Erinnerung an ehemaliges Marienstift
Fensterbogen aufgestellt
Originalfensterbogen erinnern an das Wirken der Dernbacher Ordensschwestern
Mendig. Vor einiger Zeit wurden im oberen Stadtteil an der Pellenzstraße zwei Tuff-Steine aufgestellt.
Diese beiden Originalfensterbogen stammen aus der Fassade des ehemaligen Marienstiftes in der Fallerstrasse („osem Klüsterche“).
Der eine Stein zeigt eine Pfingstkrone: ein Zeichen alter Pfarr- und Gemeindetradition. Die Pfingstkronen - aus Seide geschaffen - hingen früher zwischen Pfingsten und Fronleichnam in den einzelnen Straßen. Den zweiten Stein zieren drei gekrönte Adlerköpfe: das Wappen des Ritters Johann Bove, der laut Chronik sein Haus mit Turm um 1362 an die Abtei Laach verkaufte und nach Lahnstein zog.
Einige Obermendiger Bürger haben die Initiative ergriffen und die Fensterbogen noch unmittelbar vor dem Abriss des Gebäudes ausgebaut um sie so für die Allgemeinheit zu erhalten und sie somit vor dem zwangsläufig sicheren Transport auf eine Bauschuttdeponie bewahrt.
In Zukunft werden noch weitere Fensterbogen mit den unterschiedlichen Motiven an verschiedenen Stellen im oberen Stadtteil aufgestellt unter anderem auch am ehemaligen Standort von „osem Klüsterche“. So bleibt die Erinnerung an das Marienstift und das Wirken der Dernbacher Ordensschwestern für die Zukunft erhalten.
