Politik | 14.09.2015

Veranstaltung der CDU-Seniorengruppe der VG Mendig

Eine lehrreiche und lebhafte Fahrstunde

Die sehr anschaulichen Ausführungen von Fahrlehrer Adi Roth führten zu teils lebhaften Diskussionen. privat

Mendig. Unter dem Thema „Neuheiten in der Vorschriftenlage Straßenverkehr“ trafen sich jüngst nahezu 40 couragierte und jung gebliebene Frauen und Männer der Seniorengruppe der CDU der Verbandsgemeinde Mendig in der Gemeindehalle Thür zu einer äußerst interessanten und lehrreichen Fahrschulstunde.

Der sehr erfahrene Fahrlehrer Adi Roth verstand es, binnen kürzester Zeit die Aufmerksamkeit der anwesenden „Schüler“ zu gewinnen und erhielt immer wieder Applaus auf offener Szene.

Mit dem Vorzeigen eines grauen Führerscheins aus den Anfangszeiten unserer Republik und der Frage, wer denn noch einen solchen besitze, gewann er sofort das Interesse aller Teilnehmer. So hat Roth es vorbildlich verstanden, eben keinen trockenen Vortrag zu halten, sondern er bezog die Damen und Herren in seinen Lehrstoff ein, und es kam zu intensiven Diskussionen.

Alles über Führerscheine

Wer wusste schon, dass die deutschen Polizisten es bei Kontrollen mit insgesamt 110 unterschiedlichen Führerscheinsorten (einschließlich EU-Staaten) zu tun haben können? Wer wusste denn schon, dass es in Deutschland unterschiedliche Verfallzeiten des Führerscheins gibt? Wer kann denn die Bezifferung in seinem Fahrzeugschein richtig deuten? Die neueste aktuelle Verfallzeit des Führerscheins setzt nach 15 Jahren ein. Wer kennt die rechtliche Bedeutung der Wechselkennzeichen? Wer hätte gewusst, dass man sein Fahrzeug von zu Hause aus über das Internet abmelden kann?

Konfrontiert mit solchen Informationen lässt sich denken, dass sich jeweils sehr rege Diskussionen und Auseinandersetzungen ergaben, die nur mit Mühe und Blick auf die zu rasch verrinnende Zeit beruhigt werden konnten.

Mit der zwischendurch von Theo Winkel und dem Thürer Organisationsteam wieder einmal toll vorbereiteten Kaffeepause (es gab den bewährten KuK = Kaffee und Kuchen) entspannte sich die Lage.

Wer hat Vorfahrt?

Die Ruhe endete spätestens, als Adi Roth mit kleinen Filmen und einzelnen Bildern das Thema „Vorfahrt“ eröffnete. Als sodann der „Von-Reth-Platz“ in Mendig angesprochen und über die Pflicht der Betätigung des Richtungsanzeigers gesprochen wurde, schwappten die Wellen der Meinungsäußerungen doch wieder in ungeahnte Höhen. Schließlich verstand es Roth wieder, die Erregung auf den rechtlich richtigen Punkt zurückzuführen. Was war geschehen? Ein paar Anwesende waren der Auffassung, dass man beim Abbiegen aus der Post- in die Pellenzstraße blinken müsse, weil man doch die abknickende Vorfahrtstraße verlasse. Roth stellte dies in Abrede und begründete es mit zwei einleuchtenden Beispielen: Wer von der Pellenz- in die Poststraße fährt, blinkt auch nicht. Wer beim Abbiegen in die Pellenzstraße blinkt, schafft Verwirrung bei dem in der Pellenstraße Wartenden, da dieser der Annahme sein könnte, dass man nach links, in die Verlängerung der Heidenstockstraße abbiegen will. Als Näherungswert wurde der Grundsatz „Wer den natürlichen Straßenverlauf verlässt, muss dies anzeigen“ in die Diskussion eingebracht. Das etwas eigenartig platzierte Beispiel einer abknickenden Vorfahrtsregelung am Friedhof Mendig und die im weiteren Straßenverlauf folgende „Warnbakenregelung“ führte erwartungsgemäß ebenfalls zu lebendiger Diskussion.

An all diesen beispielhaft aufgeführten Sachverhalten, zeigte sich, dass die Veranstaltung einer weiteren Folgestunde bedarf, die sogleich für das Jahr 2016 eingeplant wurde.

Abschließend bedankte sich Theo Winkel bei Adi Roth für die als „einmalig“ zu bezeichnende „Fahrschulstunde“ und allen Anwesenden für die aktive und lebendige Teilnahme.

Nach dem Hinweis auf die nächste Veranstaltung, den Besuch des Polizeipräsidiums Koblenz am 6. Oktober (es sind noch Plätze frei), fand die zeitlich weit überschrittene „Fahrstunde“ ihr Ende, allerdings nicht ohne Fortsetzung der Diskussionen im kleinen Kreis.

Pressemitteilung der

CDU-Seniorengruppe VG Mendig

Die sehr anschaulichen Ausführungen von Fahrlehrer Adi Roth führten zu teils lebhaften Diskussionen. Foto: privat

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