Barrierefreier Kreuzweg in Obermendig
Mit Jesus auf dem Lebensweg
Zahlreiche Gläubige kamen zu Gebet und Meditation - Projekt der CAB St. Raphael
Mendig. Seit Beginn der Fastenzeit fanden in der Pfarreiengemeinschaft Mendig zahlreiche Meditationsgottesdienste unter dem Motto „Atempause“ sowie einige von Ehrenamtlichen gestaltete Kreuzwegandachten statt, an denen viele Gläubige teilnahmen. Nachdem bereits auf Einladung des Caritaszentrums Mendig rund 100 Gläubige nach Obermendig gekommen waren, um auf dem barrierefreien Kreuzweg gemeinsam mit Pfarrer i.R. Stephan Augst und Pfarrer André Beetschen zu meditieren, hatte Pastor Ralf Birkenheier am vergangenen Mittwochabend zum Gebet am barrierefreien Kreuzweg in der Fallerstraße eingeladen, um den über 50 Gläubigen den Leidensweg Jesu durch die meditative Betrachtung der einzelnen Stationen näher zu bringen. Der barrierefreie Kreuzweg wurde im vergangenen Jahr im oberen Stadtteil unmittelbar am Friedhof nach einer Idee des Caritas-Zentrums Mendig angelegt und von verschiedenen Mendiger Gruppierungen mit 15 außergewöhnlichen Kreuzen gestaltet. Die Einrichtung der St. Raphael Caritas Alten- und Behindertenhilfe in Mendig hatte sich mit diesem Projekt an einem vom Caritasverband für die Diözese Trier e.V. ausgeschriebenen Wettbewerb für den „Elisabeth-Preis“ beworben. Dem kreativen Projekt, bei dessen Gestaltung insbesondere die Rollstuhlfahrer oder Gehbehinderten berücksichtigt wurden, wurde ein Sonderpreis in Höhe von 2000 Euro zugesprochen.
Zunächst fertigten Mitarbeiter der Caritas Werkstätten St. Johannes in Mayen die Kreuz-Rohlinge aus wasserfesten Holzplatten an und verteilten diese zur individuellen Gestaltung an Kindergärten, Vereine und verschiedene Gremien in Mendig. In Abstimmung mit Pastor Ralf Birkenheier legten die Initiatoren des Caritas-Zentrums die Gestaltungselemente fest. Dabei hatte der Geistliche ausdrücklich für eine 15. Station plädiert, da diese das Ziel des Kreuzwegs, nämlich Ostern, zusammenfasst. „Der Mendiger Kreuzweg ist etwas ganz besonderes“, so Pastor Birkenheier, der vor Beginn der meditativen Prozession Kerzen an die Gläubigen verteilte: „Für mich ist der Kreuzweg Symbol für unseren Lebensweg mit Zielvorgabe: Ich sterbe hinein in die Lebensgemeinschaft mit Gott, weil Christus für mich in die Bresche gesprungen ist. Kann ich mir mehr erhoffen und wünschen?“
Während Pastor Ralf Birkenheier gemeinsam mit Geli Fischer die Meditationstexte vortrug, stand wegen der Dunkelheit nicht die liebevolle Gestaltung der Kreuze, sondern die Besinnung auf das Leiden Jesu im Fokus der Betrachtungen.
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