Informationsveranstaltung zum letzten Bauabschnitt der Krufter Ortsumgehung
Im September 2014 soll das Großprojekt fertig sein
Nach dem ersten Bauabschnitt, der 2011 fertig wurde, soll der zweite Bauabschnitt in wenigen Wochen beendet werden
Kruft. Jahrzehnte mussten die Krufter auf die Ortsumgehung warten. Im Herbst 2014 ist diese lange Zeit beendet, denn dann soll das Großprojekt komplett fertiggestellt sein, wie jetzt die Projektverantwortlichen während einer Informationsveranstaltung berichteten.
Nach dem Spatenstich im Dezember 2009 und dem ersten Bauabschnitt, der 2011 fertig wurde, soll der zweite Bauabschnitt mit den Brückenbauwerken eins bis drei und dem Kanal bis zum Ende der Baustrecke in wenigen Wochen beendet sein. Dann startet der dritte und letzte Bauabschnitt mit einem Volumen von rund 3,6 Millionen Euro - ein Unternehmen aus Treis-Karden wird für die Ausführung der fünf Bauphasen verantwortlich sein.
Die erste und wichtigste Bauphase (bis Mai 2014) umfasst die Herstellung des Brückenbauwerks im Zuge der verlegten Autobahnanschlussstelle sowie die Erd- und Straßenbauarbeiten von der Nickenicher Straße bis zum Autobahnanschluss. Bei diesen Arbeiten wird der Verkehr auf der Autobahn noch nicht beeinflusst.
Parallel dazu startet im März 2014 (bis Mai) die zweite Bauphase mit den Arbeiten an der neuen Abfahrt von der A61. Hierbei muss die Breite der Fahrbahn auf der Autobahn im Bereich der jetzigen Anschlussstelle reduziert werden.
Richtige Beeinträchtigungen gibt es dann mit der Bauphase drei: Es ist erforderlich, die Anschlussstelle der A61 in beide Richtungen voll zu sperren, damit die bestehenden Auf- und Abfahrten zurückgebaut und die neue Auffahrt in Richtung Süden hergestellt werden kann. Die Vollsperrung der Anschlussstelle soll zwei Monate dauern, umgeleitet wird der Verkehr in dieser Zeit über Mendig und Plaidt.
Mit der Bauphase 4 wird die neue Anschlussstelle der A61 freigegeben; der Verkehr von und zur Autobahn läuft dann bereits über die fertigestellten Teile der neuen Umgehungsstraße: So werden Fahrer aus Richtung Mendig, die zur Autobahn wollen, bereits um Kruft herumgeführt. Der Verkehr, der aus dieser Richtung nach Andernach oder Neuwied will, nutzt weiter die übliche Ortsdurchfahrt. Komplizierter wird es aus der anderen Richtung: Wer aus Richtung Andernach kommend auf die Autobahn in Richtung Süden auffahren will, wird durch den Ort und dann über die neue Umgehung zur Autobahn geführt. Dieses Zwischenspiel soll laut Plan von Juli bis August 2014 laufen.
Die fünfte und letzte Bauphase besteht aus „Angleichungsarbeiten“ am Anschluss an die alte Bundesstraße in Richtung Andernach. In der zweiwöchigen Phase wird es im September des kommenden Jahres wegen einer notwendigen einstreifigen Verkehrsführung eine Ampel geben - man sollte also dann noch einmal mehr Zeit einplanen.
Sollte das Wetter mitspielen, ist die Krufter Umgehung im September 2014 endlich Realität. Ausgeschrieben werden bis dahin noch die Aufträge für die sogenannte Straßenausstattung, also Beschilderung, Markierung und Schutzplanken.
Der Krufter Bürgermeister Rudolf Schneichel (M.) und Bürgermeister Gottfried Busch (2.v.r.) mit Projektverantwortlichen (Landesbetrieb Mobilität, LBM) des Baus der Krufter Umgehung; (l.) der leitende Baudirektor des LBM Bernd Cornely. Foto: WPA