Arzt-Patienten-Gespräch der Initiative Region Mittelrhein
Großes Interesse am Gesundheitsseminar „Schlaganfall“
Mendig. Ein Thema, das interessiert - der Schlaganfall. Mehr als 40 Teilnehmer kamen zum Arzt-Patienten-Gespräch der Initiative Region Mittelrhein in die Volkshochschule nach Mendig. Dr. Christian Bamberg, Chefarzt der Abteilung für Neurologie und Klinische Neurophysiologie der Rhein-Mosel-Fachklinik Andernach referierte zu dem Krankheitsbild, das zu einem der wichtigsten Erkrankungen der Neurologie zählt. „Schlaganfälle treten plötzlich auf. Sie kündigen sich leider nicht an“, so Dr. Bamberg. „Die Folgen reichen von leichten, vorübergehenden Lähmungen bis hin zum Vollpflegefall.“ Deshalb sei schnelles und korrektes Handeln so wichtig. „Hier darf sich niemand scheuen, so schnell wie möglich den Notarzt zu verständigen. Dieser wird dann, wenn nötig und möglich den Patienten oder die Patientin in eine der aktuell 23 Spezialkliniken für Schlaganfälle in Rheinland-Pfalz, den sogenannten Stroke-Units, einweisen. Das ist der erste und zunächst wichtigste Schritt!“, so Dr. Bamberg. Sehr gute Chancen für eine Genesung bestehen, wenn der Patient innerhalb der ersten drei Stunden eine Lysetherapie bekommt.
Das Medikament löst die Blutgerinnsel auf. Lähmungen gehen dann schnell wieder zurück und der Pflegefall kann so verhindert werden. Ursache für einen Schlaganfall können Herzrhythmusstörungen der Vorkammer sowie Erkrankungen der Halsgefäße sein. Um das persönliche Risiko zu mindern, sollte das Rauchen eingestellt, der Blutdruck normalisiert und die Cholesterinwerte in einen normalen Bereich gesenkt werden. Abschließend stellte sich Dr. Bamberg den Fragen der Teilnehmer, die er trotz der komplizierten Materie immer wieder sehr verständlich beantworten konnte. Konrad Einig, Arbeitskreisleiter Gesundheit der Initiative Region Mittelrhein, und Ruth Nürenberg von der VHS waren sich einig, dass ein ähnliches Seminar im nächsten Jahr auf jeden Fall wieder angeboten werden sollte.
