Künstlerin Ulrike Göppl-Münz stellt in Mendig aus
Kunst aus der Asche
Mendig. Wer denkt, Asche sei grau und langweilig, sollte am Samstag, 27. September und Sonntag, 28. September, die Ausstellung der Künstlerin Ulrike Göppl-Münz in der Brauerstrasse 10 (Einfahrt: Wilh. Hanstein) in Mendig, 11-18 Uhr, nicht verpassen. Grundstoff der künstlerischen Werke von Frau Göppl-Münz sind vor allem natürliche Materialien aus dieser Gegend: Auf Streifzügen durch die Eifel, aber auch auf Fernreisen nach Ägypten und Island hat die Künstlerin eine erstaunliche Palette an verschiedenfarbigen Lavaaschen, Sanden und Pigmenten zusammengetragen. Ulrike Göppl-Münz nutzt diese außergewöhnlichen Werkstoffe, versetzt mit Wasser und Klebstoff, aufgetragen mit Pinseln, Spachteln, den Händen oder durch Schüttungen, um auf ihren Leinwänden Landschaften, Vulkanaugen entstehen zu lassen und ihre ganz persönlichen Eindrücke der bereisten Länder zu bannen. Die Lavamalerei erfordert einen unempfindlichen Freiraum. Durch die Vermittlung der DVG (Deutschen Vulkanischen Gesellschaft) und Herrn H. Lempertz hat Ulrike Göppl-Münz in der ehemaligen Schreinerei der Firma Wilhelm Hanstein in Mendig einen idealen Lager- und Arbeitsraum für ihre Materialbilder gefunden. Parallel zur Ausstellung kann auch das Mendiger Atelier besichtigt werden. Den ersten Kontakt zur Gegend bekam Ulrike Göppl-Münz, damals noch im Schuldienst, als sie mit ihren Schülern zum Laacher See auf Klassenfahrt ging.
Schüler und Lehrerin, mit Taschenlampen bewaffnet, suchten in der Dämmerung Glitzersteine in der Lavaasche. Bald darauf entdeckte U. Göppl-Münz die farbigen Aschen im
Herchenberg, eine Inspiration, die sie nicht mehr losließ. Nach dem Abschied vom Schuldienst, im Jahre 2000, und nachdem die 4 eigenen Kinder erwachsen waren, konnte sie sich noch intensiver der künstlerischen Arbeit widmen. So entstanden und entstehen neben der Lavamalerei Kunstkästen, Aquarelle, Ölbilder und Radierungen. Ulrike Göppl-Münz pendelt zurzeit zwischen ihren beiden Arbeitsstätten, dem Atelier in Rösrath, wo auch die Radierpresse steht, vom Bergischen Land in die Eifel. Die Künstlerin wird während der Ausstellung anwesend sein und freut sich auf Neugier und Fragen des Publikums.
