Allgemeine Berichte | 07.03.2013

Kapitaler Rothirsch gefunden

Ungerader 24-Ender schon in der Bärenley verendet

Das Geweih des kapitalen Rothirsches am Fundort. privat

Langenfeld. Kürzlich hat der Jagdausübungsberechtigte im Langenfelder Revier, Rudolf Ley, morgens einen kapitalen ungeraden 24-Ender im südlichen Nitztalhang, der sogenannten Bärenley, geborgen. Der Rothirsch verendete schon vor Monaten. Ein Naturfreund, der in dieser nicht bejagten Wildruhezone die Horste des Schwarzstorchs kontrollieren wollte, fand den Kadaver schon Anfang Dezember 2012. Dass er sich das massive Geweih nicht aneignen durfte, wusste der Finder. Die Mitnahme von Abwurfstangen oder einem Geweih unterliegt dem Jagdrecht und gilt als Wilderei. Der Spaziergänger aus Kirchwald meldete seinen Fund dem Jagdpächter des Reviers Kirchwald II. Es dauerte dann aber bis zur konstituierenden Sitzung des gesetzlich vorgeschriebenen Rotwildhegerings Langenfeld-Mendig im Februar, bis die Information, dass ein kapitaler Hirsch im Langenfelder Revier liegt, den zuständigen Jagdausübungsberechtigten erreichte. Der ehemalige Vorsitzende des Rotwildhegerings, Jürgen Christian, teilte dem Langenfelder Pächter mit, dass ihm Fotos von diesem außergewöhnlichen Hirsch gezeigt worden waren. Beide, sowohl Jürgen Christian als auch Rudolf Ley, waren sehr verwundert, dass der Langenfelder Pächter nicht früher informiert wurde.

Das prächtige Geweih wurde dann auf der Hegeringversammlung in Langenfeld den interessierten Jägern präsentiert. Da selbst die Knochen mittlerweile durch Wildschweine, Füchse und andere Aasfresser aufgenommen waren, konnte nicht mehr festgestellt werden, weshalb der Hirsch verendet ist. Ein Autounfall scheint unwahrscheinlich, denn wenn ein Auto mit so einem gewaltigen Hirsch eine Begegnung hat, dürfte das jeweilige Gefährt einen solchen für den Hirsch tödlichen Aufprall nicht unbeschadet überstehen. Es lag jedenfalls keine polizeiliche Meldung über einen Wildunfall mit einem Rothirsch in den Monaten Oktober/November 2012 für dieses Gebiet vor. Von einer Anzeige gegen unbekannt wegen des Verdachts der Wilderei wird der Langenfelder Pächter absehen, da keine Grundlagen mehr für die Ermittlungen gegeben sind. Wenn der Hirsch von einem Jäger mit entsprechender Jagderlaubnis beschossen worden wäre, läge keine Wilderei vor. Dann läge das Delikt der unterlassenen Nachsuche vor.

Die Reviere haben untereinander Wildfolgevereinbarungen zu treffen, sodass man nach vorheriger Benachrichtigung des jeweiligen Jagdausübungsberechtigten die Nachsuche auch in ein fremdes Revier durchführen kann, ja sogar muss. Denn das Tierschutz- und das Jagdgesetz schreiben vor, dass ein beschossenes oder verunfalltes Tier so schnell es geht, von seinem Leid erlöst werden muss.

Für den Langenfelder Jagdpächter lässt das seltsame und unverständliche Verhalten seines Nachbarpächters, der ihm diese wichtige Information des Fundes von dem Rothirsch monatelang vorenthielt, zwar Raum für Vermutungen und Spekulationen, an denen er sich selbst aber nicht beteiligen möchte, da keinerlei Zeichen mehr nachzuweisen sind, woran der Hirsch verendete.

Das Geweih des kapitalen Rothirsches am Fundort. Foto: privat

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Dauerauftrag 2026
Daueranzeige
Holz Loth-Entsorgung
Titelanzeige
Werbeplan 2026 / rund ums Haus
Vorabrechnung, Nr. AF2025.000354.0, Juli 2026
Empfohlene Artikel
Die Römer-Thermen in Bad Breisig: Heute frei für Koisdorfer Bürger. Foto: Dominik Ketz
529

Sinzig. Ein Rohrbruch in der Wasser-Transportleitung vom Hochbehälter Ziemert in Richtung Koisdorf führt dazu, dass die Anwohnerinnen und Anwohner im Sinziger Ortsteil Koisdorf derzeit kein Trinkwasser zur Verfügung haben. Die Reparaturarbeiten wurden von Seiten der Stadtwerke Rhein-Ahr AöR bereits aufgenommen, aktuell wird mit einer Lösung des Problems im Laufe des Nachmittags gerechnet.

Weiterlesen

Das spektakuläre Feuerwerk bei Nature One.
39

Kastellaun. Erstmals in der Festivalgeschichte betritt Fatboy Slim die Bühne von NATURE ONE: Am kommenden Wochenende bringt der britische DJ und Produzent seine BigBeat-Energie auf den OpenAirFloor der Raketenbasis Pydna. Vom 30. Juli bis zum 02. August 2026 feiert eines der traditionsreichsten Festivals für elektronische Musik in Europa mit 350 Künstler*innen auf 20 Floors. Motto der diesjährigen Ausgabe: „rave.now.together.“

Weiterlesen

Weitere Artikel
Die ausgebildeten Kanuten nach dem Einsetzen der Boote im Bendorfer Hafen. Von dort aus führte die Fahrt mit den Kajaks zum heimischen Bootshaus an der Neuwieder Rheinbrücke.
3740

Neuwied. Einmal im Jahr bietet der Neuwieder Wassersportverein (NWV) einen Kanu-Anfängerkurs an, der sich stets großer Beliebtheit erfreut. An sechs Kurstagen werden die Nachwuchskanuten mit den verschiedenen Bootsarten vertraut gemacht und erlernen die richtige Paddeltechnik. Der Kursleiter und lizenzierte Trainer, Volker Strohe, sowie seine Stellvertreterin, Marion Bermel, bieten am letzten Kurstag eine Abschlussfahrt auf dem Rhein an, bei der die Kanuten das zuvor Erlernte umsetzen können.

Von Reiner Bermel aus Neuwied

Weiterlesen

Rhein in Flammen in Koblenz.
4225

Trotz der prognostizierten historischen Niedrigwasserstände findet „Rhein in Flammen“ Koblenz am Wochenende vom 7. bis 9. August 2026 statt. Für die angemeldeten Fahrgastschiffe ist am Samstagabend eine Liegendveranstaltung vor der Festung Ehrenbreitstein vorgesehen. Der traditionelle Schiffskonvoi zwischen Boppard und Koblenz muss hingegen auf Grundlage der aktuellen Wasserstandsprognosen aus Sicherheitsgründen entfallen.

Weiterlesen