Eröffnung der "Nacht der Vulkane"
Magisches "Feuerwerk"
Mendig. Erstmalig nicht zu einem Konzert, zu einem Showact begrüßte Verbandsbürgermeister Jörg Lempertz die 150 Zuschauer in der Mendiger Laacher-See-Halle, erste Veranstaltung der einwöchigen „Nacht der Vulkane“. Aus dem Dunkel traten Thommy Ten und Amélie van Tass auf die Bühne und versprühten ein magisches Feuerwerk. Dabei ahnte noch keiner, dass sie oder er in der Show einen wesentlichen Part übernehmen sollte. Vielen sind die beiden Künstler aus dem Fernsehen bekannt. Für Tommy und Amélie nach 350 Auftritten in den USA endlich mal wieder die Gelegenheit, ihr Publikum auf Deutsch zu unterhalten; und sichtbar genossen sie die herzliche Atmosphäre im Saal. Faszinierende Zaubertricks zeigte Thommy, etwa, als er zusammen mit Zuschauerin Anica ein Tischchen zum Schweben brachte. Da wurde natürlich kritisch geschaut, ob nicht irgendwelche Schnüre im Scheinwerferlicht zu sehen waren. Und wie nur kam Hans-Peters 50-Euro-Schein in die ungespritzte Zitrone? Immer wieder verblüfften die beiden ihr Publikum, so auch, als sie die Zuschauer für sich arbeiten ließen und Ursula den von Rudolf gezogenen Begriff „Springschnur“ erriet. Ist es Trick oder Magie? In jedem Fall bezaubern die Gedankenübertragungsspiele. Erst vor Kurzem wurden die Deutschen Meister der Zauberkunst in Rimini zu den „Weltmeistern in Mentalmagie“ gekürt. Und genau dieser Trick brachte auch die Mendiger zum Staunen: Einmal wusste Amélie, dass eine Bankkarte abgelaufen war und konnte mit verbundenen Augen sagen, dass Thommy unten im Saal ein Hörgerät, Spielkarten oder Lippenbalsam in der Hand hielt. Alleine das kann ja noch mit rechten Dingen zugehen, doch woher kannte Amélie das Geburtsdatum eines Gastes oder die ganze Seriennummer eines Zehn -Euro-Scheins? Beide Künstler sind seit dem fünften Lebensjahr befreundet. Können sie deshalb auch ihre Gedanken lesen, wie sie selbst behaupten? Den Zuschauern in der Laacher-See-Halle war dies aber letztendlich auch egal, denn Amélie und Thommy boten beste, charmant-freche, mit Humor gewürzte Unterhaltung. So auch Special Guest Max Schneider aus München, der gegen Ende mit Seil- und Ringkunststücken weitere Highlights zeigte. Schade nur für alle, die diesen erfrischend unterhaltsamen Abend verpasst haben.
Mal mit dem ganzen Mobiliar umzuziehen, scheint Thommy und Amélie kein Problem zu sein. Hier lässt Thommy, unterstützt von Zuschauerin Anica, ein Tischchen schweben.
Als Hans-Peter mit Zitronen gehandelt hatte, bekamen die gespannten Zuschauer eine Orangenhaut. Sollte er seine 50 Euro wiederbekommen? Diese steckte am Ende in einer ungespritzten Zitrone. Fotos: ET
Nicht nur Rudolf Wingender (M.) zeigte sich von seinen magischen Fähigkeiten überrascht.
