DVG lässt sich von Burgkopf und Düngerley faszinieren
Hoffeld - Eckpfeiler der Vulkanischen Hocheifel
Mendig. Die traditionelle Mai-Exkursion 2014 der Deutschen Vulkanologischen Gesellschaft führte 60 Gäste in das herrlich gelegene Eifeldorf Hoffeld an der südwestlichen Ahrkreis-Grenze. Was ihnen dort geboten wurde, übertraf bei Weitem ihre Erwartungen.
Burgkopf und Düngerley sind „Vulkan-Zwillinge“ aus dem Tertiär und ca. 30 Mio. Jahre alt. Damals drang nach einer kurzen, heftigen Explosionsphase Magma nach oben und bildete zwei Quellkuppen. Diese erstarrten meilerartig, das heißt, es bildeten sich lange, schmale Basaltsäulen, die gebündelt den Vulkanbau formten. Der Abbau des Basalts begann in der Düngerley und endete 1984 im Burgkopf. Heute befindet sich dort ein ca. 70 m tiefer See. Die Geschichte des Hoffeldes Blaubasalts hat Roswitha Sesterheim genauestens recherchiert und präsentiert sie anschaulich auf Informationstafeln vor Ort. Die DVG’ler wanderten in Kleingruppen, geführt von ihr und ihrer Tochter Anna, Professor Wilhelm Meyer und Walter Müller, im „Hoffelder Vulkangebiet“ und konnten sich neben Maikäfern auch an bereits blühenden Orchideen erfreuen.
Nach dem traditionellen, deftigen Picknick in der Donatushütte führte die DVG-Maitour in die Dollendorfer Kalkmulde. In Dollendorf kamen alle an Steinen Interessierten bei und in der Pfarrkirche voll auf ihre Kosten: Kalkstein mit Brachiopoden, Aachener Blaustein, Kyll-Sandstein, Rechter Stein und herrliche Mertlocher Bodenfliesen.
Die Fahrt führte weiter durch das frühlingsprächtige Ahrtal nach Schuld.
Dieser an faszinierenden Ahrschlingen gelegene Ort bietet einzigartige geologische Strukturen. Hier schlagen die Berge im wahrsten Sinne des Wortes Falten, am Rupenberg, an der Branderhardt und der Spicher Ley. Während die einen staunend vor einer spektakulären Faltenabscherung standen, suchten andere am Ahrufer nach blauen Mariensteinen.
Neben Natur-Bildung und körperlicher Ertüchtigung bot Schuld im Cafè Schäfer seinen Gästen die genüssliche Abrundung dieser rundum gelungenen Mai-Exkursion. Unter der fachkundigen Organisation des Vorstandsmitgliedes Walter Müller wurde auf der Heimfahrt nach Mendig bei Quiddelbach noch ein kurzer Stopp eingelegt, denn die Benmoreit-Pfeiler vom Selberg - Bausteine in Quiddelbach - muss ein DVGl’er gesehen haben.
In Mendig klang dieser herrliche Tag vor „Lempis Kaiserhalle“ harmonisch aus, denn, was an Speis und Trank noch übrig war, musste ja schließlich „vernichtet“ werden.
Fazit: Nur zufriedene Mienen und die Frage, wohin es denn im nächsten Jahr gehen soll.
