Einmalige Stimmung beim Möhnenkaffee der KG Möhnen 1903 Obermendig
Jecke Weiber verwandelten die Schützenhalle in einen Hexenkessel
Obermendig. Auch in diesem Jahr herrschte beim Möhnenkaffee der KG Möhnen 1903 Obermendig wieder eine Superstimmung. Gemeinsam mit ihren höchst engagierten Frauen hat Sitzungspräsidentin Monika Schmitz hervorragende Arbeit geleistet und ein Programm auf die Beine gestellt, das sich sehen lassen konnte. Während der Schwerpunkt am Vormittag nicht aus dem Abschneiden von Krawatten bestand, sondern soziales Engagement angesagt war, indem sie die Kindergartenkinder von St. Genovefa und die Bewohner des Marienstifts mit Liedvorträgen, Spielen und Geschenken überraschten, gingen die Möhnen zunächst einmal unters Volk, um an der Kreuzung Teichwiese/Molkereistraße und am Obermendiger Kreisel die Autofahrer anzuhalten und die Fahrer zu „verhaften“. Gegen einen kleinen Obolus wurden diese dann unter dem Motto: „Nur Bares ist Wahres“ wieder auf freien Fuß gesetzt. Von dem Erlös ihrer Verhaftungen finanzierten die Möhnen u.a. auch den Kaffee für die anschließende Sitzung, der den Gästen von der aus Ehemännern der Möhnen und des Elferrats der KGO bestehenden Helfercrew eingeschenkt wurde. Nach einem Sektempfang für verschiedene Korporationen und Vertreter der Kommunalpolitik marschierten die Möhnen pünktlich um 15.11 in die restlos ausverkaufte Narhalla ein, wo sie von einem ausgelassenen, vorwiegend weiblichen Publikum mit lautem Ahoi herzlich begrüßt wurden.
Abschied vom Dreigestirn
Nach ihrem Möhnenlied „Heut regieren häj die Möhne der KG“ nahmen die jecken Ladys mit einem selbstgetexteten Lied „Bat woar dat en schöne Zeit, Karneval mem Dreigestirn, Prinz, Bauer on Jungfrau met ihrem Hofstaat, et woar en Traum“ Abschied von „ihrem“ Dreigestirn, das sich im Saal unter das Publikum gemischt hatte und sichtlich gerührt applaudierte, während die Weiber im Saal die drei sympathischen Regenten geradezu euphorisch feierten.
Gerührt war auch das Geburtstagskind des Tages. Sitzungspräsidentin Monika Schmitz gratulierte Jutta Syré-Gross im Namen aller Möhnen zu ihrem Ehrentag und dankte ihr herzlich für ihr jahrelanges Engagement als Protokollarius der Möhnensitzung.
Nach dem hinreißenden Tanz der Kindergarde gaben Susi Schlich und Christiane Welsch ihr Debüt und begeisterten als männersuchende Putzfrauen. Dem Tanz der äußerst talentierten Kellbachfunken folgte sodann ein temperamentvoller Auftritt der beiden Stimmungskanonen Marion Schmitz und Kathrin Schmitt, die dem närrischen Publikum mit bekannten Hits von Udo Jürgens und Helene Fischer mächtig einheizten.
Gleich nach der obligaten und -wie immer- stimmungsvollen Kaffee- und Kuchenpause erntete „der schöne Fiffi“, alias Monika Müller für seine alljährlichen „Verzellche“ anerkennenden Applaus. Die Owermagics brillierten in diesem Jahr mit einer Hommage an „den besten Boxer der Welt“: Rocky Balboa „The Eye of the Tiger“, während Katharina May, Denise Rauch und Kathrin Schmitt ihr äußerst erfolgreiches Debüt in der Bütt gaben, die sie für ein „Speed Dating“ nutzten. Sarah Schmitz, the „Voice of Owermennesch“ und ihre Gesangsfreundin Antonia Schmitz aus Kruft, die von der karnevalistischen Bühne Obermendigs nicht mehr wegzudenken sind, rockten den Saal erneut mit heißen Rhythmen und verwandelten die Schützenhalle in einen wahren Hexenkessel!
Cowgirls und Stauseemücken
Eine besonders gute Figur machten die Möhnen bei ihrem Tanz als taffe Cowgirls, den sie unter der Regie von Daniela Lechner und Christiane Patzelt einstudiert hatten.
Einen Karneval der ganz besonderen Art feierten dagegen Uschi und Gisela alias Chiara Centonze und Sophia Stahl, die wieder einmal mit brausendem Applaus gefeiert wurden. Nicht weniger umjubelt wurden die „Stauseemücken“ für ihren hingebungsvoll intonierten „Hausfrauenblues“. Auch das Husarencorps „Jack von der Wasserschöpp“ ließ es sich nicht nehmen, mit aktuellen Hits und einem schmissigen Tanz das Herz des närrischen Publikums zu erfreuen. Nachdem Conny Oligschläger, Marion Schmitz und Annette Stahl als Ehepaar samt Liebhaber mit ihrem Sketch „Häj stimmt wat net“ die Lachmuskeln der jecken Weiber auf das Ärgste strapaziert hatten, faszinierten die sportlich durchtrainierten „Johannishöfer“ als Räuber mit einer unter der Leitung von Judith Fuchs einstudierten Choreografie, dass sie nach wie vor an Tempo und Akrobatik kaum zu überbieten sind. Den krönenden Abschluss der wieder einmal unvergesslichen Möhnensitzung bildete ein Tanztee, bei dem die Akteure mit viel Witz und Charme ihre große Liebe suchten. Nach ihrer bravourös gemeisterten „Pflicht“ gönnten die Möhnen sich bis in die späten Abendstunden eine ausgiebige „Kür“ in Form einer tollen After-Sitzungsparty, bei der selbstverständlich auch die Herren der Schöpfung zugelassen waren.
Gemeinsam mit ihren höchst engagierten Frauen hat Sitzungspräsidentin Monika Schmitz (Mitte) ein Spitzenprogramm auf die Beine gestellt. Fotos: FRE
Die beiden Stimmungskanonen Marion Schmitz und Kathrin Schmitt heizten dem närrischen Publikum mit bekannten Hits mächtig ein.
Auch VG-Bürgermeister Jörg Lempertz (2.v.l.) und Stadtbürgermeister Hans-Peter Ammel (2.v.r.) statteten den Obermendiger Möhnen einen Besuch ab.
