Deutsche Vulkanologische Gesellschaft in Mendig
Institutsvorträge kommen an
Mendig. Auch der fünfte populärwissenschaftliche Vortrag im Dr. F. X. Michels Institut der Deutschen Vulkanologischen Gesellschaft in der Mendiger Brauerstraße stieß auf ein breites Echo aus dem gesamten Kreisgebiet.
Diesmal war nicht Vulkanismus, sondern seine Folgenutzung durch Mensch und Tier, hier durch Fledermäuse, das Thema.
Dr. Andreas Kiefer, der führende Fledermausexperte in Rheinland-Pfalz, schilderte in einem breit strukturierten Vortrag von einer guten Stunde Interessantes über die 16 in Mayen heimischen fliegenden Säugetiere von den 23 Arten in Deutschland. Auf dem Grubenfeld in Mayen sind über fünf Millionen Euro für das Winter- und Schwarmquartier von Bund (60 Prozent), Land (33 Prozent) und NABU (sieben Prozent) für Ankauf und Sicherung investiert worden. Auch in Mendig konnten durch gezielte Maßnahmen von Dr. Kiefer Stolleneingänge abgesichert werden für rund die Hälfte der in Mayen gezählten und oft falsch als „Flugsaurier“ genannten Ultraschall-Künstler.
DVG-Geschäftsführer Wolfgang Kostka fasste die Anerkennung für den Vortrag in dem Satz zusammen: „Weil Vulkane Lava fließen ließen und der Mensch die Ströme für Werksteine aushöhlte, entstand hier in Mayen und Mendig dieses große Winterquartier, das die Senioren-Union der Verbandsgemeinde Mendig am Ende des Monats besuchen wird. Ab heute freuen wir uns noch mehr darauf!“
