Neues aus der Städtischen Kita Zauberwald Mendig
Kleine Handwerker ganz groß
Eigene Holzwerkstatt entsteht im ehemaligen Schlafraum für die Kleinsten
Mendig. Die Fertigstellung des Anbaus für die unter dreijährigen Kinder machte es erst möglich. Der ehemalige Schlafraum für die Jüngsten in der Kita konnte nun an die Bedürfnisse der drei- bis sechsjährigen Kinder angepasst werden.
In einer Konferenz mit den Kindern wurde beschlossen, dass aus dem ehemaligen Ruheraum endlich eine Werkstatt entstehen sollte. Die Kinder hatten viele Ideen und genaue Vorstellungen, wie diese Werkstatt ausgestattet sein muss. Es war ihnen wichtig, dass es eine Gebrauchsanweisung für das Arbeiten in der Werkstatt geben sollte, damit sich keiner verletzen könne. So wurde die Handhabung des Werkzeugs detailliert besprochen und auf ein Plakat geschrieben: „Vorsichtig sein! Säge immer nach unten halten. Auf dem Tisch mit dem Werkzeug arbeiten. Wenn man aus der Werkstatt geht, immer aufräumen. Wenn man das Holz sägen will, macht man das Holz im Schraubstock fest. Nicht mit dem Werkzeug durch den Raum laufen. Nicht schreien! Kinder nicht in die Schränke werfen. Nicht schubsen, hauen oder treten.“
Förderverein unterstützte die Kindertagesstätte
Die Anschaffungen für die Ausstattung der Werkstatt wurden unterstützt durch eine Geldspende des Fördervereins Kindergarten Zauberwald. Was dann noch an Arbeitsmaterial fehlte, wurde auf ein Plakat gemalt. Damit wurden die Eltern um Materialspenden wie Holz, Schrauben, Nägel, Leisten gebeten. Endlich konnte das Werkeln in der Werkstatt losgehen.
Der Funktionsraum wird immer von einer Erzieherin begleitet, sie unterstützt die Kinder in ihrem Tun. Die Kinder können hier ihre Ideen in die Tat umsetzen. Dabei gehen sie selbstständig und strukturiert vor.
Bohren, Hämmern und Sägen ist nicht nur für Jungs interessant, sondern weckt auch bei den Mädchen die Neugier und das Interesse, sich ebenfalls an ihrem handwerklichen Können auszuprobieren.
Alle Kinder ab drei Jahren dürfen ihren Plänen in der Werkstatt nachgehen. Sie lernen, das Erkennen, Benennen und die Handhabung der einzelnen Werkzeuge. Zudem leitet die Erzieherin sie zu Achtsamkeit mit sich und ihren „Baukollegen“ in der Werkstatt an.
Es ist im Alter dieser Kinder Präzisionsarbeit ein Holzstück abzumessen und entsprechend abzusägen oder mit dem Handbohrer ein Loch genau an der beabsichtigten Stelle zu bohren.
Die fertigen Bauwerke machen die Kinder sehr stolz. Sie verblüffen ihre Eltern mit ihrem Können. Früher war es üblich, dass die Kinder an den handwerklichen Arbeiten ihrer Eltern und Großeltern teilhaben durften. Sie lernten spielend im Alltag. In der heutigen Zeit wählen Erwachsene meist den Spielraum und die fertigen Spielsachen aus dem Spielwarengeschäft anstelle von Spielzeug zum Werkeln und Bauen aus.
Wie gut das Angebot den Kindern tut, zeigen Konzentration und Ausdauer, mit der die Kinder an ihren Bauwerken schaffen. Manche Bauprozesse ziehen sich über Tage bis zur Fertigstellung hin. Passend zur Jahreszeit wollten die Kinder dem Osterhasen behilflich sein und sind nun dabei, aus Holz Osterhasen in verschiedenen Größen zu bauen.
Die Ergebnisse der Kinder werden stolz den Eltern präsentiert.
