Ein Überraschungstag in der Kindertagesstätte Thür
Eine Fahrt im Feuerwehrauto
Thür. Ein engagierter Vater, der zudem aktives Mitglied der freiwilligen Feuerwehr Thür ist, nutzte seine freien Tage, um den Kindern der Kindertagesstätte Thür einen Teil seiner ehrenamtlichen Tätigkeit nahezubringen. Das Interesse der Kinder rund um das Thema Feuerwehr ist in allen Altersgruppen in der Kindertagesstätte stets aktuell und schnell geweckt. Sei es durch das plötzliche Hören eines Martinshorns, durch erblickte Fotos in der Zeitung oder im Mitteilungsblatt, durch Rollenspiele in welchen die Kinder selbst zum Feuerwehrmann werden, durch ein entdecktes Sachbilderbuch über die Arbeit der Feuerwehr oder auch durch die Figur des Feuerwehrmanns Sam, der den Kindern durch die Medien bekannt ist und über den sich die Kinder häufig unterhalten. So war die Überraschung für die Kinder riesengroß als vor der Kindertagesstätte ein echtes "Feuerwehrauto" auf sie wartete. In Kleingruppen wurde unter fachkundiger Anleitung das Feuerwehrfahrzeug erforscht. Alle staunten, als gezählt wurde, wie viele Kinder auf den Sitzen des Fahrzeugs Platz fanden und ebenso staunten alle, als durch einen Erkundungsgang rund um das Fahrzeug klar wurde, was sonst noch alles hinein passt: Eine Kelle, Warnwesten, Sauerstoffflaschen, verpackte Atemschutzmasken, eine große Pumpe, lange Schläuche, ein eigenes „Kraftwerk“, Steckdosen, ein großer Scheinwerfer, Schüppe, Axt und „Schaummaschine“,… um nur einiges zu nennen.
Eine Hupe wie ein Nebelhorn
Höhepunkt des Tages war die Fahrt mit dem Feuerwehrfahrzeug, das auch eine Hupe besitzt, die wie das Nebelhorn eines Schiffes klingt. Doch nicht nur das Fahrzeug war hochinteressant. Auch das Thürer Feuerwehrhaus wurde in Augenschein genommen. Zunächst von außen. Zwei große Tore prägen dessen Front und zwischen diesen schmückt der Heilige Florian, Schutzpatron der Feuerwehrleute, die Fassade. Auch das Feuerwehrerkennungszeichen ist zu sehen. Nach dem Öffnen der Tore, durch den Feuerwehrmann und seine Kinderhelfer, ging es schnurstracks zum Ankleideraum für die Feuerwehrleute. Jeder Aktive hat seinen eigenen Platz zur Aufbewahrung seiner Schutzkleidung vom Helm bis zum Stiefel. Dort ist alles super ordentlich, denn es muss im Falle eines Einsatzes schnell gehen.
Ein echter Feuerwehrmann!
Wie wird aus einem Kitapapa nun ein Feuerwehrmann? Na, er braucht seine Schutzkleidung: die Jacke, die Hose, den Helm, die Stiefel… Schon ist die Verwandlung perfekt und die Kinder standen einem echten Feuerwehrmann gegenüber! Anschließend probierten interessierte Kinder ebenfalls Schutzhelm und -Jacke an. Dabei stellten sie fest: „ Eine Jacke ist ganz schön schwer. Ein Helm auch. Und er hat unterschiedliche Visiere/Brillen. Je ein durchsichtiges und ein dunkles Visier. Wobei das Dunkle eindeutig als „cooler“ empfunden wurde.
Was die Kinder entdeckten:
Außerdem fanden die Kinder noch vieles mehr heraus: Es gibt unterschiedliche Feuerwehrhelme, sie unterscheiden sich in Größe, Gewicht und Aussehen. So sind die Helme der Jugendfeuerwehr leichter und haben die Farbe Orange. Die Stiefel stecken schon in der Hose, damit ganz schnell hineingestiegen werden kann, im Notfall. (Ob wir das in der Kita auch so machen sollten?) Feuerwehrleute müssen stark sein, brauchen Kraft und Ausdauer. Nicht nur zum Tragen der schweren Jacken, auch für die schweren Sauerstoffflaschen, Schüppen... und die schweren Rollladentüren des Feuerwehrautos. Darüber hinaus lernten die Kinder, dass im Alter von zehn Jahren jeder der Lust hat, der Jugendfeuerwehr beitreten kann. Es gibt Feuerwehrmädchen und Feuerwehrjungs sowie Feuerwehrfrauen und -männer. Mit dem Telefon und mit dem Handy wird die Nummer 112 gewählt, wenn die Feuerwehr benötigt wird. Außerdem lernten sie, wie das Wasser aus dem Hydrant, der unter einem Deckel auf der Straße versteckt ist, fließt; dass die Feuerwehrleute „angepiepst“ werden, wenn sie zum Einsatz müssen und sie dann alles stehen und liegen lassen müssen, egal was sie gerade tun, ob essen, mit ihren Kindern spielen, arbeiten, schlafen... alles wird sofort unterbrochen.
Schön, dass es die Feuerwehr gibt!
Nun wissen die Kinder auch, dass Feuerwehrleute ganz schön viel wissen und auch sehr schnell handeln müssen, auch um sich selbst und andere zu schützen. Die Kinder waren fasziniert vom Feuerwehrmann Christian, durch den sie an den Überraschungstagen so viel erfahren und gelernt haben. So sind alle Kinder froh, dass es die Feuerwehr gibt!
Die Kinder staunten, wie groß ein Feuerwehrfahrzeug ist und was da alles hineinpasst.
