CDU zu Gast im „Haus Thekla“ - Senioren-Tagespflege Mendig
Eine gute Angebotspalette für hilfebedürftige Menschen
Mendig. Seit mehr als 25 Jahren ist Anke Rheinhold-Braun in der Altenpflege tätig - lange in Seniorenheimen - bis sie entschied, dass sie selber Senioren und ihren Angehörigen ein eigenes Angebot machen will. Die CDU der Verbandsgemeinde Mendig besuchte die engagierte Unternehmerin in ihrer Alten-Tagesstätte in der Bahnhofstraße.
Anke Rheinhold-Braun wollte etwas Neues in der Seniorenbetreuung bieten - und schuf mit dem „Haus Thekla“ die erste privat geführte Senioren-Tagesstätte in Rheinland-Pfalz. Seit drei Jahren betreut sie insgesamt 36 Senioren, die sie liebevoll „Gäste“ nennt, an unterschiedlichen Tagen.
„Nicht jeder Gast kommt jeden Tag, manch einer ist nur ein Mal in der Woche hier, andere mehrmals“, erklärt sie und meint: „Aber nun haben wir unsere Kapazitätsgrenze erreicht, ich kann leider niemanden mehr aufnehmen.“ Die interessierten Zuhörer der CDU Mendig lud sie in die gemütlichen Räumlichkeiten ein, in denen ihre Gäste den Tag verbringen können.
„Wir haben einen strukturierten Tagesablauf, das ist sehr wichtig, vor allem, weil der größte Teil unserer Gäste demenziell verändert ist,“ meint Rheinhold-Braun. Das Haus Thekla öffnet morgens um sieben Uhr, wer nicht selber anreisen kann oder von Angehörigen gebracht wird, der wird vom hauseigenen Fahrdienst abgeholt.
Dann wird erst einmal gemeinsam gefrühstückt. „Im Laufe des Vormittages veranstalten wir eine Zeitungsrunde und bereiten gemeinsam das Essen vor,“ erläutert Anke Rheinhold-Braun, auch die Speisepläne werden gemeinsam erstellt. Nicht alle können gleichermaßen teilhaben, aber die Einrichtung bietet für jeden das Passende:
„Es gibt Ruhebereiche, in die sich derjenige zurückziehen kann, der etwas verschnaufen möchte, aber wir gehen auch gemeinsam mit denen, die nach draußen in den Ort wollen, hinaus.“ Eine derart intensive Betreuung erfordert den Einsatz von vielen Mitarbeitern, im Haus Thekla sind es neun. „Reich werde ich mit dieser Art des Angebotes nicht,“ gibt die Unternehmerin zu, „im Gegenteil, es wird von Jahr zu Jahr schwieriger“. Sie klagt über die sinkende Unterstützung seitens der Kostenträger.
Nichtsdestotrotz ist sie optimistisch. Das beeindruckte die CDU’ler besonders. „Ich bin froh, dass wir hier eine so engagierte Unternehmerin in Mendig haben, die die gute Angebotspalette für hilfebedürftige Menschen bereichert“, sagte CDU-Vorsitzender und Verbandsbürgermeister Jörg Lempertz, der die Einrichtung seit ihrer Entstehung kennt.
Der gute Ruf des Hauses bleibt nicht unbemerkt, und so kommt Hilfe von den Angehörigen, Angebote von Ärzten, die im Haus Visiten durchführen und auch Fußpfleger und Friseure machen mittlerweile Hausbesuche. Die Qualitätsprüfung hat das Haus Thekla mit einem besonderen Lob abgeschlossen: „Die hohen Erwartungen wurden in diesem Jahr erneut übertroffen“. Darauf ist Anke Rheinhold-Braun zu Recht stolz.
Eine zweite Einrichtung ist derzeit in Planung. In Ettringen soll eine weitere Tagesstätte entstehen, um den großen Bedarf ein wenig mehr abzudecken.
Pressemitteilung CDU Mendig
