Mitgliederversammlung des Fördervereins St. Cyriakus Mendig
Innenrenovierung der Pfarrkirche kann beginnen
Verein stellt 120.000 Euro zur Verfügung
Mendig. Stellvertretend für den Vorsitzenden des Fördervereins St. Cyriakus, Herbert Kranz, eröffnete Dr. Robert Diensberg am vergangenen Freitag im Pfarrheim die Mitgliederversammlung 2014 und hieß die zahlreich erschienenen Mitglieder herzlich willkommen. Damit entsprach der stellvertretende Vorsitzende einer persönlichen Bitte von Herbert Kranz. Nach der Annahme der Tagesordnung gedachten die Anwesenden der in den vergangenen zehn Wochen verstorbenen Mitgliedern: Heribert Diensberg, Gertrud Schubach, Hannelore Kranz, Friedel Laubenthal und Hans Ammel. In dem anschließenden Tätigkeitsbericht gab Dr. Diensberg einen Überblick über die Aktivitäten des Vereins seit der letzten Mitgliederversammlung am 22. November des vergangen Jahres. Nach seinen Ausführungen zählt der Verein derzeit 134 Mitglieder. Der Vorstand hatte sich seit der letzten ordentlichen Mitgliederversammlung in drei Vorstandssitzungen mit nachfolgenden Themen befasst: 1. Die Verwendung des Tuffsteins, der ursprünglich für die Cyriakus-Figur über dem Eingangsportal angeschafft worden war. Dieser befindet sich in der Obhut des Restaurators Olaf Pung aus Thür, der den Stein vermarkten darf. Der Erlös wird in die Vereinskasse fließen; 2. Die Mitgliederwerbung, 3. Die finanzielle Situation des Vereins, die im Hinblick auf die Ziele des Vereins als zufriedenstellend betrachtet werden kann, zumal das Bistum unter anderem aufgrund der finanziellen Absicherung des Vereins grünes Licht für das Einholen von Angeboten zur Innenrenovierung gegeben hat. Hierzu erläuterte Fred-Josef Geilen im Verlauf der Sitzung, dass die Kosten der Baumaßnahmen in der Pfarrei in der Zeit von 2003 bis 2014 etwas mehr als eine Million Euro betrugen. Dazu gab das Bistum Trier einen Zuschuss in Höhe von rund 550.000 Euro; 450.000 Euro wurden vom Förderverein und der Pfarrei getragen); 4. Die Cyriakus-Fahrten (in einem Rückblick auf die Fahrten von 2013 und 2014 sowie über die geplante Fahrt für 2015 berichtete Albrecht Diefenbach unter Punkt elf der Tagesordnung ausführlich); 5. Die Gestaltung der Mitgliederversammlung. Dazu zitierte Dr. Diensberg wortwörtlich die Rede von Herbert Kranz im vergangenen Jahr, in der es hieß: „Über die Förderung baulicher Einzelmaßnahmen kann ich auch in diesem Jahr nicht berichten, da wir in der Mitgliederversammlung des Jahres 2011, auf Vorschlag des Vorstandes, beschlossen haben, die Gesamtmaßnahme "Innenrenovierung der neuen Kirche unter besonderer Berücksichtigung der Mängel des Kirchendaches und der Kirchenfenster" zum Schwerpunkt unseres satzungsmäßigen Auftrages zu machen. Dass die Projektierung einer solch umfassenden Maßnahme Zeit braucht, hatte ich Ihnen schon in der letzten Mitgliederversammlung erklärt.
