Karnevalsgesellschaft Obermendig
Ein neues Denkmal für den Platz vor dem Florinshof
Am 12. Juli wird der Gedenkstein aufgestellt
Obermendig. 111 Lenze ist sie inzwischen alt. Die Karnevalsgesellschaft 1903 Obermendig. Und da Jecken bekanntlich ihre Jubiläen anders begehen, ist das 111. Jahr des Bestehens ein besonderer Grund zu feiern. Und die Zahl elf hat einige Bedeutungen. Die Elf soll das Sinnbild der Sünde sein, denn sie überschreitet die Zahl der zehn Gebote. Der Narr stand für die Kirche in seinem Verhalten während der Karnevalszeit außerhalb der religiösen Regeln. Daher wurde mit ihm die Zahl elf verbunden. Dass der Karneval am 11.11. beginnt, hat nach einer Deutung ebenfalls einen religiösen Hintergrund. Der 11. Tag im November hat laut dieser Theorie schon immer den Auftakt zu einer Zeit markiert, deren Höhepunkt die Woche vor Aschermittwoch ist. Denn dieser Tag liegt genau 40 Tage vor Winteranfang, der zeitlich fast mit Weihnachten zusammenfällt. Von Weihnachten bis Mariä Lichtmess, das im Kalender den frühesten Fastnachtstermin markiert, sind es nochmals 40 Tage. Also stellt die Elf eine eng mit dem Narrentum verbundene Zahl dar.
Der Tradition ein Gedenkstein
Mit einer Jubiläumssession und einem Jubiläumsdreigestirn haben die Obermendiger Jecken das Jahr schon begonnen. Am vergangenen Wochenende fand ein Fest für die Mitglieder statt und am Samstag, 12. Juli soll der Höhepunkt nahen. Ein Gedenkstein soll auf die lange Tradition der Obermendiger Faasenacht hinweisen und stellvertretend für alle stehen, die die Obermendiger Fastnacht über diesen langen Zeitraum hinweg aufrechterhalten und gefördert haben. Mit Bildhauer Hans Loosen hat man sich abgestimmt und so wird stellvertretend für die Abteilungen der Karnevalsgesellschaft ein Elferrat, eine Möhn und ein Husar, zusammen mit dem Wahrzeichen der Obermendiger Jecken, Till Eulenspiegel, in Stein gehauen, abgebildet sein.
Der rechte Platz
Los geht es ab 16.30 Uhr und es den Narren eine ganz besondere Freude, dass der Stein offiziell eingesegnet wird. Der Festausschuss hat sich Gedanken gemacht wo der Stein am besten hinpassen würde. Wo wäre ein besserer Ort als der, bei dem jährlich die Fastnachtssession ihr Ende nimmt, wenn am Ende des Veilchendienstags die Fastnachtspuppe ihren Geist aufgibt und in Flammen für das während der Session Getane büßen muss. Am Platz vor dem Florinshof beziehungsweise Hirschbrunnshof. Alle Narren aus nah und fern und die gesamte Bevölkerung sind herzlich eingeladen, bei der Enthüllung dabei zu sein. Für das leibliche Wohl ist bestens gesorgt.
