Damensitzung der KG Niedermendig war ein voller Erfolg
Karnevalistisches Feuerwerk auf der Bühne
Bemerkenswerte Showtänze und Büttenreden hielten das närrische Publikum in der Laacher See-Halle in Atem
Mendig. Die bestens aufgelegten und in fantasievolle Kostüme gewandeten Besucher der KGN-Damensitzung in der ausverkauften Laacher See-Halle fühlten sich sechs Stunden lang mit einem ebenso vielseitigen wie zum Teil anspruchsvollen Programm bestens unterhalten. Angefangen von dem Besuch des Mendiger Dreigestirns, das sich mit seinem Hofstaat die Ehre gab, bis hin zu den musikalisch bestens aufgestellten Schloffmötschen, die den Saal mit den neuesten Karnevalshits rockten, steigerten sich die Schlag auf Schlag folgenden Programmpunkte zu einem wahren Stimmungsfeuerwerk!
Tanzmariechen Luise Rheindorf eroberte die Herzen
Einen optischen und tänzerischen Hochgenuss boten die von Kommandant Alexander Buck angeführten Stadtsoldaten, bzw. die Funkengarde mit ihrem Gardetanz, wobei das 12-jährige neue Tanzmariechen Luise Rheindorf mit einem hinreißenden Solo die Herzen des närrischen Publikums im Sturm eroberte. Nachdem „De Spruddler“ (Fred und Gerd Thelen aus Andernach) mit schlichten Texten und fetzigen Rhythmen den Saal auf Temperatur brachten, überreichte Sitzungspräsident Timo Schubach dem Hoppeditz der KG Niedermendig, Anke Bous den KGN-Orden und dankte ihr für den höchst engagierten, 15 Jahre lang währenden Einsatz. Als Nachfolgerin stellte er Lara Göbbel vor, bei der es sich um die Tochter seiner Schwester Nadja handelt, die als Mitglied der „Fidele Möhnen“ ebenfalls mit dem Karnevalsvirus infiziert ist.
Unterhaltsame Büttenreden und begeisternde Tänze
Sodann gab Michael Helm, der seit vielen Jahren die Auftritte der Basaltbeisser bereichert, als „Junggesellen-Single“ sein Büttenredner-Debüt. Mit einer originellen Darbietung begeisterte die seit 44 Jahren bestehende Tanzgruppe Karin-Becker Schmitt, indem sie in „halb Mann, halb Frau - Kostümen“ die Bühne in einen Rock´n Roll-Tempel verwandelte. Newcomer Jutta Schützdeller brachte - stellvertretend für die „Pressetante“ Christel Geilen - mit ihrem ebenso pfiffigen wie intelligenten Vortrag den Saal gewaltig in Stimmung und wurde lautstark mit Standing Ovation gefeiert. Ob sie spitzbübisch die „verunglückte“ Bildunterschrift einer Journalisten-Kollegin durch den Kakao zog, den Sinn bzw. Unsinn einer Sitzbank auf einer Mendiger Verkehrsinsel- oder den Bau des St. Nikolaus-Kindergartens scharfzüngig kommentierte. Indem sie sich einen jeweils passenden Hut aufsetzte, signalisierte sie: „Aufgepasst, Themenwechsel!“ Während „Englischlehrer“ Alexander Buck seinen Basaltbeissern die Vokabeln auf eine sehr originelle Art und Weise einbläute, indem er die Übersetzung ins Niedermennijer Platt Silbe für Silbe zusammensetzte, bewährte sich Ernst Simons mit seinem Vortrag als Strohwitwer. Das Herrenballett „Zarte Zehe“ hatte sich zur Freude des johlenden Publikums mal wieder einmal mächtig ins Zeug gelegt und lieferte eine perfekt inszenierte Bühnenshow. Zunächst zeigten die Tänzer mit ihren strammen Waden einen flotten Schuhplatter, ehe sie in knallig bunte Morphsuits (Ganzkörperanzüge) schlüpften. Den Kostümwechsel überbrückten Ernst Simons, Horst Weiler und Bernd Reuter mit einer nonverbalen, jedoch eindeutigen Interpretation des Hits „...aber Dich gibt´s nur einmal für mich!“.