Finanzielle Situation zufriedenstellend
Nach dem hehren Grundsatz, dass bei einem Haus das Dach dicht sein sollte, bevor man im Innern renoviert, haben sich die Schwerpunkte und die Höhe, der von uns zu fördernden Maßnahmen verändert.“ "Wie Sie gleich hören werden steht - inzwischen dürfen wir sagen stand - die Sanierung der Dächer zunächst im Fokus aller Überlegungen", so Dr. Diensberg. Der stellvertretende Vorsitzende fuhrt fort: „Wie Sie alle im Laufe des Jahres deutlich sehen – und häufig auch akustisch vernehmen konnten, ging die Dachsanierung zügig voran. Hier gilt unser Dank neben Pastor Birkenheier auch dem Verwaltungsrat, ganz besonders Fred Geilen und Reinhold Euskirchen. Durch die detaillierte Planung wurde der Finanzrahmen nicht nur eingehalten, sondern auch unterschritten, was das BGV veranlasste, weitere Baumaßnahmen zu erlauben. Ihr großes Engagement und das dadurch aufgebaute Vertrauen haben sicherlich auch dazu geführt, dass uns das BGV nicht nur den „Baubedarf der Innenrenovierung unserer Pfarrkirche (Antrag A 1)“ anerkannt, sondern auch erhöhte Zuschüsse für die anstehenden Maßnahmen zugesagt hat. Um die Anträge auf Zuschuss des Bistums beim Diözesanverwaltungsrat vorlegen zu können, war eine feste Zusage des Fördervereins erforderlich“, so Dr. Diensberg.
Der amtierende Vorstand fasste daher einstimmig den Beschluss: „Der Förderverein stellt der Kirchengemeinde St. Cyriakus aus seinem Kassenbestand eine Summe von 120.000 Euro für die Innenrenovierung der Pfarrkirche zur Verfügung. Der Betrag wird entsprechend dem Baufortschritt auf Anforderung an die Kirchengemeinde überwiesen. Der Förderverein übernimmt für die Kirchengemeinde die Zinslast einer Inneren Anleihe über 150.700 Euro mit einer Laufzeit von zehn Jahren und einem Zinssatz von vier Prozent aus den laufenden Mitgliedsbeiträgen. Die Zinslast reduziert sich entsprechend der jährlichen Rückführung von 15.700 Euro der Inneren Anleihe durch die Kirchengemeinde.“ Inzwischen wurde dem Antrag des Vorstands stattgegeben und Reinhold Euskirchen wurde vom VR beauftragt, sofort mit den erforderlichen Planungen zu beginnen. Für 2015 wies Dr. Diensberg auf ein Benefizkonzert mit dem Chor „Belcanto“ unter der Leitung von Jürgen Rieser hin, das am 10. Januar zugunsten der Innenrenovierung der Pfarrkirche in St. Cyriakus stattfinden wird.
Nach dem Vortrag des Kassenberichts durch Margret Diensberg bescheinigte der noch amtierende Kassenprüfer Jorg Meyer-Schaar eine einwandfreie Kassenführung und beantragte die Entlastung des Vorstands. Dem wurde einstimmig stattgegeben. Während bei der Neuwahl der turnusmäßig aus dem Vorstand ausgeschiedenen Mitglieder Dr. Robert Diensberg (2. Vorsitzender), Fred-Josef Geilen (Schriftführer) und Albrecht Diefenbach (Beisitzer) alle einstimmig wiedergewählt wurden, votierten die Mitglieder bei der Wahl eines neuen Kassenprüfers einstimmig für Gerd Müller, der das Amt als Nachfolger von Jorg Meyer-Schaar annahm.
Vor dem Rück- und Ausblick auf die Cyriakus-Fahrten durch Albrecht Diefenbach erläuterte Reinhold Euskirchen in seiner Eigenschaft als Bauleiter den Anwesenden anhand zahlreicher beeindruckender Fotos die bereits abgeschlossenen Arbeiten für den ersten Bauabschnitt, sowie die bereits begonnenen Arbeiten für den zweien Bauabschnitt. Dabei konnte er unter anderem die erfreuliche Mitteilung machen, dass sowohl die vorgegebenen Termine als auch der vorgegebene finanzielle Rahmen eingehalten, bzw. sogar unterschritten werde.
Reinhold Euskirchen erläuterte in seiner Eigenschaft als Bauleiter anhand zahlreicher beeindruckender Fotos den Stand der Renovierungs-, bzw. Sanierungsarbeiten an und in der Pfarrkirche St. Cyriakus.
