Sozial engagierte Jungendliche in Mendig engagieren sich
Hilfe für Flüchtlinge
Bemühen um besseres Verständnis zwischen Bürgern und Flüchtlingen in der Stadt
Mendig. Dass in Mendig derzeit 79 Flüchtlinge (drei Einzelpersonen und 27 Familien) aus Bosnien, Kosovo, Aserbaidschan, Syrien, Afghanistan, Somalia und Algerien wohnen, dürfte vielen Bürgern der Vulkanstadt bislang entgangen sein. Nicht so einer Gruppe von sozial engagierten Jugendlichen aus Mendig und Thür, die sich mit Unterstützung des Pfadfinderstamms „Drache“ aus Thür zum Ziel gesetzt hat, die weit verbreiteten Vorurteile gegenüber den Flüchtlingen abzubauen, indem sie deren Gründe für die Flucht aus dem jeweiligen Heimatland sowie deren aktuelle Lebenssituation transparent machen.
Anlässlich des Weltflüchtlingstages der Vereinten Nationen organisierte die Gruppe am Vormittag einen Infostand auf dem Rewe-Parkplatz und am späten Nachmittag eine Informationsveranstaltung in der Cafeteria des Caritas Zentrums Mendig.
davor sprach „Blick aktuell“ mit den jungen Leuten, die sich anlässlich einer Vorbesprechung in Thür getroffen hatten. Zu der Gruppe zählen derzeit: Kerstin Müller, Clara Jung, Larissa Popanda, Hannah Schwendel, Yoke Balmert, Max Retterath und Marie-Therese Schwall sowie Sebastian Durben, Larissa Klee, Johannes Schwall und Felix Müller. Von den insgesamt elf Personen waren sieben anwesend.
Blick aktuell: „Wissen Sie, wo die Flüchtlingsfamilien wohnen?“
Marie-Therese Schwall: „Einige sind uns bekannt. Wir wissen außerdem, dass die Flüchtlinge dezentral im Stadtgebiet in verschiedenen Wohnungen untergebracht sind.“
Blick aktuell: „Was veranlasste Sie zu Ihren Aktivitäten?“
Yoke Balmert: „Nachdem Sebastian Durben auf Facebook von einer Flüchtlingsfamilie berichtete, die in Lonnig wohnt und abgeschoben werden sollte, habe ich ihn angeschrieben und meine Hilfe angeboten. Als einig Leute aus dem Raum Mayen-Koblenz sich der Sache angenommen- und die Abschiebung verhindern konnte, hatte Sebastian die Idee, dass wir uns mit einigen Freunden zusammenschließen- und den inzwischen auch in Mendig lebenden Flüchtlingen unsere Unterstützung anbieten sollten.“
Blick aktuell: „Macht ihr bei eurer Willkommensaktion Unterschiede zwischen Kriegsopfern und sogenannten Wirtschaftsflüchtlingen?“
Kerstin Müller: „Selbstverständlich gibt es für uns da keinen Unterschied, da ja wohl niemand freiwillig seine Heimat verlässt und dabei eine ungewisse Zukunft in Kauf nimmt.“
Blick aktuell: „Gab es unter euren Freunden auch Gegner eurer Idee?“
Clara Jung: „Nein, aber das lag wohl daran, dass wir nur diejenigen gefragt haben, von den wir wussten, dass sie auch mitmachen würden.“
Blick aktuell: „Was sind denn - außer eurer Info-Veranstaltung am Weltflüchtlingstag - eure Ziele?“
Marie-Therese Schwall: „Fakt ist, dass hier fast 80 Flüchtlinge wohnen und wir das Gefühl haben, dass sich eigentlich niemand für diese Menschen verantwortlich fühlt. Wir haben uns zusammengefunden, um daran etwas zu ändern. Wir wissen zwar noch nicht genau wie, aber die Bereitschaft zur aktiven Hilfe ist bei allen vorhanden. Es wäre für uns schon ein erster Fortschritt, wenn die Flüchtlinge bei unserer Infoveranstaltung von den hoffentlich zahlreich erscheinenden Bürgern herzlich willkommen geheißen würden und vielleicht der eine oder andere sogar initiativ wird.“
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