CDU-Politiker aus der Region besuchten die Wasserschutzpolizeistation Andernach
Informationen vor Ort eingeholt
Andernach. Auf Initiative der Landtagsabgeordneten Hedi Thelen aus Plaidt besuchten CDU-Politiker aus der Region die Wasserschutzpolizeistation Andernach. Neben den allgemeinen Aufgaben waren die Politiker auch an aktuellen Vorkommnissen und Delikten sowie an der Zusammenarbeit mit den örtlichen Stellen interessiert.
Am 1. Januar 2011 wurde die Wasserschutzpolizeistation von Neuwied an den heutigen Standort im Andernacher Hafen verlegt. Der Stationsleiter Polizeihauptkommissar Peter Heller bewertet den Standort in Andernach als optimal und die Zusammenarbeit mit der Polizeiinspektion Andernach und der Hafenverwaltung sieht Peter Heller durchweg positiv. Man fühle sich sehr gut aufgenommen und konnte die eigenen Bedürfnisse bei der Gestaltung des Neubaus einbringen. Der Leiter der Wasserschutzpolizei Rheinland-Pfalz, Leitender Polizeidirektor Helmut Oberle, bestätigte, dass es Bestrebungen gibt, auch bei der Wasserschutzpolizei Aufgabenstellungen zu konzentrieren. Oberle versicherte, der Standort Andernach werde erhalten bleiben.
Aufgabenschwerpunkte bilden die Überwachung der gewerblichen Schifffahrt, einschließlich Fahrgastschifffahrt, der Gefahrguttransport sowie Gefahrgutumschlag und der Sportbootverkehr. Aber auch Veranstaltungen wie Ruder- und Segelregatten, Stromschwimmen und Feuerwerke fallen in den Aufgabenbereich der Wasserschutzpolizei. Am Standort Andernach verrichten diese Aufgaben 16 Vollzeit-Beamtinnen und Beamte und 2 Teilzeitbeschäftigte im Außen- und Innendienst an sieben Tagen in der Woche. Bei der Verfolgung von Umweltdelikten besteht eine hervorragende Zusammenarbeit mit der Polizeihubschrauberstaffel in Winningen. Dank der Ausstattung mit Wärmebildkameras sind zwischenzeitlich auch Nachtflüge möglich.
Die Andernacher Wasserschutzpolizei ist zuständig für den Rhein von der Landesgrenze zu Nordrhein-Westfalen bis zur Stadtgrenze von Koblenz, das heißt für insgesamt gut 43 Flusskilometer. Dabei ist der Rhein die zentrale Binnenwasserstraße der EU. Die Seeschifffahrt schlägt ihre Waren an den großen Häfen Antwerpen, Rotterdam und Amsterdam in Binnenschiffe um und 60 Prozent der Binnenschifffahrtsgüter der EU werden auf dem Rhein transportiert. Dabei liegt unser Rheinabschnitt zwischen den großen Industriellen Zentren Rhein-Ruhr - Rhein-Main und Rhein-Neckar. Der Rhein hat eine besondere Bedeutung für den weltweit größten Chemieproduktionsstandort der BASF in Ludwigshafen.
Im Gespräch wurden verschiedene Probleme angesprochen. Neben der stärker werdenden Belastung durch Transporte gefährlicher Güter und die durch die unsachgemäßen Tankentleerungen entstehende Umweltbelastung sehen die Beamten auch die ganz praktischen Probleme der Schiffsführer. Ähnlich wie bei der unzureichenden Anzahl von Parkplätzen für LKW’s an den Autobahnen verhält es sich mittlerweile auf den Wasserstraßen mit den Liegeplätzen für Frachtschiffe. Durch Schließung oder Verkleinerungen einiger Häfen sinkt die Zahl der Liegeplätze. Für Schiffe mit gefährlichen Gütern müssen diese natürlich auch besondere Sicherheitsanforderungen erfüllen. Auch Kapitäne müssen gesetzlich vorgeschriebene Pausen einhalten und ein Ankern auf dem Fluss ist keine echte Alternative.
„Es freut mich, dass sich die Wasserschutzpolizei an ihrem relativ neuen Standort hier in Andernach wohlfühlt. Damit die engagierten Polizeibeamten ihre Aufgaben auch im Sinne eines Schutzes von uns allen ausüben können, benötigen sie diese gute Dienststelle, aber auch modernste Technologie, die für das nächste Jahr in Aussicht gestellt wurde“, so Hedi Thelen.
Bei einer Patrouillenfahrt konnten sich die Abgeordneten über die aktuellen technischen Informationsmöglichkeiten ein Bild machen. Hier steht im nächsten Jahr eine deutliche Verbesserung durch ein Internet-gestütztes System an.
Pressemitteilung Büro
MdL Hedi Thelen, CDU
