittler, die wie viele andere Menschen auch dieser engagierten Gruppierung angehört. „Es ist schon der Wahnsinn, was hier auf die Beine gestellt wurde“, lobte Stadtbürgermeister Achim Grün. „Natürlich steckt viel Herzblut dahinter, ansonsten wäre eine solche Veranstaltung nicht möglich gewesen.“ Grün kann sich gut vorstellen, dass es im nächsten Jahr eine zweite Auflage geben wird.
„Unser Ziel war es, Menschen zusammenzubringen, Vorurteile abzubauen und den gesellschaftlichen Zusammenhalt in unserer Stadt zu stärken. Über Musik, Tanz und Kulinarik aus verschiedenen Ländern und Kulturen sowie zahlreichen Mitmachangeboten für Erwachsene und Kinder wollten wir einen Raum schaffen, in dem Begegnung, Austausch und gegenseitiges Kennenlernen stattfinden können“, verdeutlichte Mittler.
Ein besonderes Anliegen der Veranstalter war es, dass alle Bürger (unabhängig von ihren finanziellen Möglichkeiten) teilnehmen konnten. Deshalb waren sowohl das gesamte Bühnenprogramm als auch sämtliche Mitmachangebote kostenfrei. Für ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm sorgten unter anderem die Gruppen „Tanzen mit Herz“, „Big Hands“, „John Virtue“ und „Biro and Friends“. Besonders das „Afrikanische Trommeln“ mit Biro Ibhrahima Diakhaté begeisterte die Besucher. Der Mann, der in der senegalesischen Hauptstadt Dakar geboren wurde, lebt seit mittlerweile 30 Jahren in Deutschland und gibt den Menschen die westafrikanische Kultur weiter. Im September findet jeweils dienstags und freitags in Ettringen (Am Lunnen 4) der nächste Kurs statt. Weitere Informationen unter 0151/40391022 oder unter www.biro-my.de. (SK)
Westafrikanische Kultur hatte der Senegalese Biro Ibhrahima Diakhaté mit im Gepäck.Foto: SK Foto: Stefan Schmitz
Popcorn darf auf einer solchen Veranstaltung natürlich nicht fehlen. Foto: SK Foto: Stefan Schmitz
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