Allgemeine Berichte | 28.09.2013

Städtische Kita Zauberwald Mendig

Licht und Schatten im Spiel erfahren

Formen aus Plexiglas warfen bunte Flächen auf die Wand und ließen sich, wenn die Kinder sich davor stellten, auf den eigenen Körper projizieren.privat

Mendig. Aus der langjährigen Erfahrung der Erzieherinnen der Städt. Kita Zauberwald in der Arbeit mit Kindern ab dem zweiten Geburtstag bestätigt sich für sie die Erkenntnis: Kleine Kinder sind Welterkunder, sie wollen mit allen Sinnen wissbegierig, neugierig und begeistert auf ihre eigene Art die Welt verstehen lernen. Das Projekt „ Licht und Schatten“ faszinierte die Kinder im Alter von zwei und drei Jahren eine lange Zeit. Es gab immer wieder Neues zu entdecken.

„Das Auge schläft, bis der Geist es mit einer Frage weckt,“ sagte Loris Malaguzzi, der Begründer der Reggio-Pädagogik. Das Kind kann nur lernen, wenn es begeistert von einer Sache ist. Ebenso wichtig ist es für das Kind, zu spüren, dass die Menschen, die für es wichtig sind, hier Erzieher und Eltern, seine Neugier und seine Fragen wertschätzend und liebevoll begleiten.

Entsprechend dieser Grundhaltung bot die Erzieherin Anna Bach den Kindern folgenden Impuls an: „Möchtet Ihr mal schauen, was mit Euren Händen passiert, wenn Ihr sie auf den Overhead-Projektor legt?“ Das Ergebnis, der Schatten an der Wand, den das Kind mit Bewegungen noch verändern konnte, war der Anfang des Staunens. Es folgte das Erproben von vielerlei Materialien, die das Licht durchschauen ließen, wie verschiedenfarbige Dreiecke, Quadrate und Rechtecke aus Plexiglas, welche bunte große Flächen auf die Wand oder gar, wenn die Kinder sich davor stellten, auf den eigenen Körper projizieren ließen. Die Kinder entdeckten ihre Selbstwirksamkeit, als sie ihre eigenen Schatten an der Wand sahen.

Sie bemerkten, wenn sie sich bewegten, veränderte sich auch ihr Schattenbild, mal kleiner, mal größer, mal mit den anderen Kindern verschmolzen. In verschiedenen Darstellungen, sowohl Portrait als auch Ganzkörper, entstanden tolle Schattenbilder für die Wände.

Beachtlich war die Wahrnehmung der Kinder. Es gelang ihnen, sich selbst und auch andere Kinder im Schattenbild zu erkennen. Dieses neue Wissen teilten sie auch ihren Eltern mit. Den Kindern gelang es, ihr erworbenes Wissen in ihren Alltag zu integrieren. Spielend haben sie ihre Schatten, die durch die Sonneneinstrahlung auf den Boden projiziert wurden, wiedererkannt. Aus Fingerspielen wurden Schattenspiele und aus zunächst unscheinbaren, durch Fensterfolie hervorgerufenen bunten Formen, wurde das Spiel „Wer schafft es, auf den roten Kreis zu hüpfen?“

Von der eigenen Wahrnehmung „Das bin ich!“ führte der Weg zur Rückmeldung der Erzieher und Eltern - „Du bist ein tolles Kind!“

Durch Bewegung veränderte sich das Schattenbild der Kinder in der Größe.

Durch Bewegung veränderte sich das Schattenbild der Kinder in der Größe.

Formen aus Plexiglas warfen bunte Flächen auf die Wand und ließen sich, wenn die Kinder sich davor stellten, auf den eigenen Körper projizieren. Fotos: privat

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