„Tanzende Sterne“ glänzten
Nach der Pause wartete die Sitzung mit einem Augenschmaus auf. Die Showtanzgruppe „Freche Karnevalskinner Emmelshausen“, Abteilung: „Tanzende Sterne“ glänzte mit einer beeindruckenden Darbietung. Die 30 Tänzerinnen und Tänzer erstürmten als Aufziehpuppen und Zinnsoldaten in wunderschönen rot-grünen Kostümen die Bühne und legten ein dermaßen rasantes und akrobatisches Programm vor, dass es die Zuschauer nicht mehr auf den Sitzen hielt und sie die „Tanzenden Sterne“ mit Standing Ovation belohnten.
„Fitness-King“ sorgte für Lacher
Dass einem ein Sport-Studio „net ganz jeheuer“ sein kann, erklärte im Anschluss Steven Geilen, der inzwischen zu einer festen Größe im Mendiger Sitzungskarneval geworden ist. Als „Fitness-King“ betrat er im Sportdress die Bühne und präsentierte sein Outfit: „Atmungsaktive Jetiwolle, da muss man mal was investieren, das ist auch gut so für die Nieren“. Er legte auf der Bühne ein kurzes Hanteltraining ein, wofür ihm das Publikum mit Gelächter und Applaus dankte. Nach etlichen Abenteuern mit seinem Fitness-Coach gab er den begeisterten Zuhörern bekannt, er werde gleich morgen in den Senioren-Tanzverein eintreten, dass sei genau sein Ding. Anschließend verlieh Sitzungspräsident Timo Schubach den diesjährigen Publikumsorden an Britta Eble (geborene Selig), die sichtlich begeistert und gerührt diese Auszeichnung entgegen nahm.
Wie schon im vergangenen Jahr zog Reiner Zufall alias „de Kovelenzer Hejel“ sämtliche Register. Der Bühnenprofi absolvierte mit dem Publikum zunächst einen kurzen Sprachkurs in Kovelenzer Platt. Dann brachte er einen Ausschnitt aus seinem aktuellen Programm „Good Droff“, bei dem er zuweilen doch sehr tief unter die Gürtellinie geriet. Mit dem Versuch zu erklären, wie man am besten glücklich wird, konnte er das Mendiger Publikum am Ende allerdings überzeugen, sodass es auch bei ihm niemanden mehr auf dem Stuhl hielt.
„Mennijer Mädchen“ bewiesen ihr tänzerisches Können
Zur Begeisterung aller verwandelten die „Mennijer Mädchen“ den Sitzungssaal anschließend kurzerhand in ein Cabaret. Bei dieser Tanzgruppe kommt man aus dem Staunen kaum noch heraus. Seit vielen Jahren präsentieren die Tänzerinnen rund um Leiterin Anita Reuter eine meisterhafte Kombination aus traumhaften Kostümen und tänzerischem Können. Ihr diesjähriges Motto: „Show me your burlesque“ entführte die Zuschauer in eine Welt voller glitzernder Fracks und strassbesetzter Mieder, eine Augenweide, nicht nur für die anwesenden Herren. Der Saal stand Kopf. Natürlich gab es für diese Darbietung eine wohlverdiente Rakete und für das Publikum im Anschluss eine Zugabe.
„Die Schloffmötschen“ heizten zum Ende der Sitzung dem Saal noch mal richtig ein. Mit Stimmungsliedern wie „Mennejer Jung“ und „Dat jäht nie vorbei“ animierten sie das Publikum, ein letztes Mal aufzustehen und mitzuschunkeln. Dann rief Sitzungspräsident Timo Schubach alle Mitwirkenden auf die Bühne, um sich beim großen Finale von den begeisterten Zuschauern zu verabschieden.
Das Herrenballett „Zarte Zehe“ hatte sich zur Freude des johlenden Publikums mal wieder einmal mächtig ins Zeug gelegt und lieferte eine perfekt inszenierte Bühnenshow.
Newcomer Jutta Schützdeller brillierte als „Pressetante“ und wurde mit Standing Ovation gefeiert.
Sitzungspräsident Timo Schubach bedankte sich bei Anke Bous, die 15 Jahre lang als Hoppeditz der KG Niedermendig aktiv war, mit dem KGN-Orden.
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